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Versicherungspflicht oder keine – das beurteilen Sie alleine

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Von Midia Nuri,

Wenn Sie einen neuen Mitarbeiter eingestellt haben, ist eine Ihre nächsten wichtigsten Aufgaben zu beurteilen, ob er sozialversicherungspflichtig in Ihrem Unternehmen tätig ist.

 

Von der Frage der Versicherungspflicht hängt ab,

  • wie Sie mit dem betreffenden Mitarbeiter weiter verfahren und
  • welche Beiträge Sie berechnen und abführen.

Klären Sie das, bevor Ihr neuer Mitarbeiter seine Stelle antritt.

So gehen Sie von Fall zu Fall vor

1. Bei einem versicherungspflichtigen Mitarbeiter

Abhängig beschäftigte Mitarbeiter sind sozialversicherungspflichtig. Sie müssen sie anmelden und Lohnsteuer sowie Sozialversicherungsbeiträge für sie abführen, sofern sie in mindestens einem Versicherungszweig versicherungspflichtig sind.

Konkret: Angemeldet wird der jeweilige Mitarbeiter bei der Einzugsstelle für den Gesamtsozialversicherungsbeitrag. Das ist die Krankenkasse des jeweiligen Mitarbeiters bzw. die Krankenkasse, an die Sie die Renten- und/oder Arbeitslosenversicherungsbeiträge abführen.

2. Bei einem Minijobber

Minijobber sind versicherungsfrei. Sie melden sie bei der Minijobzentrale der Deutschen Rentenversicherung Bund Knappschaft-Bahn-See an.

3. Bei einem freien Mitarbeiter

Wenn Ihre neue Kraft ein freier Mitarbeiter ist – also ein selbstständig tätiger Unternehmer damit –, brauchen Sie sich um dessen Meldungen, Sozialversicherungsbeiträge und Lohnsteuer nicht zu kümmern.

Um die Indizien zu prüfen, die für eine Selbstständigkeit oder eine Anstellung des Mitarbeiters sprechen, beurteilen Sie folgende Kriterien.

 

Das spricht für ein Angestelltenverhältnis

  • Der Mitarbeiter ist organisatorisch in den Betrieb eingegliedert. 
  • Der Beschäftigte ist hinsichtlich Zeit, Ort, Dauer und Art der Ausführung seiner Arbeit den Weisungen des Arbeitgebers unterworfen.
  • Der Mitarbeiter hat Anspruch auf Entgeltfortzahlung bei Krankheit und an Feiertagen. 
  • Der neue Mitarbeiter hat Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub. 
  • Er trägt kein finanzielles Unternehmerrisiko. 

Das spricht für Selbstständigkeit

  • Der Mitarbeiter tritt wie ein Unternehmer auf, das heißt, er hat ein eigenes Büro, eigene Arbeitsmittel, unter Umständen eigene Mitarbeiter und mehrere Auftraggeber oder zielt zumindest darauf ab.
  • Der neue Mitarbeiter ist in punkto Zeit, Ort, Dauer und Art der Ausführung seiner Arbeit nicht an die Weisungen des Arbeitgebers gebunden.
  • Der freie Mitarbeiter hat keinen Anspruch auf Entgeltfortzahlung (Krankheit und Feiertage). 
  • Er hat keinen Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub.

Mit dem Statusfeststellungsverfahren auf Nummer sicher

Zwar entscheiden Sie im Regelfall selbst, ob ein neuer Mitarbeiter Arbeitnehmer ist oder nicht. Aber wenn Sie unsicher sind, sollten Sie das so genannte Statusfeststellungsverfahren über die Deutsche Rentenversicherung in Anspruch nehmen. Das ist seit dem 1. Januar 2005 in einigen Fällen sogar zwingend vorgeschrieben und wird mit der Anmeldung automatisch ausgelöst.

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