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Wann Sie die Sonderausstattung bei Firmenwagen ansetzen müssen

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Von Günter Stein,

Nutzt ein Mitarbeiter einen Firmenwagen auch privat, ist dies ein geldwerter Vorteil, das heißt steuer- und sozialversicherungspflichtiger Arbeitslohn. Diesen geldwerten Vorteil können Sie nach der 1-%-Methode ermitteln, bei der das Arbeitsentgelt monatlich 1% des Bruttolistenpreises des Fahrzeugs beträgt. Gestritten wird dabei oft um die Frage, inwieweit der Wert der Fahrzeug-Sonderausstattung zum Bruttolistenpreis zählt. Der Bundesfinanzhof (BFH) hat dazu in einem jetzt veröffentlichten Urteil (16.2.2005, AZ: VI R 37/04) Stellung genommen.

Nutzt ein Mitarbeiter einen Firmenwagen auch privat, ist dies ein geldwerter Vorteil, das heißt steuer- und sozialversicherungspflichtiger Arbeitslohn. Diesen geldwerten Vorteil können Sie nach der 1-%-Methode ermitteln, bei der das Arbeitsentgelt monatlich 1% des Bruttolistenpreises des Fahrzeugs beträgt.

Gestritten wird dabei oft um die Frage, inwieweit der Wert der Fahrzeug-Sonderausstattung zum Bruttolistenpreis zählt. Der Bundesfinanzhof (BFH) hat dazu in einem jetzt veröffentlichten Urteil (16.2.2005, AZ: VI R 37/04) Stellung genommen.

Im strittigen Fall ging es um ein in einen Firmenwagen eingebautes Navigationsgerät. Der Kläger wollte dieses – anders als das Finanzamt – bei der Ermittlung des geldwerten Vorteils nicht berücksichtigen. Der BFH gab jedoch dem Finanzamt Recht. Laut BFH-Urteil richtet sich die Einbeziehung der Sonderausstattung nach 2 Kriterien

Beispiel: Klimaanlage

1) Die Sonderausstattung muss fest im Firmenwagen eingebaut seinAusstattungsgegenstände können den Bruttolistenpreis nur dann erhöhen, wenn sie fest eingebaut sind und damit untrennbar zum Fahrzeug gehören

Beispiel: Navigationsgerät

2) Zwischen Ausstattung und Wagen muss ein einheitlicher Nutzungs- und Funktionszusammenhang bestehenNur der Wert von Sonderausstattung, die untrennbar mit der Art und Weise der Fahrzeugnutzung verbunden ist, zählt zum Bruttolistenpreis.

Beispiel: Ein Autotelefon kann auf einer Dienstfahrt auch privat und auf einer Privatfahrt auch dienstlich genutzt werden.

Das bedeutet: Gegenstände, die der Mitarbeiter unabhängig vom gerade aktuellen Einsatz des Fahrzeugs nutzen kann, lassen Sie außer Betracht.

Das müssen Sie bei nachträglichem Einbau beachten
Wird Sonderausstattung erst nachträglich in das Firmenfahrzeug Ihres Unternehmens eingebaut, müssen Sie sie auch erst ab dem Zeitpunkt – das heißt ab dem Monat – des Einbaus berücksichtigen. Findet der Einbau im Laufe eines Monats statt, dürfen Sie aber nicht anteilig kürzen, d. h. der Bruttolistenpreis erhöht sich mit Beginn des Monats – das gilt selbst dann, wenn die Anschaffung der Sonderausstattung erst am Monatsende erfolgt.

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