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Das Internet erfolgreich für Ihr Ausbildungsmarketing nutzen

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Von Günter Stein,

Haben Sie schon einmal daran gedacht, neue Auszubildende mit Hilfe von Youtube zu finden? Ich muss zugeben: Auch ich finde diese Idee gewöhnungsbedürftig. Ich halte zwar das Internet mit seinen sozialen Netzwerken und hervorragenden Kontaktmöglichkeiten für geradezu ideal, was die Azubi-Akquise angeht

. Schließlich holt man junge Menschen damit genau dort ab, wo sie sich gerne aufhalten. Auf die Videoplattform Youtube wäre ich aber nicht gekommen. Aber warum eigentlich nicht? Genau dort halten sich z.B. meine Töchter doch so gerne auf. Da liegt ein entsprechender Ausbildungsmarketing-Ansatz eigentlich nahe. Möglicherweise erscheint mir Youtube nicht ernst genug, um es für die Zwecke eines ernsten Themas als geeignet anzusehen. Und das Thema „Azubi-Akquise“ und damit „Nachwuchsbeschaffung“ und damit „Reaktion auf den Fachkräftemangel“ ist durchaus ernst.

6-stellige Klicks mit einer wenig aufwändigen Video-Botschaft als Ausbildungsmarketing

Nun, geeignet scheint Youtube im Einzelfall aber schon zu sein. Das beweist zumindest eine Zahnarztpraxis aus Hamburg. Sie konnte auf der Suche nach einer neuen Auszubildenden unter www.youtube.com/watch?v=<wbr />TArihqOXSIQ weit mehr als 100.000 Klicks verzeichnen. Eine solche Aufmerksamkeit dürfte ein gängiges Printmedium wie die regionale Tageszeitung kaum erreichen. Und dazu ist der Aufwand hier relativ gering. Zwei Zahnarzthelferinnen und eine scheidende Auszubildende stellen sich in dem Video vor und formulieren offenbar ohne feste Text-Vorgabe die Bewerbungsvoraussetzungen. Das Ganze wirkt sehr sympathisch und lässt auf ein gutes Betriebsklima schließen. Ein weiteres Beispiel, die Werbetrommel für das eigene Berufsbild via Youtube zu drehen, ist ein Clip des Zentralverbandes Deutscher Schornsteinfeger. Auf sehr humorvolle Art und Weise wird der Beruf des Schornsteinfegers mit anderen Berufen verglichen und weiß – im Gegenteil zur Konkurrenz – zu überzeugen. Der Klick unter www.youtube.com/watch?v=<wbr />4OtPzTXZ0eg lohnt sich.

Unterstützung durch Verbände und Innungen? Einfach fragen

Das Beispiel zeigt auch: Mit Humor kann man Aufmerksamkeit erreichen. Und mit dem richtigen Humor auch die richtige Zielgruppe. Zugegeben – nicht zu jedem Ausbildungsberuf passt jeder Stil. Aber: Jeder Beruf hat seinen Stil, der sich möglicherweise in attraktiven und kurzweiligen Bildern ausdrücken lässt. Unternehmen, die das nicht (wie im 1. Beispiel) selbst leisten wollen oder können, haben die Möglichkeit bei Ihrem Verband anzuklopfen. Vielleicht hat der ja Interesse (wie im 2. Beispiel), dem Nachwuchsmangel entschlossen und zielgruppengerecht entgegenzutreten. Ich sehe hier gerade Verbände und Innungen durchaus in der Pflicht.

1. Ausbildungsmarketing im Internet mit Google AdWords

Mit Google AdWords betreiben Sie Internet-Werbung mithilfe der Suchmaschine Google. Sie können dieses Instrument auch für Ihr Ausbildungsmarketing einsetzen und gezielt Ihre Ausbildungsplätze nach Berufen und Regionen bewerben.Wenn Sie Google AdWords einsetzen, um potenzielle Auszubildende über freie Ausbildungsplätze zu informieren, dann erscheinen die durch Google AdWords initiierten Suchergebnisse farblich hinterlegt ganz oben bzw. in der rechten Spalte – jeweils als Anzeigen ausgewiesen. Den Text Ihrer Anzeige legen Sie selbst fest, ebenso die Verlinkung auf eine möglichst attraktive Ausbildungsseite bzw. auf eine Stellenanzeige.

Schritt für Schritt zur Google-AdWords-<wbr />Anzeigenkampagne: Sie erreichen Google AdWords unter adwords.google.de. Die Registrierung ist recht unkompliziert. Wenn Sie sich als Nutzer führen lassen, kommen Sie schnell an den Punkt, eine Kampagne erstellen zu können. Auch dies ist mit wenigen Klicks möglich. Machen Sie sich aber vorher Gedanken zu folgenden Fragen, die für Ihr Ausbildungsmarketing besonders wichtig sind.

  1. Region wählen: Google AdWords ist in der Lage, Anzeigen ausschließlich in bestimmten Regionen zu veröffentlichen. Das ist für Sie vorteilhaft. Geben Sie daher den Standort Ihres Unternehmens ein und entscheiden Sie, wie groß der Umkreis soll, in dem die Anzeige erscheint.
  2. Budget eingeben: Google AdWords möchte, dass Sie ein Tagesbudget eingeben, das Sie für Ihre Kampagne aufwenden wollen. Sie können das Engagement also auch nach Ihrem Geldbeutel richten. Es ist allerdings ratsam, am Anfang etwas mehr, z.B. 50 € täglich, zu investieren, um das Budget anschließend schrittweise zurückzufahren.
  3. Anzeigentext eingeben: Ihnen stehen für Ihre Anzeige eine Überschrift, 2 Textzeilen und ein Link zur Verfügung, wobei der Linktext vereinfacht werden kann. Aus dem Text muss hervorgehen, wer Sie sind und was Sie in Sachen Ausbildung bieten. Sie können hiermit einen konkreten Ausbildungsplatz bewerben (z. B. mit Verlinkung auf eine Ausbildungsplatz-<wbr />Ausschreibung) oder allgemein auf Ihr Ausbildungsengagement (z. B. mit einer Verlinkung auf Ihre Ausbildungs-Website) hinweisen. In jedem Falle sollte hinter der Verlinkung eine attraktive Seite mit aktuellen Inhalten stehen.
  4. Keywords auswählen: Passende Keywords sind für den Erfolg der Kampagne sehr wichtig. Das Wort „Ausbildung“ wird im Ausbildungsmarketing immer dabei sein. Zudem sind auch die Bezeichnungen der Ausbildungsberufe (möglichst in männlicher und weiblicher Form) als Keywords zu verwenden. Idealerweise können Sie alle Keywords im Anzeigentext unterbringen.
  5. Kampagne testen und bearbeiten: Sie können Ihre Kampagne in regelmäßigen Abständen optimieren. Die Kontostatistik gibt Ihnen Anhaltspunkte für den Erfolg der Kampagne – Veränderungen können Sie damit auf Ihre Wirkung überprüfen. Schalten Sie mehrere Anzeigen (z. B. für verschiedene Ausbildungsberufe), ist ein jeweils unterschiedlicher Aufbau empfehlenswert. Sind die Anzeigen unterschiedlich erfolgreich, gibt Ihnen das klare Anhaltspunkte, was für den Erfolg verändert werden muss.

2. Ausbildungsmarketing mit aktuellen Online Informationen rund um Ihre Ausbildung

Gerade wenn Sie Google AdWords nutzen, aber auch generell, müssen Ihre Online-Informationen über Ihre Ausbildung immer auf aktuellem Stand sein. Sollten Sie eine AdWords-Anzeige auf veraltete Inhalte verlinken, könnten Sie sich das Geld für die Kampagne eigentlich auch sparen. Auf der Landing-Page, also der Seite, auf die Sie konkret verlinken, müssen vielmehr Inhalte positioniert werden, die in Sachen Aktualität und Attraktivität bestimmte Voraussetzungen erfüllen:

  1. Es ist sofort erkennbar: Es geht um das Ausbildungsjahr 2011. Am besten wird diese Information durch die Überschrift transportiert. Z.B. „Auszubildende zum … ab 1.8.2011 gesucht“ oder einfach nur „Ausbildung 2011 bei …. – Ihre Chance“.
  2. Die Ausbildungsberufe werden zielgruppengerecht und damit leicht verständlich und attraktiv vorgestellt. Bieten Sie dabei auch O-Töne mit Auszubildenden und ggf. kleine Videosequenzen mit an. Bedenken Sie: Schüler sind noch ziemlich unbedarft und können sich den Ausbildungsalltag bislang kaum vorstellen.
  3. Bieten Sie die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Dies kann durch ein Kontaktformular erfolgen oder auch durch den Hinweis auf eine E-Mail-Adresse. Telefonische Möglichkeiten geben Sie ebenfalls an – Sie werden von potenziellen Bewerbern allerdings nur selten genutzt.
  4. Informationen rund um die Bewerbung sind unerlässlich. Das bedeutet: Klare Angabe des Bewerbungstermins, Voraussetzungen (z.B. bestimmter Schulabschluss) und Art der Bewerbung (z.B. postalisch, per E-Mail oder Kontaktformular) dürfen nicht fehlen und müssen unmissverständlich formuliert sein.

Die Vorteile von Google AdWords in Verbindung mit einer Ausbildungsseite als Landing-Page liegen in einer einfachen Handhabung bei der Erstellung von Anzeigen, der Selbstbestimmung bei der Wahl von Region und Budget und in der Möglichkeit, auf eine maßgeschneiderte Seite zu verlinken. Als Nachteile sind vor allem die steigenden Kosten bei steigenden Erfolgsaussichten und der recht hohe Zeitaufwand, welcher zur Optimierung der Kampagne notwendig ist, zu nennen.

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