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So sparen Sie bei Studenten ein Maximum an Sozialversicherungsbeiträgen

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Sozialversicherungsbeiträge Studenten Krankenversi

Von Günter Stein,

Der versicherungsrechtlichen Beurteilung der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherungsfreiheit des beschäftigten Studenten werden immer die Zeiträume zugrunde gelegt, in denen üblicherweise studiert wird. Deshalb gelten in der sogenannten vorlesungsfreien Zeit Sonderregelungen.

Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherungsfreiheit besteht auch in der Vorlesungszeit, unabhängig von der wöchentlichen Arbeitszeit, wenn sich die Beschäftigungen auf

  • Wochenenden,
  • die Abend- oder Nachtstunden oder
  • die Semesterferien

beschränken. Rentenversicherungspflicht besteht aber auch in diesen Fällen.

Ein Beispiel:

Der Student Andy Achter ist als Taxifahrer beschäftigt. Er fährt vorwiegend an Wochenenden und Feiertagen oder übernimmt häufig die Nachtschicht. So kommt es regelmäßig dazu, dass Herr Achter mehr als 20 Stunden in der Woche arbeitet. Wegen der Beschränkung seiner Arbeit auf vorlesungsfreie Zeiten besteht lediglich Rentenversicherungspflicht.

In den Semesterferien können Sie einen Studenten ohne weiteres als Vollzeitarbeitnehmer beschäftigen, ohne dass Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherungsbeiträge fällig werden. Es spielt hier keine Rolle, ob die Beschäftigung für mehr als zwei Monate ausgeübt wird. Aber auch in diesen Fällen müssen Sie den Rentenversicherungsbeitrag entrichten.

Sie sollten aber unbedingt darauf achten, dass der erste Arbeitstag nicht vor dem Beginn der offiziellen Semesterferien liegt oder das Beschäftigungsverhältnis erst nach den Semesterferien endet. Ist das der Fall, müssen Sie für die gesamte Zeit der Beschäftigung Beiträge zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung entrichten.

Beginnt die Beschäftigung erst in den Semesterferien, sollte das geplante Ende der Beschäftigung in jedem Fall innerhalb der Semesterferien liegen. Erst mit dem Bekanntwerden einer darüber hinaus andauernden Beschäftigung tritt Versicherungspflicht ein.

Auch hierzu ein Beispiel:

Die Semesterferien enden am 15.9. Innerhalb der Semesterferien vereinbaren Sie mit der Studentin Veronika Preissel eine Beschäftigung vom 1.7. bis 14.9. Am 14.9. stellt sich heraus, dass Sie die Studentin für einen weiteren Monat beschäftigen wollen. Die Beschäftigung ist für 30 Wochenstunden vorgesehen. Frau Preissel ist für die Zeit vom 1.7. bis 13.9. kranken-, pflege- und arbeitslosenversicherungsfrei, jedoch rentenversicherungspflichtig. Vom 14.9. an besteht Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherungspflicht.

Die Beschäftigung in den Semesterferien müssen Sie auch berücksichtigen, wenn der Student im Laufe des Jahres mehrere Beschäftigungen ausübt.

So sieht Ihre versicherungsrechtliche Beurteilung aus:

19.1 bis 13.3.: 8 Wochen:

sozialversicherungsfrei, weil geringfügig (unter zwei Monaten)

6.7 bis 25.9.: 12 Wochen:

rentenversicherungspflichtig, aber kranken-, pflege-, arbeitslosenversicherungsfrei; die Beschäftigung wird ausschließlich in den Semesterferien ausgeübt. Anrechnung auf kommende Beschäftigungen.

5.10 bis 27.11.: 8 Wochen:

rentenversicherungspflichtig, aber kranken-, pflege-, arbeitslosenversicherungsfrei; die Beschäftigung wird für nicht mehr als 2 Monate ausgeübt, insgesamt werden 26 Wochen nicht überschritten. Anrechnung wie auf kommende Beschäftigungen.

Sie sehen – mit dem „Gewusst Wie“ können Sie Studenten vorteilhaft beschäftigen.

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