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Sozialversicherung: Wann Sie Kurzarbeitergeld bekommen

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Lohn Gehalt Sozialversicherung

Von Günter Stein,

Im Falle von Kurzarbeit bekommt Ihr Unternehmen dieses und nächstes Jahr die von ihnen allein zu tragenden Sozialversicherungsbeiträge hälftig durch die Bundesagentur für Arbeit zurück.

Überhaupt soll mit dem Konjunkturpaket II die Einführung von Kurzarbeit für alle Unternehmen und Beschäftigten attraktiver und unbürokratischer werden. Dafür werden die die Zugangsvoraussetzungen leichter und die Antragstellung wird vereinfacht.

Sozialversicherung: Einführung von Kurzarbeit soll einfacher werden

In aller Kürze: Voraussetzung für den Bezug des Kurzarbeitergeldes ist, dass es sich um einen Arbeitsausfall handelt, der dazu führt, dass

  • im jeweiligen Kalendermonat für mindestens 1/3 der Mitarbeiter das ansonsten erzielte Arbeitsentgelt um mindestens 10 % sinkt (erheblicher, vorübergehender und unvermeidbarer Arbeitsausfall auf Grund von wirtschaftlichen Gründen oder eines unabwendbaren Ereignisses, z. B. Hochwasser)
  • Sie den Ausfall der Arbeitsagentur schriftlich angezeigt haben (Vordrucke für diesen Antrag erhalten Sie bei der BA)
  • und betriebliche sowie persönliche Voraussetzungen erfüllt sind, das heißt, in Ihrem Betrieb muss regelmäßig mindestens ein Arbeitnehmer beschäftigt sein.

Sozialversicherung: So regelt es § 170 des Dritten Sozialgesetzbuchs

Wichtig: Die Anzeige über den Arbeitsausfall in Ihrem Betrieb müssen Sie schriftlich bei der Agentur für Arbeit zu erstatten. Das gilt auch für den Antrag auf Kurzarbeitergeld. Achten Sie bei Antragstellung unbedingt auf die Ausschlussfrist von 3 Monaten. Die Frist beginnt mit Ablauf des Kalendermonats, für den Sie das Kurzarbeitergeld beantragen.

Ebenfalls neu ist: Die Zeit der Kurzarbeit soll durch Fortbildung und Qualifizierung der betroffenen Mitarbeiter genutzt werden. Für Zeiten der Qualifizierung während der Kurzarbeit kann es sogar eine volle Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge geben.

Und: Auch Leiharbeitnehmerinnen und -arbeitnehmer sowie befristet Beschäftigte erhalten Kurzarbeitergeld. Das sind unter dem Strich doch mal gute Neuigkeiten – auch wenn der Anlass, sprich: die Wirtschaftskrise, eher ein trauriger ist.

Um nicht allzu tief in Traurigkeit zu versinken, lieber schnell zum Tipp des Tages:

Sozialversicherung: Auch kurzfristig Beschäftigte bekommen im Krankheitsfall Geld

Möglicherweise sind gerade kurzfristig beschäftigte Aushilfen (maximal 2 Monate/50 Arbeitstage im Kalenderjahr) in Ihrem Unternehmen im Einsatz. Auch diese Mitarbeiter sind leider gegen Erkältungswellen nicht gefeit. Was hierbei oft übersehen wird: Auch diese Arbeitnehmer haben bei Arbeitsunfähigkeit einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung. Voraussetzung hierfür ist nach § 3 Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG), dass das Arbeitsverhältnis mindestens 4 Wochen ohne Unterbrechung bestanden hat. Wird eine Aushilfe also krank, hat sie ab der 5. Woche Anspruch darauf, dass der Arbeitgeber das bisherige Arbeitsentgelt für die Dauer der Arbeitsunfähigkeit (maximal 6 Wochen) weiterzahlt. Gehen Sie dabei vom Durchschnittsverdienst der vergangenen 4 Wochen aus. Endet das Arbeitsverhältnis vor Ablauf der 6 Wochen, müssen Sie nach Ende der Beschäftigung keine Entgeltfortzahlung leisten.

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