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Freiwillig in der gesetzlichen Kasse bleiben – oder doch lieber privat krankenversichern?

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Krankenversicherung
Urheber: benjaminnolte | Fotolia

Von Michael Jansen,

Als Selbstständiger können Sie in der Regel frei entscheiden, ob Sie sich privat oder gesetzlich krankenversichern. Nun haben Ende September 2016 die privaten Krankenversicherer eine deutliche Beitragssteigerung zum 01.01.2017 angekündigt.

Gleichzeitig hat der Bundestag am 29.09.2016 per Pressemitteilung bekräftigt: Der sogenannte „Mindestbeitrag“ für Selbstständige, die sich freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versichern, bleibt. Was aber ist denn nun für Sie die beste Wahl?

Die privaten Krankenversicherungen sind – trotz der angekündigten Preiserhöhungen – für Sie in der Regel die günstigste Wahl, wenn Sie männlich und jung (unter 40) sind und keine Familienmitglieder (Ehepartnerin, die nicht selbst arbeitet, Kind(er)) mitzuversichern haben.

Denn während in der gesetzlichen Krankenversicherung Familienmitglieder automatisch mitversichert sind, ist in der privaten Krankenversicherung jeder einzelne Versicherte abzusichern. Sie zahlen also für jedes Familienmitglied Beiträge.

Ledige junge Männer zahlen, zumindest, wenn sie viel verdienen, meist weniger als in der gesetzlichen Krankenversicherung. Familien und ältere Frauen zahlen eher mehr. Das liegt daran, dass sich die Beiträge in der privaten Versicherung nicht am Einkommen, sondern am Risiko orientieren.

Zum Vergleich: Sie sind Personenunternehmer. Sie machen 2016 einen Gewinn von 60.000 €. Das entspricht 5.000 € im Monat. Die gesetzlichen Krankenkassen erheben 2016 einen Beitrag von durchschnittlich 15,5% (der Satz kann etwas variieren, abhängig davon, ob und welchen Zusatzbeitrag die Kasse erhebt). Damit zahlen Sie jeden Monat 15,5% vom 5.000 € in die Kasse ein, das sind stolze 775 €. In der privaten Krankenversicherung wären es für einen Mann Mitte 30 rund 350 €, also nicht einmal die Hälfte.

Aber: Die fallen dann immer an – auch wenn Sie in einem Jahr einmal wenig verdienen, während sich der Beitrag der gesetzlichen Kasse mit Ihrem Einkommen nach unten entwickelt. Doch der Mindestbetrag wird immer fällig – monatlich 137,57 € plus Zusatzbeitrag plus Pflegeversicherung.

Empfehlung: Wenn Sie planen, eine Familie zu gründen, oder wenig Gewinn machen, empfehle ich Ihnen, sich in der gesetzlichen Krankenversicherung freiwillig zu versichern. Sollten Sie jedoch keine Familienpläne haben und sind Sie noch nicht Anfang 40, ist die private Krankenversicherung eine Option für Sie. Achten Sie aber darauf, dass diese solide Altersrückstellungen bildet. Testsieger waren hier bislang Debeka, Barmenia und HUK-Coburg.

Bedenken Sie bei Ihrer Entscheidung aber auch, dass der Weg zurück in die gesetzliche Krankenversicherung äußerst schwierig ist.

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