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Sozialversicherung: Pauschal versteuerte Sachzuwendungen beitragsfrei

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Lohn Gehalt Sozialversicherung

Von Günter Stein,

Gerade Ihre Führungskräfte erhalten von Dritten oft Sachzuwendungen. Klar freuen sich Ihre Arbeitnehmer darüber – und seit 1.1.2009 können sie sich noch mehr freuen.

Denn der Gesetzgeber hat hier wichtige sozialversicherungsrechtliche Änderungen vorgenommen. Welche das genau sind, erfahren Sie im Folgenden.

Sozialversicherung: Steuerpauschalierung bereits seit 2007

Bereits mit dem Jahressteuergesetz 2007 ist für Sachzuwendungen eine Pauschalierungsmöglichkeit bei der Einkommensteuer geschaffen worden (§ 37b EStG). Der Schenkende kann die Steuer dann pauschalieren, wenn die Sachzuwendungen

  1. zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitsentgelt gewährt werden und
  2. die Aufwendungen je Arbeitnehmer und Wirtschaftsjahr oder die Aufwendungen für die einzelne Zuwendung
  3. den Betrag von 10.000 € nicht übersteigen.

Der pauschale Steuersatz beträgt dabei 30 %. Zum Arbeitsentgelt gehören alle laufenden und einmaligen Einnahmen aus einer Beschäftigung. Ob Ihr Arbeitnehmer einen Anspruch auf die Leistungen hat und in welcher Form sie geleistet werden, ist dabei unerheblich. Ebenso wenig spielt es eine Rolle, ob die Sachzuwendungen unmittelbar aus der Beschäftigung oder im Zusammenhang mit ihr erzielt werden.

Sozialversicherung: Beitragsfreiheit seit 1.1.2009

Obwohl die Steuer pauschaliert werden kann, gab es bislang keine Beitragsfreiheit in der Sozialversicherung. Der Arbeitgeber des Beschenkten musste den Wert des Geschenks bestimmen und den entsprechenden Sozialversicherungsbeitrag abführen. Das hat sich nun geändert. Seit 1.1.2009 ist keine Sozialversicherungspflicht für Sachzuwendungen mehr vorgesehen. Hintergrund der Regelung ist folgender: Die Beitragspflicht für die an Ihre Arbeitnehmer durch einen Dritten gewährten Sachzuwendungen führte zu einem erheblichen bürokratischen Aufwand. Dieser fraß den Entlastungseffekt durch die steuerliche Pauschalregelung wieder auf. Deshalb hat man die Beitragspflicht wegfallen lassen. Voraussetzungen für die Beitragsfreiheit sind allerdings, dass

  1. es sich um eine pauschal versteuerte Sachprämie nach § 37a EStG oder Sachzuwendungen nach § 37b Abs. 1 EStG handelt und
  2. soweit die Zuwendungen an Ihre Arbeitnehmer durch einen Dritten erbracht werden – diese Arbeitnehmer nicht Arbeitnehmer eines mit dem Zuwendenden verbundenen Unternehmens (Konzernunternehmen) sind.

 

Sozialversicherung: Beitragspflicht auf Sachzuwendungen an eigene Arbeitnehmer

Achtung: Für pauschal versteuerte Sachzuwendungen an Ihre eigenen Arbeitnehmer besteht weiterhin Beitragspflicht!

Wichtiger Hinweis: Es gibt keine Übergangsregelungen! Bis 31.12.2008 galt das alte Recht: Pauschalbesteuerung ja, Sozialversicherungsfreiheit nein. Erst seit dem 1.1.2009 können Sachzuwendungen steuerpauschaliert und sozialversicherungsfrei behandelt werden.

Um zu überprüfen, ob Ihre Arbeitnehmer Sachzuwendungen erhalten und ob diese dann nach der neuen Regelung sozialversicherungsfrei sind oder nicht, müssen Ihnen Ihre Arbeitnehmer natürlich mitteilen, ob sie Sachzuwendungen erhalten haben oder nicht. Sie müssen sie also dazu auffordern.

Arbeitgeber-Tipp: Versenden Sie dazu einfach ein Rundschreiben an alle Mitarbeiter oder verkünden Sie die Aufforderung am schwarzen Brett. So erreichen Sie alle Arbeitnehmer und Ihr Aufwand hält sich in Grenzen.

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