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Sozialversicherung: Wie Sie die Beiträge zur Gruppenunfallversicherung richtig behandeln

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Lohn Gehalt Sozialversicherung

Von Günter Stein,

Frage: Unser Unternehmen plant, Mitarbeiter in einer so genannten Gruppenunfallversicherung zu versichern. Wie behandeln wir im Lohnbüro die Prämien zu einer solchen Versicherung?

Sozialversicherung: Beiträge sind steuerpflichtig

Antwort: Von einer Gruppenunfallversicherung spricht man immer dann, wenn mindestens 2 Arbeitnehmer gemeinsam in einem Unfallversicherungsvertrag gegen die Folgen privater und/oder beruflicher Unfälle versichert sind. Die Beiträge, die Ihr Unternehmen für die Mitarbeiter bezahlt, sind als Arbeitsentgelt steuerpflichtig, wenn die Mitarbeiter eigene Ansprüche aus dem Versicherungsvertrag haben. Sie haben aber die Möglichkeit, die steuerpflichtigen Versicherungsprämien pauschal zu versteuern, wenn der durchschnittliche Beitragsaufwand je Arbeitnehmer 62 jährlich ohne Versicherungssteuer nicht übersteigt. Der Pauschalsteuersatz beträg nach § 40b Abs. 3 Einkommensteuergesetz (EStG) 20 %.

Sozialversicherung: Versicherungsumfang ist entscheidend

Inwieweit Sie pauschalieren können, richtet sich nach dem Versicherungsumfang:

  • Sind nur private Unfälle abgesichert, können Sie die Beiträge vollständig pauschalieren. · Sichert die Versicherung ausschließlich Unfälle im betrieblichen Bereich ab, können die Leistungen Ihres Unternehmens ebenfalls in voller Höhe pauschal besteuert werden, wenn der Versicherungsvertrag das Risiko auf Dienstreisen nicht einschließt.
  • Sind auch Dienstreisen versichert, müssen Sie die Leistung in einen steuerpflichtigen Werbungskostenersatz und in einen steuerfreien Ersatz von Reisenebenkosten (max. 40 %) aufteilen. Den Werbungskostenersatz unterwerfen Sie dann der Pauschalbesteuerung. · Sichert die Unfallversicherung das private und das berufliche Risiko ab, unterwerfen Sie die vollen Arbeitgeberleistungen der Pauschalbesteuerung, wenn keine Dienstreisen mitversichert sind. Ansonsten bleiben 20 % des Gesamtbetrags als Reisenebenkosten steuerfrei. 80 % können Sie pauschal versteuern. Soweit Sie pauschalieren, besteht Beitragsfreiheit zur Sozialversicherung.
  • Sichert die Gruppenunfallversicherung nur Dienstreisen ab, sind die Leistungen Ihres Unternehmens in voller Höhe als Reisenebenkosten steuerfrei.

 

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