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Künstlersozialversicherung: Wie Ihre Beiträge niedrig bleiben

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Von Günter Stein,

Die Abgaben zur Künstlersozialkasse sind der Dauerbrenner der letzten Monate. Es gibt kaum ein Unternehmen, das nicht von der Abgabepflicht (4,9% in 2008, 5,1% für 2007) betroffen ist.

Daher stellt die Künstlersozialkasse Folgendes klar:

Diese Zahlungen sind beitragsfrei:

  • Zahlungen an juristische Personen (z. B. an GmbHs)
  • gesondert ausgewiesene Umsatzsteuersteuerfreie Aufwandsentschädigungen (z. B. Reise- und Bewirtungskosten)
  • Entgelte, die im Rahmen der so genannten Übungsleiterpauschale in Höhe von 1.848 € jährlich steuerfreie Aufwandsentschädigungen sind (§ 3 Nr. 26 EStG; rückwirkend zum 1. 1. 2007 geändert)

Für diese Zahlungen wird der Beitrag fällig

Die Künstlersozialabgabe ist auf alle Entgelte (z. B. Gagen, Honorare, Tantiemen) fällig, die an selbstständige Künstler oder Publizisten gezahlt werden. Dazu gehören auch alle Nebenkosten, z. B. Telefon- und Materialkosten.

Arbeitnehmertätigkeit befreit Sie nicht von der Abgabepflicht

Die Abgabepflicht trifft Sie auch dann, wenn der Künstler oder Publizist im Hauptberuf

  • Beamter oder
  • gesetzlich sozialversicherter Arbeitnehmer ist oder
  • die künstlerische bzw. publizistische Tätigkeit nicht erwerbsmäßig ausübt.

Beispiel: Ihr Neffe arbeitet als Mediengestalter bei einer Druckerei. Nebenbei erstellt und pflegt er den Internetauftritt Ihres Unternehmens. Hierfür berechnet er monatlich 500 € zzgl. 19 % Umsatzsteuer. Obwohl Ihr Neffe Arbeitnehmer ist, greift die Pflichtversicherung zur Künstlersozialkasse. Da er monatlich einen Betrag von 500 € zzgl. Umsatzsteuer erhält, müssen Sie vierteljährlich einen Betrag von 73,50 € (1.500 € x 4,9%) an die Künstlersozialkasse abführen.

Tipp: Damit Sie nicht zu hohe Beiträge an die Künstlersozialversicherung überweisen, überprüfen Sie Ihre Honorare an Künstler und Publizisten sorgfältig und prüfen Sie zudem, ob Ihr Vertragspartner eine natürliche oder juristische Person ist. Benutzen Sie dazu die nachfolgende Übersicht. So können Sie Kapitalgesellschaften sicher von der Beitragsberechnung ausschließen. Gehen Sie am besten jeden Zahlungsempfänger einzeln durch.

 

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