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Mitarbeiterführung: Krankschreibung auf Verlangen des Arbeitgebers?

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Arbeitsrecht Krankschreibung

Von Günter Stein,

Die Frage: Kann ein Arbeitgeber von einem kranken Mitarbeiter verlangen, dass er sich krankschreiben lässt und der Arbeit fern bleibt? Es handelt sich nicht um eine ansteckende Krankheit.

Konkret haben wir bei uns im Betrieb das Problem, dass eine Mitarbeiterin, nachdem sie aufgrund psychischer Probleme sechs Wochen krank geschrieben war, wieder am Arbeitsplatz erschien, ganz offensichtlich aber nicht in der Lage ist, ihrer Arbeit nachzukommen (was sie uns auch mitteilte). Sie möchte sich aber auch nicht krank schreiben lassen, da sie die damit verbundenen Gehaltseinbußen nicht in Kauf nehmen möchte.

Hat der Arbeitgeber ein Recht auf Krankschreibung?

Und nun? Hat der Arbeitgeber so etwas wie ein „Recht auf Krankmeldung“? Die Kollegin ist offenbar der Ansicht, dass der Arbeitsstress sie krank gemacht habe und es daher nur recht und billig sei, wenn der Arbeitgeber nun die materiellen Kosten trägt. Damit ist uns allen hier aber nicht gedient, da die Arbeit der Kollegin ja dennoch erledigt werden muss und die Abteilung nun nominell ausreichend besetzt ist. Bei meinen Versuchen, über Google eine Antwort zu erhalten, wurde ich leider nicht fündig.

Fordern Sie den Mitarbeiter auf, sich kranschreiben zu lassen

Die Antwort: Sie schreiben, dass die Arbeitnehmerin dem Arbeitgeber selbst mitgeteilt hat, dass sie ihrer Arbeitspflicht nicht mehr nachkommen kann. Wenn er dies schriftlich hat oder Zeugen für die Aussage, empfehle ich, dass der Arbeitgeber ein Schreiben aufsetzt, in dem er auf die Aussage Bezug nimmt und sie auffordert, zum Arzt zu gehen, schon allein wegen ihrer Gesundheit. Ihr Zustand kann sich ja jederzeit verschlimmern. Zudem sollte er prüfen, ob die ein Gefahrpotenzial birgt, also prüfen: Kann sie dem Unternehmen durch die Schlechtleistung schaden oder gar anderen Kollegen? Das muss ein Arbeitgeber nicht akzeptieren – und in diesem Fall kann er die Arbeitnehmerin auch heimschicken. Natürlich wird sie mit „Annahmeverzug“ drohen, also Geld wollen. Doch wer nicht richtig arbeiten kann, hat nach gängiger Rechtsauffassung seine Arbeit nicht wirklich angeboten.

Im Zweifel statt Krankschreibung eine Abmahnung ausssprechen

Parallel dazu sollte der Arbeitgeber die Arbeitnehmerin zum Personalgespräch bitten (mit einem Zeugen) und ihr klar machen, dass sie derzeit nicht arbeitsfähig ist und es so nicht weitergehen kann. Sie möge sich auskurieren. Wenn sie dem nicht nachkommt, bleibt nur, sie wegen Schlechtleistung abzumahnen und dann später auch zu kündigen.

Andere Möglichkeit: Er kann die Arbeitnehmerin natürlich auch auf einen Arbeitsplatz versetzen, dem sie noch gewachsen ist. Das ist einer mit einfachsten Arbeiten sein wird, versteht sich von selbst. Meist können Arbeitnehmer auch so zur Einsicht gezwungen werden.

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