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Sie können aufatmen: 2012 müssen Sie den Sozialausgleich nicht berechnen

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Von Günter Stein,

Der Gesetzgeber sieht eine Belastungsgrenze für Zusatzbeiträge vor. Dabei wird al-lerdings nicht von dem individuellen Zusatzbeitrag de einzelnen Versicherten ausgegangen, sondern vom durchschnittlichen Zusatzbeitrag aller Krankenkassen.

Zur Ermittlung, ob die Belastungsgrenze überschritten wird, werden 2 Komponenten benötigt:

  • durchschnittlicher Zusatzbeitrag
  • beitragspflichtige Einnahmen des Krankenkassenmitglieds

Übersteigt nämlich der durchschnittliche Zusatzbeitrag 2% der beitragspflichtigen Einnahmen, so hat das Mitglied (z.B. ein Arbeitnehmer) Anspruch auf einen Sozialausgleich.

Wichtig: Die Ermittlung des Sozialausgleichs und seine Durchführung erfolgt durch die Stelle, die die Beiträge zur Sozialversicherung abführt:

  • Bei Arbeitnehmern ist das der Arbeitgeber,
  • bei Rentnern ist der Rentenversicherungsträger zuständig,
  • bei Arbeitslosen die Agentur für Arbeit.

 

Das Wichtigste zuerst:

Wenn auch die Neuregelungen am 1.1.2011 in Kraft getreten sind, mussten Sie als Arbeitgeber 2011 noch nicht tätig werden. Das gilt auch für das Jahr 2012.

Dafür gibt es 2 Gründe:

Zum einen ist vorgeschrieben, dass im Jahr 2012 für die Berechnung und Durchführung des Sozialausgleichs die Krankenkasse des Arbeitnehmers zuständig waren. Vorgeschrieben ist, dass für das Jahr 2011 der Sozialausgleich bis zum 30.6.2012 von der zuständigen Krankenkasse durchgeführt wird.

Der zweite Grund: Es wurde oben bereits erwähnt, dass der durchschnittliche Zusatzbeitrag eine entscheidende Komponente für die Berechnung des Sozialausgleichs ist. Dieser war für 2011 im Bundesanzeiger vom 3.1.2011 zu veröffentlichen. Das ist auch geschehen. Die Bekanntmachung vom 31.1.2010 bestimmt, dass der durchschnittliche Zusatzbeitrag für das Jahr 2011 0 Euro beträgt. Deshalb gibt es 2011 noch keinen Anspruch auf einen Sozialausgleich. Für 2012 sieht die Bekanntmachung vom 24.10.2011 ebenfalls einen durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 0 Euro vor. Dies bedeutet, dass auch 2012 kein Sozialausgleich durchzuführen ist.

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