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Krankheit: Wie Sie das Thema Krankmeldung in Ihrer Dienststelle jetzt rechtssicher regeln

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Arbeitsrecht Mitarbeiterfuehrung

Von Günter Stein,

Erkrankt einer Ihrer Mitarbeiter, geht der Ärger meist los: Wo muss er sich krankmelden und wann? Bei wem muss die Krankmeldung erfolgen?§ 1 Persönlicher und sachlicher Geltungsbereich§ 2 Krankmeldung§ 3 Längere Krankheit§ 4 Krankheit/Unfall während des Urlaubs§ 5 Verfahren bei Missbrauchsverdacht§ 6 Dienstantritt nach Krankheit§ 7 Laufzeit und Kündigung§ 8 Inkrafttreten

Dann meldet er sich zwar krank, aber beim Kollegen und nicht beim Vorgesetzten. Und wann muss er eigentlich einen gelben Schein bringen und wem muss er den dann geben?

Und wenn er im Ausland ist ... Klären Sie all diese Fragen mit einem Streich, indem Sie mit Ihrem Personalrat eine Dienstvereinbarung schließen und die genauen Abläufe festlegen.

 

Muster: Dienstvereinbarung zur Vornahme und Behandlung von Krankmeldungen

zwischen der Dienststellenleitung und dem Personalrat wird folgende Dienstvereinbarung hinsichtlich von Krankmeldungen durch Beschäftigte geschlossen:
Ziel dieser Dienstvereinbarung ist es, im Fall von Krankheit oder Unfall einer/-s Beschäftigten den jeweiligen dienstlichen Vorgesetzten als auch die Kollegen und Kolleginnen dieses Beschäftigten in die Lage zu versetzen, den dadurch bedingten Arbeitsausfall so problemlos und unkompliziert wie möglich aufzufangen.

§ 1 Persönlicher und sachlicher Geltungsbereich

Diese Dienstvereinbarung gilt für alle Beschäftigten der Dienststelle.

§ 2 Krankmeldung

Im Fall der krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit oder nach einem Unfall haben alle Beschäftigten ihre Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer unverzüglich ihrem jeweiligen Dienstvorgesetzten telefonisch zu melden.
Grundsätzlich hat die Krankmeldung durch den erkrankten Beschäftigten persönlich zu erfolgen. Hiervon kann nur abgesehen werden, wenn diesem Beschäftigten eine persönliche Mitteilung wegen der Krankheit oder aus sonstigen zwingenden Gründen nicht möglich ist.

§ 3 Längere Krankheit

Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als 3 Arbeitstage, ist dem Dienstvorgesetzten vom erkrankten Beschäftigten eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorzulegen. Diese wird vom Vorgesetzten an das Personaldezernat weitergeleitet. Das gleiche Verfahren gilt bei Verlängerungen der Dauer der Arbeitsunfähigkeit.

§ 4 Krankheit/Unfall während des Urlaubs

Tritt die Arbeitsunfähigkeit während des Urlaubs ein, hat der Beschäftigte dies entsprechend § 2 unverzüglich zu melden. Eine Anrechnung der durch ärztliches Attest nachgewiesenen Krankheitstage auf den Urlaub erfolgt nicht.
Eine Verlängerung des Urlaubs tritt durch die Arbeitsunfähigkeit nicht ein. Nach dem Ablauf des beantragten Urlaubs oder ansonsten nach der Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit hat sich der Beschäftigte bei seinem Dienstvorgesetzten zum Dienstantritt zu melden.
Hält sich der Beschäftigte bei Beginn der Arbeitsunfähigkeit im Ausland auf, so ist er verpflichtet, dem Arbeitgeber (und im Fall der Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung auch dieser) die Arbeitsunfähigkeit, deren voraussichtliche Dauer und die Adresse am Aufenthaltsort in der schnellstmöglichen Art der Übermittlung mitzuteilen.
Die durch die Mitteilung entstehenden Kosten trägt die Dienststelle. Seine Rückkehr ins Inland hat der Beschäftigte seinem Vorgesetzten (und der gesetzlichen Krankenversicherung) unverzüglich anzuzeigen.

§ 5 Verfahren bei Missbrauchsverdacht

Besteht im Einzelfall der begründete Verdacht einer missbräuchlichen Krankmeldung, kann das Personalreferat die Vorlage eines ärztlichen Attests bereits vom 1. Krankheitstag an verlangen.

§ 6 Dienstantritt nach Krankheit

Am 1. Arbeitstag nach der Genesung hat sich der / die Beschäftigte bei seinem Vorgesetzten zu melden. Es soll ein Krankenrückkehrgespräch geführt werden. Erörtert werden sollen der Grund der Erkrankung, die Notwendigkeit von Rehabilitationsmaßnahmen und Präventionsmaßnahmen.

§ 7 Laufzeit und Kündigung

Diese Dienstvereinbarung ist beiderseitig mit einer Frist von 3 Monaten kündbar. Nach einer Kündigung gilt sie bis zum Inkrafttreten einer entsprechenden neuen Dienstvereinbarung fort.

§ 8 Inkrafttreten

Diese Dienstvereinbarung tritt am Tage ihrer Unterzeichnung durch beide Seiten in Kraft.
...............................................................
Für die Dienststelle
...............................................................
Für den Personalrat

 

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