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Nicht jedes Entgelt ist auf die Geringfügigkeitsgrenze anzurechnen

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Von Günter Stein,

Auf die Geringfügigkeitsgrenze ist nur Entgelt im sozialversicherungsrechtlichen Sinne anzurechnen. Dieses sozialversicherungsrechtliche Entgelt ist in der Regel identisch mit dem steuerrechtlichen Entgelt. Bei der Ermittlung des Arbeitsentgelts sind also nur steuerpflichtige Bezüge zu berücksichtigen.

Nicht jedes Entgelt ist auf die Geringfügigkeitsgrenze anzurechnen.

Aufwandsentschädigungen

So ist durch das Gesetz ausdrücklich vorgeschrieben, dass steuerfreie Aufwandsentschädigungen und die in § 3 Nr. 26 des Einkommensteuergesetzes (EStG) genannten steuerfreien Einnahmen nicht zum Arbeitsentgelt in der Sozialversicherung zählen.

Darunter fallen z. B. die Einnahmen aus nebenberuflichen Tätigkeiten als Übungsleiter, Ausbilder, Erzieher, Betreuer oder vergleichbaren nebenberuflichen Tätigkeiten, aus nebenberuflichen künstlerischen Tätigkeiten oder für die Pflege alter, kranker oder behinderter Menschen bis zur Höhe von insgesamt 2.100 € im Kalenderjahr. Dieser Betrag gilt rückwirkend seit 1.1.2007. Vorher waren 1.848 € maßgebend.

Der steuerliche Freibetrag ist für die Ermittlung des Arbeitsentgelts in der Sozialversicherung in gleicher Weise zu berücksichtigen wie im Steuerrecht. Das bedeutet, dass der steuerfreie Jahresbetrag von 2.100 € in Teilbeträgen (z. B. monatlich mit 175 €) angesetzt oder auf einmal (z. B. jeweils zum Jahresbeginn bzw. zum Ende der Beschäftigung) ausgeschöpft werden kann.

Ersatzleistungen werden nicht angerechnet

Typische Vergütungen, die nicht zum Lohn oder Gehalt hinzugerechnet werden, sind die so genannten Ersatzleistungen (z. B. Ersatz von Fahrtkosten).

Diese Leistungen führen dazu, dass

  • weiterhin keine Lohnsteuerpflicht für diese Zuwendungen besteht und
  • Sie außer den Pauschalbeiträgen keine Sozialversicherungsbeiträge zu zahlen haben, obwohl zusammen mit dem eigentlichen Entgelt die Geringfügigkeitsgrenze überschritten wird.

Steuerfreie Zuschläge

Gewähren Sie Ihrer Teilzeitkraft steuerfreie Zuwendungen, tritt damit keine Überschreitung der Geringfügigkeitsgrenze ein.

Steuerfrei sind beispielsweise Zuschläge für

  • Sonntagsarbeit,
  • Feiertagsarbeit,
  • Nachtarbeit.

In vielen Branchen müssen gerade Teilzeitbeschäftigte und Aushilfen auch nachts oder an Sonn- und Feiertagen arbeiten.

Im Gegensatz zum Steuerrecht sind diese Zuschläge in der Sozialversicherung aber nur beitragsfrei, soweit der Stundenlohn 25 € nicht überschreitet.Es gibt aber noch weitere steuerfreie Zuwendungen, die gleichzeitig sozialversicherungsfrei sind. Diese Zuwendungen können Sie Ihren Arbeitnehmern zahlen, ohne damit die Grenze für geringfügige Beschäftigungen zu überschreiten.

Reisekosten

Soweit Reisekosten, die Sie an Ihre Teilzeitkräfte zahlen, steuer- und sozialversicherungsfrei sind, berühren sie die Versicherungsfreiheit Ihrer Arbeitnehmer ebenfalls nicht.

Tatsächlich entstandene Fahrtkosten, die bei Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel anfallen, können Sie beispielsweise immer steuer- und sozialversicherungsfrei ersetzen.

Benutzt Ihr Arbeitnehmer seinen Pkw, können Sie ihm ohne Einzelnachweis einen pauschalen Kilometersatz von 0,30 € für jeden gefahrenen Kilometer steuerfrei ersetzen.

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