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Minderleister verringern Produktivität und stören sozialen Frieden - wann ist eine Kündigung möglich?

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Minderleistung
Urheber: Stockfotos - MG | Fotolia

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Wer bereits einige Jahre in der Arbeitswelt verbracht hat, wird auch bereits Bekanntschaft mit Kollegen gemacht haben, die sich um die zu erledigen der Arbeit drücken - leider häufig erfolgreich. Sogenannte Minderleister verringern nicht nur die Arbeitsproduktivität und damit den Geschäftserfolg des Unternehmens, sondern schaden auch dem sozialen Frieden im Betrieb. Die von den "Low Performern" verweigerten Leistungen müssen von anderen Mitarbeitern erbracht werden, deren Frustration häufig steigt. Wie kann mit solchen Minderleistern umgegangen werden?

Verringerte Leistung: Kündigung nach Arbeitsrecht möglich

Eigentlich kennt das deutsche Arbeitsrecht eindeutige Regelungen: wer nicht arbeiten möchte, obwohl er könnte und gesundheitlich nicht eingeschränkt ist, der kann problemlos gekündigt werden. In der Praxis ergeben sich hier allerdings diverse Schwierigkeiten, die insbesondere darauf zurückzuführen sind, dass die Minderleistung dem Mitarbeiter zunächst nachgewiesen werden muss. Zudem gibt es natürlich keine gesetzliche Definition der Minderleistung, die Rede ist lediglich von einer "angemessenen Leistung". Im umgekehrten Sinne ist es schwierig möglich, zu beweisen, dass die Leistung eben nicht angemessen ist. Dafür sind diverse Kennzahlen notwendig, die einen Vergleich mit den Kollegen ermöglichen. In den meisten Unternehmen können solche Kennzahlen, die die eigene Arbeitsleistung direkt bemessen, nicht ohne weiteres erhoben werden - häufig hat auch der Betriebsrat ein gehöriges Wörtchen mitzureden. Als Unternehmer ist für Sie für einen möglichen Gang zum Arbeitsgericht von entscheidender Bedeutung, dass Sie verwertbare Beweise für die Minderleistung eines Mitarbeiters liefern können. Wenn Sie erfahren möchten, welche Mittel hierzu zulässig sind, können Sie hier juristischen Beistand finden.

Mitarbeiter hält sich nicht an Pausen-Regelungen: Abmahnung aussprechen

Typisch für die Low Performer ist die Überziehung von Pausen oder die private Nutzung von Smartphones oder dem Internetzugang. Es ist üblicherweise einfacher, dem Mitarbeiter hier ein Missbrauch nachzuweisen, als eine Nicht Erbringung von erforderlichen Arbeitsleistungen. Wenn Sie ein solches Verhalten feststellen, sollte eine Ermahnung; im Wiederholungsfall eine Abmahnung erfolgen. Bei der Abmahnung handelt es sich um ein wichtiges Instrument, sofern diese schriftlich erfolgt und damit auch beweisbar ist. Werden bei der Arbeit Fehler gemacht, ist eine Kündigung ebenso möglich, wenngleich nicht einfach .Das Bundesarbeitsgericht folgt der Auffassung, dass jeder Mitarbeiter Fehler machen kann und diese nicht gleich zu einer Kündigung führen dürfen. Als Vorgesetzter müssen Sie also möglichst präzise darlegen können, wie sich die Fehlerquote eines Mitarbeiters im Vergleich zu seinen Kollegen verhält.

Wie die Minderleistung nachgewiesen wird

Dafür ist es notwendig, dass zunächst sorgfältig festgehalten wird, welchen Aufgaben die Angestellten betraut werden, wodurch die Soll-Leistung ermittelt wird. Danach muss dokumentiert werden, inwieweit der Arbeitnehmer diesen Anforderungen auch nachkommt, was der Ist-Leistung entspricht. Aus dem Abgleich dieser beiden Kennzahlen ergibt sich eine mögliche Minderleistung, die auch gerichtlich verwertbar ist. Eine Kündigung kann selbst bei einem präzisen Nachweis der zu geringen Leistung nicht sofort ausgesprochen werden. Der Arbeitgeber muss prüfen, ob der Grund dieser Minderleistung nicht verhaltensbedingt ist; der Angestellte also vielleicht mehr leisten möchte aber nicht kann - beispielsweise aufgrund einer psychischen Erkrankung wie Burnout oder einer Depression. Auch eine möglicherweise altersbedingte Leistungsschwäche muss hierbei berücksichtigt werden - in solchen Fällen ist eine Kündigung nur schwerlich möglich.

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Egal ob es um brandneue Urteile der Arbeitsgerichte geht, die für Sie als Arbeitgeber, als Führungskraft oder als Personalverantwortlicher von Bedeutung sind oder zum rechtssicheren Umgang mit Abmahnungen, Zeugnissen, Kündigungen. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
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