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Mitarbeiterführung: Auszubildende 2009 - Was bis zum Ausbildungsbeginn vorteilhaft ist

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Von Günter Stein,

Die Frage: Wir möchten in diesem Jahr die frisch eingestellten Auszubildenden nicht bis zum 1. September (Ausbildungsbeginn) unbetreut lassen. Haben Sie Tipps, wie sich die Zeit bis zum 1. September ideal „füllen“ lässt, so dass die neuen Azubis wirklich motiviert die Ausbildung antreten.

Die Antwort: Das ist eine gute Frage. Für die Antwort habe ich mir „Fremdhilfe“ bei Herrn Glania, Chefredakteur von „Berufsausbildung konkret“, einem Informationsbrief für Ausbilder, die den Tick besser ausbilden möchten als andere, geholt.

Mitarbeiterführung: Mehr freie Ausbildungsstellen als Bewerber

Hier seine Antwort: Über viele Jahre waren Bewerber in einer bittenden Position: Sie wollten eine Lehrstelle und kämpften darum. Und Sie als Ausbildungsunternehmen sondierten die Besten und gaben anschließend Ihr Okay. Von dieser Denkweise müssen sich ausbildende Unternehmen verabschieden. Es gibt viele konkurrierende Unternehmen, die genau dieselben Schulabgänger als Auszubildende einstellen wollen wie Sie. Auch bei Ihren Wettbewerbern sind die Top-Bewerber aktiv. Und die Zahlen 2008 sprechen eine eindeutige Sprache: Im vergangenen Jahr gab es erstmals wieder mehr freie Stellen als qualifizierte Bewerber! Richtig ist daher Ihre Überlegung, als Ausbildungsbetrieb schon vor der Ausbildung besser zu sein als Ihre Mitbewerber.

Mitarbeiterführung: Zeit bis zum Ausbildungsbeginn sinnvoll nutzen

Die folgenden Maßnahmen haben sich für die Zeit „Vorstellungsgespräch bis Ausbildungsbeginn“ bewährt:

Maßnahme 1: Informieren Sie im Vorstellungsgespräch umfassend (und positiv) über die Ausbildung in Ihrem Hause. Was haben Sie, das andere nicht haben? Diese Frage sollten Sie gewissenhaft klären. Als Antwort könnte auf Ihrer Habenseite stehen:

  • starke Technologieorientierung
  • gute Geschäftszahlen
  • moderne Ausbildungsberufe
  • umfassende Altersversorgung
  • überdurchschnittliche Löhne und Gehälter
  • junges und sympathisches Ausbildungsteam
  • individueller Zusatzunterricht
  • überdurchschnittliche Prüfungsergebnisse

Scheuen Sie sich nicht, für sich und Ihr Unternehmen sympathisch zu werben. Nutzen Sie das Vorstellungsgespräch, um sich attraktiv vorzustellen!

Maßnahme 2: Erzählen Sie nichts über „Karriere mit Lehre“, sondern stellen Sie konkrete Beispiele vor. Nutzen Sie die gemeinsamen Termine im Auswahlverfahren auch dazu, um die Perspektiven nach der Ausbildung überzeugend aufzuzeigen. Gewinnen Sie hierzu Referenten aus Ihrem Unternehmen, die als Person positive, lebende Beispiele darstellen. Bitten Sie darum, dass diese Kollegen den Bewerbern kurz ihren Werdegang vorstellen (natürlich angefangen bei der Ausbildung, ggf. sogar mit dem Schulabschluss) und ihren momentanen Verantwortungsbereich skizzieren. Es müssen nicht immer die ganz tollen Karrieren sein, die vorgestellt werden. In jedem Fall sollte es sich allerdings um attraktive Jobs handeln.

Maßnahme 3: Bleiben Sie in Kontakt – auch nach der Vertragsunterschrift.

Bezüglich der Vertragstreue hat sich die Moral in den letzten Jahren verschlechtert. Zu viele Verträge werden gebrochen und dienen, da keine Konsequenzen drohen, als schlechtes Vorbild. Selbst Fußball-Bundesliga-Profis unterschreiben manchmal bei mehreren Vereinen. Ausbildungsbewerber machen das zunehmend auch. Handeln Sie rechtzeitig, damit Sie am Ende nicht der Leidtragende sind. Ist die Unterschrift unter den Ausbildungsvertrag erst einmal erfolgt, dann können noch Wochen oder Monate vergehen, bis die Ausbildung beginnt. Während dieser Zeit können Sie davon ausgehen: Ihre Konkurrenz bemüht sich weiter um die besten Bewerber. Sie sollten daher den positiven Kontakt weiterpflegen, um Ihren künftigen Azubi gegen weitere Angebote immun zu machen.

Mitarbeiterführung: Anlässe für eine mögliche Kontaktpflege

Senden Sie Ihrem neuen Azubi gut aufbereitete und für die Ausbildung relevante Informationen, z. B. den Ausbildungsplan für die ersten Monate, einen Gruß und eine Kurzvorstellung der Jugend- und Auszubildendenvertretung bzw. des Betriebsrats, einen Glückwunsch zum Geburtstag, falls sich das terminlich ergibt oder einen Willkommensbrief der Geschäftsführung.

Tipp: Die Zusendung einer Mitarbeiterzeitung (falls vom Inhalt her auch für Noch-Externe geeignet) entfaltet besonders bindende Wirkung.

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