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Mitarbeiterführung: So motivieren Sie Ihre Mitarbeiter zusätzlich

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cht Mitarbeiterfuehrung

Von Günter Stein,

Gute Mitarbeiter zu motivieren und zu halten ist eine der Hauptaufgaben von Führungskräften im internationalen War of Talents.

Dabei spielen laut Umfrageergebnissen nichtmonetäre Anreize wie herausfordernde Aufgaben, gute Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen und ein vertrauensvolles Verhältnis zu Ihnen als Chef die größte Rolle. Eine marktgerechte Bezahlung ist dabei im Sinne der 2-Faktoren-Theorie nach Frederick Herzberg ein so genannter Hygienefaktor. Das heißt: Eine angemessene Bezahlung wird von Mitarbeitern als selbstverständlich vorausgesetzt und hat keinen besonderen Motivationswert. Erst wenn die Bezahlung nicht stimmt, wirkt sie sich aus – und zwar in Richtung Demotivation, die schnell zur Kündigung führt.

Mitarbeiterführung: Zusätzliche finanzielle Anreize

In vielen Unternehmen werden Prämien für herausragende Leistungen gezahlt. Diese Art von monetärer Belohnung wird von Mitarbeitern durchaus als Motivation erlebt, ist aber mit erheblichen Mehrkosten für die Unternehmen verbunden. Es gibt noch eine weitere Möglichkeit, Ihre Mitarbeiter finanziell zu belohnen. Und das in kleinerem Rahmen und ohne die Hand des Fiskus gleich mitbedienen zu müssen. Die folgenden Tipps sind Anregungen dafür, wie Sie die Leistungen Ihrer Mitarbeiter auf unterschiedlichste Weise zusätzlich anerkennen können. Vielleicht ist auch die eine oder andere Idee dabei, die Sie selbst bei Ihren nächsten Gehaltsverhandlungen einbringen wollen. Mit den folgenden steuerfreien finanziellen Gesten können Sie die Leistungen Ihrer Mitarbeiter anerkennen und sie motivieren:

1. Steuerfreie Benzingutscheine. Das ist ein aktuelles Thema bei den momentanen Spritpreisen. Eine solche finanzielle Unterstützung kommt bei Ihren Mitarbeitern sicher besonders gut an. Denn nicht nur das teure Benzin fällt ins Gewicht, sondern auch der Wegfall der Pendlerpauschale. Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte können Ihre Mitarbeiter – zumindest zurzeit – nur noch ab dem 21. Entfernungskilometer steuerlich absetzen. Das wirkt sich für viele erheblich im Geldbeutel aus, vor allem jetzt, weil diese Regelung erst mit der Steuererklärung 2007 richtig wirksam wird.

So geht es: Im Rahmen der Sachbezugs-Freigrenze (§ 8 Abs. 2 Satz 9 Einkommensteuergesetz (EStG)) dürfen Arbeitgeber ihren Mitarbeitern zusätzlich zu ihrem Gehalt Gutscheine zukommen lassen, die steuer- und damit auch beitragsfrei sind. Allerdings: Die Freigrenze liegt bei 44 € im Monat. Und sie darf nicht um 1 Cent überschritten werden, sonst besteht sofort wieder Steuer- und Beitragspflicht. Wichtig: Wenn Ihr Mitarbeiter diese 44 €nicht ausschöpft, darf er den Restbetrag nicht auf den nächsten Monat übertragen.

Darauf müssen Sie unbedingt achten: Auf den Benzingutscheinen darf in keinem Fall ein Euro-Betrag angegeben sein. Denn dann handelt es sich nicht mehr um einen Sachgutschein, sondern um einen Wertgutschein und die Steuer- und Beitragsfreiheit ist wieder in Gefahr. Es darf also lediglich die Anzahl der Liter draufstehen, die der Mitarbeiter zu Lasten des Unternehmens tanken darf, also beispielsweise „35 Liter Dieselkraftstoff“. Hier besteht natürlich für den Arbeitgeber insofern ein Risiko, als die Kraftstoffpreise weiter in die Höhe schnellen könnten und damit die 44-€-Grenze überschritten werden würde. Dieser Gefahr können Sie vorbeugen, indem Sie, was die Literzahl anbelangt, einen Puffer für Preiserhöhungen nach oben lassen. Dann werden zwar nicht die vollen 44 € ausgeschöpft, aber steuerlich bleibt der Sachgutschein sicher unbedenklich.

Mitarbeiterführung: Zuschuss zum Kindergarten

2. Unterstützung bei der Kinderbetreuung. Arbeitgeber dürfen ihren Mitarbeitern einen steuer- und sozialversicherungsfreien Zuschuss zur Unterbringung und Betreuung ihrer Kinder einschließlich Unterkunft und Verpflegung gewähren (§ 3 Nr. 33 EStG). Eine betragsmäßige Begrenzung besteht hier nicht.

Das ist zu beachten: Die Begünstigung bezieht sich nur auf Schulkindergärten, Kindertagesstätten, Kinderkrippen, Tagesmütter, Wochenmütter und Ganztagespflegestellen. Die alleinige Betreuung im Haushalt, z. B. Durch Kinderpflegerinnen, Hausgehilfinnen oder Familienangehörige, gehört nicht dazu. Außerdem sind nur Leistungen für Unterbringung und Betreuung von nicht schulpflichtigen Kindern begünstigt. Das heißt: Die Kinder dürfen das sechste Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Wichtig: Der Zuschuss muss zweckgebunden sein, er darf also nur für die Kosten der Betreuung und Unterbringung von nicht schulpflichtigen Kindern in Einrichtungen oder bei Tagesmüttern eingesetzt und muss zusätzlich zum Gehalt ausgezahlt werden (R 21c Lohnsteuer-Richtlinien).

Der Vorteil: Das ist eine einfache und kostengünstige Möglichkeit, Mitarbeiter bei der Kinderbetreuung finanziell zu unterstützen. Und für Mitarbeiter wirkt sich dieser Zuschuss oft günstiger aus als z. B. Eine Gehaltserhöhung, die zu einem Großteil dem Finanzamt zum Opfer fällt.

Weiterer Vorteil: Unternehmen, die keine eigenen Kinderbetreuungseinrichtungen anbieten können, erhöhen dadurch die Wahrscheinlichkeit, dass Mitarbeiter nach der Elternzeit früh wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren.

Tipp: Sie können die Kinderbetreuung Ihrer Mitarbeiter auch dann finanziell unterstützen, wenn die Kinder schon im schulpflichtigen Alter sind oder zu Hause betreut werden. In diesem Fall ist der Zuschuss zwar nicht steuer- und sozialversicherungsfrei, der Arbeitgeber kann ihn aber in voller Höhe als Betriebsausgaben von der Steuer absetzen.

Mitarbeiterführung: Steuerfreie Weiterbildung

3. Statussymbole: Firmenwagen und Garage. Ein Firmenwagen ist immer dann lohnsteuerfrei, wenn der Mitarbeiter den Wagen nur für solche Fahrten nutzen darf, für die auch Reisekosten anfallen. Hat der Arbeitgeber für den Firmenwagen des Mitarbeiters eine Garage angemietet, ist diese Zuwendung steuerfrei, wenn das Abstellen des Wagens in der Garage ausschließlich im Interesse des Unternehmens erfolgt.

4. Steuerfreie Weiterbildung. Berufliche Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen sind immer dann steuerfrei, wenn die Maßnahmen im überwiegenden Interesse des Arbeitgebers durchgeführt werden und die Einsatzfähigkeit des Mitarbeiters im Unternehmen erhöhen. Die Weiterbildung muss also in Zusammenhang mit dem ausgeübten Beruf durchgeführt werden.

5. Vorbeugende Massagen und Rückentraining. Sitzen Ihre Mitarbeiter viele Stunden am PC? Dann können Sie sie mit Massagen oder einem Rückentraining beglücken. Die Übernahme der Kosten ist steuerfrei.

Voraussetzung: Die Maßnahmen dienen dazu, einer berufsbedingten Beeinträchtigung der Gesundheit vorzubeugen oder entgegenzuwirken. Außerdem müssen die Massage oder das Training im Unternehmen durchgeführt werden.

Das ist zu beachten: Der Arbeitgeber muss nachweisen, dass die Maßnahmen betrieblichen Zielen dienen, also etwa der Senkung des Krankenstands.

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