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Wie Sie jetzt rechnen, wenn 400-€-Kräfte auf die Rentenversicherungsfreiheit verzichten

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Von Günter Stein,

Für Ihre Minijobber auf 400-€-Basis führen Sie eine Pauschale zur Rentenversicherung in Höhe von 15 % ab. Wenn der Mitarbeiter aber auf die Rentenversicherungsfreiheit verzichtet, führen Sie hier einen regulären Beitrag ab, den der Mitarbeiter aufstockt.

 

Durch die Versicherungsfreiheit (bzw. nur Pauschalenzahlung) in der Rentenversicherung erwirbt ein 400-€-Mitarbeiter nur geminderte Rentenansprüche und geringere Wartezeitenmonate. Die Beschäftigten können jedoch auf die Versicherungsfreiheit in der Rentenversicherung freiwillig verzichten und dadurch vollwertige Pflichtbeitragszeiten erreichen.
Verzichtet der Minijobber auf seine Rentenversicherungsfreiheit, beträgt der Gesamtbeitrag zur Rentenversicherung 19,6 % (Beitragssatz seit 1.1. 2012) des Arbeitsentgelts. Der Arbeitnehmer muss auf eigene Kosten seinen Rentenversicherungsbeitrag bis zur Summe von 19,6 % aufstocken und erwirbt auf diese Weise vollwertige Rentenansprüche.
Achtung:
Die Koalition plant, eine generelle Versicherungspflicht für 400-€-Kräfte (Anhebung auf 450 € geplant) einzuführen. Die Minijobber sollen auf diese Versicherungspflicht verzichten können mit der Folge, dass Sie dann wiederum nur die Pauschale abführen. Wann die Neuregelung im Laufe des Jahres in Kraft tritt, ist derzeit noch offen. Wir werden Sie umgehend informieren, wenn es hierzu Neues gibt.

 

Sie zahlen weiterhin 15 %

Die Beitragslast in Höhe von derzeit 19,6 % wird nicht hälftig verteilt. Ihr Unternehmen zahlt vielmehr weiterhin einen Beitrag in Höhe der Pauschale von 15 % des Arbeitsentgelts. Für den Minijobber fällt der Restbeitrag an. Als Mindestbeitragsbemessungsgrundlage gehen Sie immer von 155 € aus.
Beispiel: Ihr Minijobber verdient monatlich 120 € bei Ihnen und verzichtet auf die Rentenversicherungsfreiheit. Bei der Beitragsbemessung setzen Sie die Mindestbeitragsbemessungsgrundlage von 155 € an, da das Entgelt des Minijobbers nur 120 € beträgt. Das gilt aber nur für den Arbeitnehmerbeitrag, nicht für Ihre 15-%-Pauschale
Diese Beiträge erhalten Sie bei einem Entgelt von 120 €:
Gesamtversicherungsbeitrag: 19,6 % von 155 € = 30,38 €
Ihr pauschale Arbeitgeberleistung (15 % von 120 €) = 18,0 €
Daraus folgende Zuzahlung des Arbeitnehmers (30,28 € minus 18 €) = 12,28 €
Die Zuzahlung des Minijobbers behandeln Sie als Bestandteil des Gesamtsozialversicherungsbeitrags. Sie haben den Arbeitnehmeranteil vom Arbeitsentgelt einzubehalten, in den Beitragsnachweis aufzunehmen und an die Knappschaft-Bahn-See abzuführen.

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