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Nicht tolerierbares Mitarbeiterverhalten: Wie Sie angemessen reagieren

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Von Günter Stein,

Auch das kommt in der Führungspraxis vor: Sie ärgern sich über einen Mitarbeiter, z. B. weil er sich völlig unmöglich benommen hat. Oder schlimmer: Sie verdächtigen ihn, eine strafrechtlich relevante Handlung begangen zu haben. So gehen Sie mit solchen heiklen Themen um:

Fallbeispiel 1:

Sie waren mit Kunden und einem Mitarbeiter am Abend bei einem Geschäftsessen, und Ihr Mitarbeiter hat zu tief ins Glas geschaut. Sein Verhalten war dementsprechend peinlich für Sie, und Sie haben sich sehr geärgert. Den Mitarbeiter noch am selben Abend anzusprechen hat aufgrund seines alkoholisierten Zustandes wenig Sinn. In der Regel ist es ohnehin besser, eine Nacht über den Vorfall zu schlafen, vor allem dann, wenn der Mitarbeiter Sie in Rage gebracht hat.

Wie Sie angemessen reagieren

Gehen Sie am nächsten Tag auf den Mitarbeiter zu, und bitten Sie ihn unter 4 Augen zu einem Gespräch in Ihr Büro. Fragen Sie den Mitarbeiter zunächst nach den Gründen für sein Verhalten.
Sehr wahrscheinlich wird der Mitarbeiter seinen übermäßigen Alkoholkonsum bereuen und sich bei Ihnen entschuldigen. Fügen Sie dennoch klare Worte hinzu, wie Sie sich die Zusammenarbeit in Zukunft vorstellen und welches Verhalten Sie auf keinen Fall mehr dulden werden. Belassen Sie es aber nicht nur bei der Kritik, sondern erwähnen Sie auch die positiven Leistungen des Mitarbeiters.
Kommunikationsbeispiel:
„Herr Siebert, ich war gestern Abend sehr enttäuscht von Ihnen. Sie haben zu viel Alkohol getrunken und sich entsprechend danebenbenommen. Können Sie mir sagen, wie es zu diesem Ausrutscher kam?“ […]
„Ich bin ansonsten mit Ihrer Leistung sehr zufrieden und gehe davon aus, dass sich dieses Verhalten nicht wiederholt. Einen 2. Vorfall dieser Art werde ich nicht mehr ohne Konsequenzen hinnehmen. Ich erwarte, dass Sie unser Unternehmen in Zukunft professionell repräsentieren!“

Fallbeispiel 2:

Aus dem Materiallager verschwinden seit einiger Zeit Gegenstände, ohne dass die Entnahme einer bestimmten Person zugeordnet werden kann. Ihre Sekretärin hat Ihnen gegenüber einen Mitarbeiter verdächtigt. Den Mitarbeiter direkt mit dem Verdacht zu konfrontieren, ist nicht möglich. Denn Sie laufen Gefahr, einen Unschuldigen falsch zu verdächtigen. Und damit riskieren Sie nicht nur, sich selbst strafbar zu machen, sondern auch Ihr Ansehen als Führungskraft bei den anderen Mitarbeitern zu verlieren.

Wie Sie angemessen reagieren

Teilen Sie Ihrem Team in einem Rundschreiben mit, dass die Bestandsliste im Materiallager Unstimmigkeiten aufweist, weil Gegenstände fehlen, die keiner Mitarbeiterentnahme zuzuordnen sind. Sprechen Sie keinen Diebstahlverdacht aus, sondern bitten Sie alle Mitarbeiter lediglich, ihre Entnahmen sorgfältig zu dokumentieren, um Fehler zu vermeiden.

Damit signalisieren Sie dem Dieb indirekt, dass seine Diebstähle aufgefallen sind und Sie bzw. die Verantwortlichen den Entnahmen im Materiallager in Zukunft mehr Aufmerksamkeit widmen werden. Oft genügt bereits dieser Weg, um die Diebstähle abzustellen.

Wenn das nicht reicht: Videoüberwachung

Wenn Sie die Vorfälle so nicht stoppen können, dürfen Sie im Materiallagerraum ein Videoüberwachungsgerät installieren. Dafür brauchen Sie aber die Zustimmung des Betriebsrats.

Was Sie auf keinen Fall tun sollten:

Einen anderen Mitarbeiter darum bitten, den Verdächtigen zu beobachten.

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