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Sozialversicherung Azubi: Volle Abgaben oder halbe - Bei Azubis entscheidet diese Grenze!

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Lohn Gehalt Sozialversicherung

Von Günter Stein,

Azubis sind lohnsteuerrechtlich genauso zu behandeln wie „normale“ Arbeitnehmer. Daher muss auch jeder Auszubildende seine Lohnsteuerkarte bei Ihnen hinterlegen. Auch in sozialversicherungsrechtlicher Hinsicht gilt grundsätzlich zunächst einmal: Sie als Arbeitgeber und der Azubi als Arbeitnehmer tragen die Beiträge zur Sozialversicherung gemeinsam, also je zur Hälfte.

In der Krankenversicherung zahlt der Azubi den Zusatzbeitrag von 0,9 % – wie alle anderen Arbeitnehmer auch – allein.

Sozialversicherung Azubi: Die Geringverdienergrenze - nur bei Azubis

Einen Unterschied gibt es dann doch: Bei Auszubildenden müssen Sie die so genannte Geringverdienergrenze beachten. Denn beträgt das beitragspflichtige Entgelt nicht mehr als 325 € im Monat, müssen Sie als Ausbildungsbetrieb die Beiträge zu allen Sozialversicherungen allein zahlen. Der Anteil des Auszubildenden entfällt.

Im Klartext: Zahlen Sie dem Auszubildenden eine Vergütung von etwas über 325 €, dann fahren Sie günstiger, als wenn Sie etwas darunter bezahlen. Der Auszubildende selbst bekommt den umgekehrte Effekt zu spüren: Sein „Netto“ fällt bei einem relevanten Einkommen von 324 € höher aus, als wenn er 326 € verdient. Liegt Ihr Auszubildender in diesem Vergütungsbereich und Sie sind bei der Festlegung flexibel, dann können Sie bewusst die Kosten für Ihr Unternehmen, aber auch das Nettoeinkommen des Auszubildenden beeinflussen.

Beachten Sie: Diese Regelung gilt nur für Auszubildende. Andere Arbeitnehmer, die maximal 325 € im Monat verdienen, müssen ihren Arbeitnehmeranteil selbst zahlen.

Sozialversicherung Azubi: Nicht verwechseln mit geringfügig Beschäftigten

Geringfügig Beschäftigte sind Mitarbeiter, die nicht mehr als 400 € monatlich verdienen. Bei ihnen sind in der Regel pauschal 15 % Rentenversicherung, 13 % Krankenversicherung und 2 % Lohnsteuer abzuführen.

Wichtig: Ihre Auszubildenden gelten nicht als geringfügig Beschäftigte, wenn sie unter 400 € verdienen. Diese Grenze gilt für sie also nicht!

Sozialversicherung Azubi: Vorsicht bei Einmalzahlungen!

Ganz besonders müssen Sie aufpassen, wenn Sie Einmalzahlungen leisten wie beispielsweise beim Weihnachtsgeld. Kommen Sie damit nämlich in einem bestimmten Monat über die relevanten 325 €, dann muss der Betrag, der über 325 € hinaus geht, besonders behandelt werden. Sie teilen sich dann die Kosten für die Sozialversicherung mit dem Auszubildenden.

Beispiel: Ihr Auszubildender verdient monatlich 300 €. Im November 2009 erhält er zusätzlich Weihnachtsgeld in Höhe von 150 €. Damit erhält er insgesamt 450 €. Die Sozialversicherungskosten für 325 € trägt Ihr Unternehmen allein. Für die restlichen 125 € teilen Sie sich den Beitrag, d. h., dann berechnen Sie für diesen Vergütungsteil den Arbeitnehmeranteil zur Sozialversicherung. Dieser schmälert dann das Nettoeinkommen Ihres Auszubildenden.

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