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Sozialversicherung: Änderungen durch die Reform der Unfallversicherung

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Lohn Gehalt Sozialversicherung

Von Günter Stein,

Viele Arbeitgeber sahen sich im Rahmen der Unfallversicherungsreform schon in der Pflicht, künftig für alle Arbeitnehmer Zeiterfassungssysteme einzusetzen. Aber hier gibt es jetzt Entwarnung.

Zwar bleibt es dabei, dass Sie als Arbeitgeber der Berufsgenossenschaft die genauen Arbeitsstunden Ihrer Mitarbeiter zu melden haben.

Sozialversicherung: Keine Stechuhr für alle

Allerdings haben sich das Bundesarbeitsministerium und die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung darauf verständigt, dass Sie bei der Ermittlung der Arbeitsstunden verfahren können wie bisher. Das bedeutet für Ihre Praxis bei der Erfassung der Arbeitsstunden im Rahmen der Meldung zum Gesamtsozialversicherungsbeitrag:

  1. Verfügen Sie über genaue Angaben zur Zahl der je Mitarbeiter geleisteten Arbeitsstunden, werden diese von Ihnen ab 2009 in der Meldung zum Gesamtsozialversicherungsbeitrag anzugeben sein.
  2. Haben Sie keine entsprechenden Angaben, können Sie als Arbeitgeber die Zahl der ge schuldeten Arbeitsstunden eintragen.
  3. Verfügen Sie auch über diese Daten nicht, haben Sie die Möglichkeit, aushilfsweise den Vollarbeiterrichtwert einzutragen.

Sozialversicherung: Was geschieht mit den Daten?

Die Daten erhält die Deutsche Rentenversicherung. Aus der Summe der Einzelmeldungen errechnet die Rentenversicherung den Anteil der Arbeitsstunden für das gesamte Unternehmen. Diese Gesamtsumme teilt sie Ihrer zu ständigen Berufsgenossenschaft mit. Die Berufsgenossenschaften nutzen diese Daten vor allem für die Prävention und im Rahmen des Beitragsverfahrens.

Ab dem Jahr 2010 sind die Prüfer der Deutschen Rentenversicherung auch für die Betriebsprüfung im Bereich der gesetzlichen Unfallversicherung zuständig. Im Rahmen dieser Prüfungen kann die Deutsche Rentenversicherung durch dieses veränderte Meldesystem auf alle nötigen Daten zur Prüfung der korrekten Abführung der Unfallversicherungsbeiträge zu rück greifen.

Sozialversicherung: Hier kommt in jedem Fall Mehrarbeit auf Sie zu

Als Arbeitgeber haben Sie Ihrer Berufsgenossenschaft bisher einmal jährlich melden müssen, wie viele Arbeitsstunden Ihre Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen im zurückliegenden Jahr geleistet haben. Diese Gesamtmeldung entfällt ab dem 1.1.2009. Ab dann sind Sie stattdessen verpflichtet, die Zahl der Arbeitsstunden für jeden Arbeitnehmer einzeln zu übermitteln. Das machen Sie mit der Meldung zum Gesamtsozialversicherungsbeitrag an die Rentenversicherung. Nach einer Übergangsphase (ab dem Jahr 2012) entfällt für Sie der zurzeit gesondert zu erstellende Lohnnachweis zur Unfallversicherung. Der Mehraufwand trifft Sie bereits ab den für 2008 zu erstellenden Jahresmeldungen. Diese müssen Sie als Arbeitgeber bis zum 15.4.2009 einreichen. Sie sind verpflichtet, mit allen Entgeltmeldungen (Abmeldung, Unterbrechungs- oder Jahresmeldung zur Sozialversicherung) mitzuteilen, wie viele Arbeitsstunden der jeweilige Mitarbeiter individuell geleistet hat.

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