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Wird Ihre Weihnachtsfeier zur Sozialversicherungs- und Lohnsteuerfalle?

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Weihnachtsfeier Sozialversicherung Lohnsteuer Fina

Von Günter Stein,

Bald ist es wieder so weit – die betrieblichen Weihnachtsfeiern stehen an. Dummerweise aber sind Betriebsfeiern und –feste ein beliebtes Spielfeld bei Betriebsprüfer der Deutschen Rentenversicherung und bei denen des Finanzamtes. Zwar sind zwei Feiern pro Jahr erlaubt. Doch pro Mitarbeiter dürfen Sie nicht mehr als 110 Euro aufwenden, damit keine Lohnsteuerpflicht entsteht – und auch keine Sozialabgaben hierfür anfallen.

Bald ist es wieder so weit – die betrieblichen Weihnachtsfeiern stehen an. Dummerweise aber sind Betriebsfeiern und –feste ein beliebtes Spielfeld bei Betriebsprüfer der Deutschen Rentenversicherung und bei denen des Finanzamtes. Zwar sind zwei Feiern pro Jahr erlaubt. Doch pro Mitarbeiter dürfen Sie nicht mehr als 110 Euro aufwenden, damit keine Lohnsteuerpflicht entsteht – und auch keine Sozialabgaben hierfür anfallen.

Der Haken: Bei entsprechendem Rahmenprogramm und dann, wenn deren Angehörige mitfeiern dürfen, kann das schnell eng werden. Schließlich müssen Sie die Angehörigen dem jeweiligen Mitarbeiter zurechnen und bei der Berechnung der 110-Euro-Grenze berücksichtigen.

Doch was tun, wenn die 110-Euro-Grenze überschritten wurde?

Die gute Nachricht vorweg:

Auch dann können Sie alle Kosten als Betriebsausgaben abziehen.

Die schlechte:

Sie müssen in diesem Fall die Zuwendungen je Arbeitnehmer ermitteln und in dessen Lohnabrechnung erfassen. Das ist teuer, weil nicht nur Lohnsteuer anfällt. Sie müssen für diese Aufwendungen auch Sozialversicherungsbeiträge berechnen und abführen. Allein die Sozialversicherung führt zu einer zusätzlich Belastung von rund 40 %, die Sie und Ihre Arbeitnehmer jeweils zur Hälfte tragen müssen.

Doch zum Glück gibt es eine bessere Lösung!

Das alles können Sie vermeiden, wenn Sie gemäß § 40 Abs. 2 EStG die Lohnsteuer pauschal ermitteln. Die Zahl der Arbeitnehmer und die Höhe des zu versteuernden Einkommens spielen keine Rolle. Sie können die Lohnsteuer auch dann pauschal ermitteln, wenn Sie nur einen oder zwei Arbeitnehmer beschäftigen.

Es funktioniert einfach:

Sie als Arbeitgeber übernehmen die pauschale Lohnsteuer insgesamt. Sie beträgt 25 %. Dafür fallen allerdings keine Sozialversicherungsbeiträge an.

Beispiel (mit pauschaler Lohnsteuer):

Sie veranstalten einen eintägigen Betriebsausflug, an dem Sie selbst, Ihr Ehegatte, der bei Ihnen beschäftigt ist, und Ihre drei anderen Mitarbeiter teilnehmen. Sie rechnen wie folgt:

Fahrtkosten 240 €
Verpflegung und Getränke 320 €
andere Nebenkosten 190 €
insgesamt 750 €
geteilt durch 5 Teilnehmer 150 €

Auf jeden Ihrer vier Arbeitnehmer entfällt somit ein Betrag von 150 €. Das sind insgesamt 150 € x 4 = 600 €.

Die pauschale Lohnsteuer ermitteln Sie wie folgt:

Gesamtaufwand 600,00 €
pauschale Lohnsteuer 25 % = 150,00 €
Solidaritätszuschlag (150 € x 5,5 %) 8,25 €
pauschale Kirchensteuer (150 € x 7 %) 10,50 €
Gesamtaufwand 768,75 €
Sie zahlen ans Finanzamt (150 € + 8,25 € + 10,50 € =) 168,75 €.

Den Gesamtbetrag von 768,75 € ziehen Sie als Betriebsausgaben ab und mindern damit Gewinn und Steuerbelastung des Unternehmens.

Tipp:

Es ist vorteilhafter, wenn Sie als Arbeitgeber die Lohnsteuer pauschal übernehmen. Nicht nur die Abrechnung ist einfacher. Die gute Stimmung nach einer Betriebsveranstaltung würde getrübt, wenn Ihre Mitarbeiter nachträglich zusätzliche Abgabenbelastungen tragen müssten.

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