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Sozialversicherung: So machen Sie 2009 bei Kindergartenzuschüssen alles richtig

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Von Günter Stein,

Arbeitgeber in Deutschland können sich auch 2009 wieder finanziell an der Betreuung von nicht schulpflichtigen Kindern Ihrer Arbeitnehmer beteiligen, indem sie ihnen einen freiwilligen Zuschuss zu den Kinderbetreuungskosten (außer Haus) zukommen lassen.

Arbeitgeberanteile wie Renten-, Arbeitslosen- und Kranken- und Pflegeversicherung sowie den Solidaritätszuschlag müssen Sie auf diesen Betrag nicht zahlen. Die Aufwendungen sind außerdem als Betriebsausgaben steuerlich absetzbar. Doch begünstigt sind nur Leistungen für nicht schulpflichtige Kinder.

Sozialversicherung: Entscheidend ist das Landesschulgesetz

Neu ist: Nach der Regel 3.33 der Lohnsteuerrichtlinien entscheidet bei der Frage nach Schulpflicht oder nicht das jeweilige Landesschulgesetz. In der Regel gilt: Nicht schulpflichtig sind Kinder, die das 6. Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder im laufenden Kalenderjahr das 6. Lebensjahr nach dem 30. Juni vollendet haben, es sei denn, sie werden vorzeitig eingeschult. Und: Leistungen für Unterbringung und Betreuung von Kindern, die im laufenden Kalenderjahr das 6. Lebensjahr bis zum 30. Juni vollendet haben, sind bis zum 31. Juli dieses Jahres begünstigt.

Tipp: Wird ein Kind wegen mangelnder Schulreife ein Jahr zurückgestellt, kann der Arbeitgeber in diesem Fall den steuer- und abgabenfreien Kindergartenzuschuss auch weiterhin zahlen. Also über das 6. Lebensjahr hinaus.

Sozialversicherung: Wann Sie den Kindergartenzuschuss zahlen

In diesen Fällen können Arbeitgeber einen Kindergartenzuschuss zahlen

  • Die Leistung wird zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erbracht.
  • Bei Barzuwendungen muss der Arbeitnehmer Ihnen die zweckentsprechende Verwendung nachweisen. Diese Nachweise müssen Sie im Original als Belege zum Lohnkonto aufbewahren.
  • Die Unterbringung und Betreuung kann in betrieblichen oder außerbetrieblichen Kindergärten oder in vergleichbaren Einrichtungen wie Schulkindergärten, Kindertagesstätten, Kinderkrippen, Tagesmütter, Wochenmütter, Ganztagspflegestellen und Internate erfolgen.
  • Die alleinige Betreuung im Haushalt, z. B. durch Kinderpflegerinnen, Hausgehilfinnen oder Familienangehörige, genügt nicht.
  • Steuerfrei sind die Arbeitgeberleistungen zur Unterbringung und Betreuung einschließlich Unterkunft und Verpflegung. Steuerpflichtig sind Arbeitgeberleistungen für den Unterricht eines Kindes sowie für Leistungen, die nicht unmittelbar der Betreuung eines Kindes dienen, z. B. die Beförderung zwischen Wohnung und Kindergarten.

Sozialversicherung: Kindergartenzuschuss nach oben nicht begrenzt

Wichtig:

  1. Der Höhe nach ist der Zuschuss nicht begrenzt.
  2. Der Arbeitgeber kann grundsätzlich die vollen Kindergartenkosten des Arbeitnehmers übernehmen.
  3. Der Zuschuss kann dann entweder an den Arbeitnehmer selbst oder auch an die Betreuungseinrichtung direkt überwiesen werden.

Besonders vorteilhaft ist der Kindergartenzuschuss übrigens auch in diesem Jahr wieder für Ihre 400-Euro-Kräfte – denn schließlich wird er nicht auf die 400-Euro-Grenze angerechnet und kann auch neben Sachbezügen stehen!

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