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Sozialversicherung: Wenn Ihr Mitarbeiter auf dem Weg zur Arbeit einkauft

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Von Günter Stein,

Das war der Fall: Ein Mitarbeiter fuhr mit dem Motorrad zur Arbeit. Weil er vorher noch Äpfel einkaufen wollte, machte er bei einem Supermarkt halt und parkte auf dessen Parkplatz.

Beim Verlassen kollidierte er auf dem Parkplatz mit einem Auto und zog sich da - bei Verletzungen zu. Die Berufsgenossenschaft wollte keinen Versicherungsschutz leisten.

Sozialversicherung: Berufsgenossenschaft wollte nicht zahlen

Die Begründung: Während des Stopps beim Supermarkt ist der Arbeitsweg des Mitarbeiters unterbrochen worden. Deshalb liegt kein Wegeunfall vor.

So urteilte das Bundessozialgericht (BSG) in diesem Fall: Die Richter wiesen die Klage des Mitarbeiters ab.

Sozialversicherung: Einkauf zählt nicht zum Arbeitsweg

Die Begründung: Der Mitarbeiter stand zwar auf dem Weg von seiner Wohnung zur Arbeitsstätte grundsätzlich unter Versicherungsschutz nach § 8 Abs. 2 Nr. 1 Sozialgesetzbuch Sechstes Buch. Der Einkauf im Supermarkt mit der Fahrt auf dem Parkplatz ist diesem Weg aber nicht zuzurechnen. Der Weg zum Betrieb wurde durch den Erwerb der Äpfel unterbrochen. Dadurch ist der zunächst gegebene Versicherungsschutz entfallen. Versicherungsschutz wäre erst wieder mit dem Einbiegen in die zur Arbeitsstätte führende Straße entstanden (BSG, 2.12.08, B 2 U 17/07 R).

Sozialversicherung: Verlust des Versicherungsschutzes

Fazit für Sie: Beachten Sie diese Problematik und machen Sie auch Ihre Mitarbeiter darauf aufmerksam. Eine Unterbrechung des Arbeitswegs über einen Umweg führt zum Verlust des Versicherungsschutzes, da der versicherte Weg nicht mehr zurückgelegt wird. Ausnahme: Kindergarten oder Schule Ihres Kindes liegen ohne große Umwege auf Ihrem Arbeitsweg.

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