Gratis-Download

Wie Sie die 11 häufigsten Irrtümer und Arbeitgeberfallen sicher umgehen. Denn die Fehler liegen im Detail. Und das kann teuer für Ihr Unternehmen...

Jetzt downloaden

Wenn der freie Mitarbeiter in Wirklichkeit eine Teilzeitkraft ist, drohen Nachzahlungen

0 Beurteilungen
Lohn und Gehalt Teilzeitkräfte

Von Günter Stein,

In einer neueren Entscheidung (vom 18.5.2005; Aktenzeichen: B 12 KR 17/04 R) hatte sich das Bundessozialgericht (BSG) mit der Frage zu beschäftigen, ob eine Organistin Arbeitnehmerin oder freie Mitarbeiterin war.

In einer neueren Entscheidung (vom 18.5.2005; Aktenzeichen: B 12 KR 17/04 R) hatte sich das Bundessozialgericht (BSG) mit der Frage zu beschäftigen, ob eine Organistin Arbeitnehmerin oder freie Mitarbeiterin war.

Eine Kirchengemeinde hatte aushilfsweise eine Organistin beschäftigt. Die Kirchengemeinde war der Auffassung, hierbei handle es sich um eine selbstständige Tätigkeit und führte deshalb auch keine Sozialversicherungsbeiträge ab.

Die Organistin sprach ihre Einsätze mit ihrer Arbeitgeberin ab und beschaffte sich auch Notenmaterial selbst. Trotzdem vertraten alle Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit die Ansicht, dass es sich hierbei um eine Arbeitnehmertätigkeit handle.

Aber: Versicherungspflicht bestand trotzdem nicht. Die Organistin war nämlich – so das BSG – nur kurzfristig beschäftigt gewesen und deshalb in allen Sozialversicherungszweigen versicherungsfrei.

Das Urteil vom 18.5.2005 macht deutlich, dass Sie unter Umständen besser beraten sind, eine kurzfristige und damit sozialversicherungsfreie Beschäftigung zu vereinbaren und nicht von einer – ebenfalls versicherungsfreien – selbstständigen Tätigkeit auszugehen. Sie ersparen sich dabei viel Ärger.

Durch die Beschäftigung eines Arbeitnehmers als „kurzfristig Beschäftigten“ haben Sie erhebliche Vorteile gegenüber jeder anderen weiteren Art von Beschäftigungsverhältnis

Sie zahlen keine Beiträge zur Sozialversicherung und zwar auch keine Pauschalbeiträge zur Kranken- und Rentenversicherung, wie es bei geringfügig entlohnten Beschäftigten (so genannte 400-€-Kräfte) der Fall ist.

Außerdem vermeiden Sie Auseinandersetzungen über die Frage, ob jemand tatsächlich als freier Mitarbeiter für Ihr Unternehmen tätig ist.

PRAXIS-TIPP:

Wenn Sie trotzdem jemanden als freien Mitarbeiter beschäftigen wollen, beantragen Sie bei der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) die Durchführung des so genannten Anfrageverfahrens.Dieses Verfahren ist für Sie und für Ihren Arbeitnehmer kostenlos.Sie erhalten durch die Entscheidung der BfA Klarheit über die versicherungsrechtliche Behandlung der für Sie tätigen Kraft.

Lohn und Gehaltsabrechnung aktuell

Vom Anspruch auf Teilzeitbeschäftigung über Mutterschutz und Elternzeit bis hin zu Fragen zu Urlaubsgewährung, Überstunden und Sonderurlaub. Vereinfachen Sie jetzt Ihre Lohnabrechnung!

Datenschutz

Anzeige