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Das Drama-Dreieck: Welche Rolle nehmen Sie in verbalen Konflikten ein?

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Interne Kommunikation 9

Von Günter Stein,

In Ihrem Geschäftsalltag müssen Sie zahlreiche Gespräche führen. Nicht alle Gespräche verlaufen nur harmonisch. Manches Gespräch ist geprägt von Schuldzuweisungen und endet ergebnislos. Mit dem von dem kalifornischen Psychologen Stephen Karpman entwickelten Drama-Dreieck können Sie verbalen Konflikten entgegensteuern bzw. sie entspannen.

Das Problem: Bei der Analyse von Märchen fand Karpman 3 immer wiederkehrende Rollen heraus, die er Täter, Opfer und Retter nannte. Diese Rollen finden sich auch in Konfliktgesprächen immer wieder. Wie in einem Drama besetzen die Teilnehmer eine dieser 3 Rollen, die sie während des Gesprächs teilweise auch wechseln. Das Opfer kann dann z. B. plötzlich zum Retter oder auch zum Täter werden. Die Folge: In diesem Rollen-Wirrwarr geht schnell verloren, wer eigentlich wofür verantwortlich ist. Sachlichkeit und Ziel verschwinden in einem solchen dramatischen Dreieck.

Das Opfer: Wer in die Opferrolle schlüpft, wird für etwas verantwortlich gemacht. Er fühlt sich in der Defensive, wirkt auf seine Gesprächspartner ohnmächtig und gibt unbewusst die Folgen seines Nicht-Handelns an andere ab.

Der Retter: Er will aktiv helfen und übernimmt oft die gesamte Verantwortung für die Situation und deren Lösung. Je nach Überzeugungskraft beherrscht der Retter die Situation für eine Weile, bemerkt jedoch nicht, dass er sich über das vermeintliche Opfer stellt. Die Folge: Das Opfer lehnt intuitiv die Hilfe des Retters ab.

Der Täter: Wer in dieser Rolle agiert, versucht seine Lösungsidee mit einer gewissen Härte durchzusetzen. Er klagt das Opfer aktiv an und will es zur Rechenschaft ziehen. Die Folge: Das Opfer meidet die Auseinandersetzung und fügt sich, ohne wirklich hinter der Lösung zu stehen.

Alte Muster überwinden: So steigen Sie aus Ihrer Rolle aus

Ist man in einer bestimmten Rolle gefangen, sind die Ergebnisse von Konfliktgesprächen praktisch vorhersagbar. Die Lösung: Wenn Sie Ihre gewohnte Position im Dramadreieck hin und wieder verlassen wollen, stellen Sie beim nächsten Konflikt, Ihrer Rolle entsprechend, folgende kritische Fragen:

Kritische Fragen für die Retterposition

  • Kann ich überhaupt etwas Sachliches zum Thema beitragen oder will ich nur auf der emotionalen Ebene helfen?
  • Überschreite ich meine Kompetenzen, wenn ich für den anderen eintrete?
  • Ist es tatsächlich zielführend, wenn ich als Retter auftrete?

Kritische Fragen für die Opferposition

  • Fühle ich mich gleichwertig?
  • Weiß ich überhaupt genau, was ich will oder brauche?
  • Will ich wirklich, dass sich etwas verändert?
  • Bin ich bereit, Tipps oder Hilfe anzunehmen?

Kritische Fragen für die Täterposition

  • Geht es mir nur um die Sache oder will ich den anderen angreifen?
  • Habe ich das Gefühl, ich kann mehr oder bin besser als die anderen?
  • Habe ich vor etwas Angst? Wovor habe ich Angst?
  • Möchte ich dem anderen etwas beweisen?

 

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