Gratis-Download

Wie Sie die 11 häufigsten Irrtümer und Arbeitgeberfallen sicher umgehen. Denn die Fehler liegen im Detail. Und das kann teuer für Ihr Unternehmen...

Jetzt downloaden

Sozialversicherung: Wegeunfall - So machen Sie bei der Meldung alles richtig

0 Beurteilungen
Lohn Gehalt Sozialversicherung

Von Günter Stein,

Die Frage: Einer unserer Arbeitnehmer ist heute auf dem Weg zur Arbeit verunglückt. Wie handeln wir nun richtig in Bezug auf die Unfallmeldung. So einen Fall haben wir nämlich noch nie gehabt.

Die Frage: Einer unserer Arbeitnehmer ist heute auf dem Weg zur Arbeit verunglückt. Wie handeln wir nun richtig in Bezug auf die Unfallmeldung. So einen Fall haben wir nämlich noch nie gehabt.

Sozialversicherung: Bei Wegeunfall umgehend reagieren

Die Antwort: Ganz egal ob Wege- oder Berufsunfall: Als Arbeitgeber müssen Sie, sobald Sie von dem Unfall erfahren, umgehend reagieren. Bei Wegeunfällen gilt dabei der Grundsatz, dass der Unfall auf unmittelbarem Wegs zur Arbeit und wieder zurück passiert ist. Denn versichert ist nur der direkte Weg.

Sozialversicherung: Wann Umwege unschädlich sind

Tipp: Kleine Umwege sind aber unschädlich, wenn sie

* notwendig sind, um die eigenen Kinder wegzubringen oder abzuholen, oder

* im Zusammenhang mit einer Fahrgemeinschaft entstehen.

Und so handeln Sie richtig:

Sozialversicherung: Wann Sie Regress fordern können

1. Meldung an die zuständige Berufsgenossenschaft. Egal ob Arbeits- oder Wegeunfall: Wird der Verletzte voraussichtlich mehr als 3 Tage arbeitsunfähig bleiben, müssen Sie den Unfall melden. Das gilt erst recht bei tödlichen Arbeitsunfällen.

Die Meldung eines Arbeitsunfalls müssen Sie innerhalb von 3 Tagen auf einem vorgeschriebenen Formular (Unfallanzeige) erstatten. Das Formular erhalten Sie bei jeder Berufsgenossenschaft oder können es beim Bundesverband der Unfallkassen im Internet unter www.unfallkassen.de downloaden.

Wichtig: Haben Sie einen Betriebsrat, muss dieser die Unfallanzeige mit unterzeichnen (§ 193 Abs. 5 S. 1 SGB VII).

Praxis-Tipp: Sind Sie sich nicht sicher, ob ein meldepflichtiger Unfall vorliegt, sollten Sie zur Sicherheit das Ereignis vorsorglich anzeigen. Damit ersparen Sie sich späteren Ärger.

2. Information an die zuständigen Behörden. Bei einem meldepflichtigen Arbeitsunfall (nicht Wegeunfall) übersenden Sie der für den Arbeitsschutz zuständigen Behörde (Gewerbeaufsichtsamt, Staatliches Amt für Arbeitsschutz) eine Kopie Ihrer Unfallanzeige, § 193 Abs. 7 SGB VII. Sofern vorhanden, müssen Sie auch die Sicherheitsfachkraft und den Betriebsarzt informieren, § 193 Abs. 5 SGB VII.

3. Prüfen Sie, ob Sie Regress fordern können. Falls der Unfall durch einen Dritten verursacht wurde, sollten Sie einen Schadenersatzanspruch prüfen lassen, um etwa die Kosten für eine erbrachte Entgeltfortzahlung zurückfordern zu können. Sie haben hier auch einen Auskunftsanspruch gegen Ihren Arbeitnehmer nach § 6 EFZG.

4. Nutzen Sie das kostenlose Fachwissen der Berufsgenossenschaften. Bei Arbeitsunfällen sollten Sie bedacht sein, zukünftig ähnliche Unfälle zu vermeiden. Dazu können Sie sich von der Präventionsabteilung Ihrer Berufsgenossenschaft über Maßnahmen zur Unfallvermeidung und Unfallverhütung beraten lassen. Diese Beratung ist für Sie kostenlos.

Lohn und Gehaltsabrechnung aktuell

Vom Anspruch auf Teilzeitbeschäftigung über Mutterschutz und Elternzeit bis hin zu Fragen zu Urlaubsgewährung, Überstunden und Sonderurlaub. Vereinfachen Sie jetzt Ihre Lohnabrechnung!

Datenschutz

Anzeige