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So rechnen Sie bei diesem Rentner richtig

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Lohn Gehalt Sozialversicherung Rentner

Von Günter Stein,

Für mehr als geringfügig beschäftigte Rentner, die Sie im Unternehmen beschäftigen, gilt Beitragspflicht. Allerdings fallen in den einzelnen Zweigen der Sozialversicherung die Beiträge nur teilweise an.Achtung:Achtung:

Wo das gilt, hängt von der Rentenart und dem Alter des Beschäftigten ab.

Kranken- und Pflegeversicherung

In der Kranken- und Pflegeversicherung sind alle Rentner – wie Ihre anderen Mitarbeiter auch – versicherungspflichtig. Die Beiträge sind von Ihnen und dem Mitarbeiter je zur Hälfte zu tragen. Diese Versicherungspflicht als Arbeitnehmer geht der Versicherungspflicht als Rentner vor. Die Beitragspflichten aus der Rente und dem Arbeitsentgelt bestehen nebeneinander.

Dabei gilt in der Krankenversicherung für alle Rentner und Rentenarten der allgemeine Beitragssatz in Höhe von 15,5 %, soweit es sich um Beiträge handelt, die aus der Rente berechnet werden. Den ermäßigten Beitragssatz in Höhe von 14,9 % wenden Sie an, wenn es bei beschäftigten Altersvollrentnern und Beziehern einer Rente wegen voller Erwerbsminderung um die Beitragsberechnung aus dem bei Ihnen erzielten Arbeitsentgelt geht.

In der Pflegeversicherung gilt ein Beitragssatz von insgesamt 1,95 %.

Achtung:

Sind Rentner kinderlos geblieben, müssen sie außerdem den zusätzlichen Beitrag zur Pflegeversicherung in Höhe von 0,25 % zahlen. Diesen Zusatzbeitrag müssen sie sowohl aus dem bei Ihnen erzielten Arbeitsentgelt als auch aus der Rente zahlen.

Achtung:

Alle Mitarbeiter, die vor 1940 geboren wurden, sind von dem Zusatzbeitrag zur Pflegeversicherung ausgenommen. Eltern müssen keinen Zuschlag zahlen. Hierzu zählen auch

  • Adoptiveltern,
  • Stief- und Pflegeeltern sowie
  • Mütter und Väter, deren Kind inzwischen verstorben ist.

Auch Großeltern können nach § 15 Abs. 1a Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) vom Zusatzbeitrag befreit sein, wenn sie ein Kind erziehen und dieses bei ihnen wohnt. Der Zuschlag entfällt aber nicht wegen der Erziehung des Enkelkindes, sondern weil der Elternteil (des Enkelkindes) das Kind der Großeltern ist. Die Eltern oder Großeltern müssen ihre Elterneigenschaft der beitragabführenden Stelle (Mitarbeiter also in der Regel Ihnen gegenüber) oder gegenüber der Pflegekasse nachweisen.

So gehen Sie bei der Rentenversicherung vor

Mitarbeiter, die Regelaltersrente beziehen, sind in der Rentenversicherung versicherungsfrei. Der Grund: Mitarbeiter, die Altersvollrente beziehen, können in der Rentenversicherung keine Leistungsverbesserung mehr erreichen. Trotzdem müssen Sie den Arbeitgeberanteil der Rentenversicherungsbeiträge auch weiterhin zahlen. Die Arbeitnehmerbeiträge entfallen.

Ihre Beitragsanteile führen nicht zu einer individuellen Zurechnung für den beschäftigten Arbeitnehmer. Die korrekte Beitragsgruppe ist in diesen Fällen die Zahl 3. Bei allen anderen rentenbeziehenden Beschäftigten (Altersrentner vor dem entsprechenden Alter für die Regelaltersrente, Altersteilrentner, Erwerbsminderungsrentner etc.) besteht dagegen vollständige Versicherungspflicht.

Das gilt in der Arbeitslosenversicherung

Für Mitarbeiter, die das Alter für die Regelaltersrente erreicht haben, fallen keine Beiträge zur Arbeitslosenversicherung mehr an. Den Arbeitgeberanteil müssen Sie jedoch weiterhin abführen; die Meldung erfolgt in der Beitragsgruppe 2. Bezieher von Renten wegen voller Erwerbsminderung sind in diesem Versicherungszweig vollständig beitragsfrei.

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