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Sozialversicherung: Insolvenzgeldumlage - Mit dieser Änderung müssen Sie rechnen

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Lohn Gehalt Sozialversicherung

Von Günter Stein,

Durch das Unfallversicherungsmodernisierungsgesetz ist seit dem 1.1.2009 die Insolvenzgeldumlage, Bestandteil des Gesamtsozialversicherungsbeitrags und wird damit monatlich von Ihnen abgeführt. Der Beitrag wird auf der Basis eines gesetzlich festgelegten einheitlichen Beitragssatzes ermittelt.Achtung:

Durch das Unfallversicherungsmodernisier<wbr />ungsgesetz ist seit dem 1.1.2009 die Insolvenzgeldumlage, <wbr />Bestandteil des Gesamtsozialversicherungsbeitr<wbr />ags und wird damit monatlich von Ihnen abgeführt. Der Beitrag wird auf der Basis eines gesetzlich festgelegten einheitlichen Beitragssatzes ermittelt. Dieser liegt derzeit bei 0,1 Prozent. Nun sind in diesem Jahr die Unternehmensinsolvenzen stark gestiegen.

Sozialversicherung: Beitragserhöhung in der Insolvenzgeldversicherung

Folge: Die Insolvenzgeldversicherung musste bislang eine Ausgabensteigerung von 116 % verkraften. Folge: Eine Beitragserhöhung gilt wohl als unvermeidlich. Kolportiert wird, dass der Beitrag mindestens auf 0,2 % steigt – was einer Verdoppelung gleich käme – andere Quellen sprechen sogar von 0,3% - eine Verdreifachung. Falls Sie der Arbeitgeber in die Personalkostenplanung involviert, weisen Sie ihn auf diesen damit kräftig steigenden Posten hin.

Sozialversicherung: Besonderheit bei der Insolventgeldumlage U3

In diesem Fall möchte ich noch auf eine Besonderheit hinweisen, die die Berechnung der U3, der Insolvenzgeldumlage, betrifft: Wenn Sie in Ihrem Unternehmen laufende Boni oder Umsatzprovisionen zahlen, sollten Sie aufpassen. Oft ist es so, dass diese für mehrere Monate zusammen gezahlt werden, beispielsweise weil für Bonuszahlungen oder Umsatzprovisionen die entsprechenden Bemessungsgrundlagen erst später vorliegen. In diesem Fall stellt sich Ihnen die Frage, wie Sie diese „sporadischen Nachzahlungen“ in der Entgeltabrechnung korrekt behandeln. In der Praxis werden die Nachzahlungen aus Vereinfachungsgründen oft wie Einmalbezüge behandelt mit der Maßgabe, dass die anteiligen Jahresbeitragsbemessungsgrenze<wbr />n zugrunde zu legen sind. Durch diese in der Praxis gern angewandte Verfahrensweise soll aber der Charakter als Nachzahlung von laufendem Arbeitsentgelt nicht berührt werden. Eine Besonderheit ergibt sich für Sie bei den zu zahlenden Umlagen U1 (für die Erstattung von Entgeltfortzahlung) und U2 (für die Erstattung von Mutterschaftsaufwendungen): Das heißt, dass Sie von den Nachzahlungen die Umlagen U1 und U2 ermitteln und abführen müssen. Anders bei „echten“ Einmalzahlungen: Darauf müssen Sie als Arbeitgeber keine Umlagebeiträge U1 und U2 zahlen.

Sozialversicherung: Bemessungsgrundlage für die Insolvenzgeldumlage

Achtung: Dies gilt aber nicht für die Insolvenzgeldumlage U3. Hier sind Einmalzahlungen sowie Nachzahlungen für mehrere Monate in die Bemessungsgrundlage für die Insolvenzgeldumlage einzubeziehen. Und genau hierauf müssen Sie achten: Verwenden Sie in Ihrem Abrechnungsprogramm als Entgeltart einen „Einmalbezug“, müssen für diesen speziellen Fall die Umlagen berechnet und abgeführt werden. In der Regel sieht Ihr Entgeltabrechnungsprogramm das allerdings nicht vor. Verwenden Sie als Entgeltart einen „laufenden Bezug“, wird der Betrag nicht auf den Nachzahlungszeitraum verteilt. Sie müssen in der Regel hier also eine manuelle Lösung finden.

Vorsicht Falle: Den Prüfern der Deutschen Rentenversicherung ist das Problem geläufig. Folge ist, dass seit einiger Zeit derartige Nachzahlungen von den Prüfern systematisch herausgegriffen und mit Beitragsnachforderungen belegt werden. Aber dank dieses Tipps können Sie dies ab sofort vermeiden!

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