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So bringen Sie einen Experten dazu, Wissen an das Team weiterzugeben

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Arbeitsrecht Mitarbeiterfuehrung

Von Günter Stein,

Vielleicht haben Sie den ein oder anderen ausgesprochenen Experten in Ihrem Team – der in einem bestimmten Bereich enorme Erfahrung und großes Wissen angesammelt hat. Stellen Sie sich mal vor, dieser Mitarbeiter geht in Rente oder verlässt das Team oder Unternehmen. Das Wissen wäre dann mit weg. Dies sollten Sie vermeiden. Suchen Sie daher möglichst frühzeitig nach einem Weg, dieses Wissen für den Fall des Falles in Ihrem Team zu halten.

Das ist nicht so einfach, wie es vielleicht klingt. Denn zum einen hat Ihr Mitarbeiter ein mehr oder weniger großes Interesse daran, sein Wissen für sich zu behalten. Hat er es doch unter Mühen erworben – und macht es doch zu einem wichtigen Teil seinen Wettbewerbsvorteil im Team und auch auf dem internen und externen Arbeitsmarkt aus. Zum anderen beziehen sich Erfahrung und Know-how aber oft auch auf sehr spezifische Situationen und Kontexte – so dass sich hieraus keine allgemeingültigen Regeln und Rezepte ableiten lassen, die womöglich sogar schriftlich fixiert werden können.

Erfahrungsgemäß der beste Weg, um einen Wissenstransfer zu erreichen ist der, dem jeweiligen Experten einen motivierten, wissbegierigen Newcomer zur Seite zustellen – also einen jüngeren Mitarbeiter, der im Rahmen des Learning by doing von Ihrem erfahrenen Mitarbeiter lernen darf. Der Wissenstransfer passiert dann ganz automatisch, weil der Experte in dem Neuling noch keine große Konkurrenz sieht.

So setzen Sie Learning by doing um – vier Tipps:

  1. Sprechen Sie nicht von Wissenstransfer, sondern von Mentoring, wenn Sie dem Experten den jungen Kollegen an die Seite stellen. Appellieren Sie an den Stolz des Experten: „Herr Schneider, hier habe ich einen jungen Kollegen, Herrn Krause, der noch Unterstützung braucht. Könnten Sie ihm für die nächsten drei Monate als Mentor zur Seite stehen, damit er einen Einblick in die Praxis der Verhandlungen mit Kunden erhält?“
  2. Bitten Sie den Experten, dem jüngeren Mitarbeiter seine Arbeit zu zeigen, nicht zu erklären: „Nehmen Sie den jungen Kollegen mit, und lassen Sie ihn zunächst bei Ihren Verhandlungen nur einfach zuhören und beobachten.“
  3. Erst im Anschluss daran sollen die beiden über das Beobachtete sprechen: „Gehen Sie erst anschließend – wenn der Kunde nicht mehr anwesend ist – den Verhandlungsverlauf mit Herrn Krause durch.“ So überträgt sich die Expertise des Älteren auf den Jüngeren.
  4. Nachdem der Newcomer genug gesehen und gelernt hat, geben Sie ihm die Möglichkeit, mit seinem neuen Wissen zu experimentieren – möglichst weiterhin unter der Anleitung des erfahrenen Experten. Der Vorteil: Der Experte muss sein Wissen nicht in Worte kleiden, sondern darf es stolz vor einem Jüngeren vorführen – viele werden dies erfahrungsgemäß gern tun, weil sie sich geschätzt fühlen und in dem Jüngeren keinen Wettbewerber sehen. Der Newcomer kann Wissen durch Beobachten, Problemlösen und Experimentieren gewinnen – die effektivste Form des Lernens. Und Sie selbst erhalten Ihrem Team das Know-how Ihrer besten Mitarbeiter.

Tipp : Wie bei eigentlich allem, geht es auch hierbei stets um ein Geben und Nehmen. Nur wenn der Experte für sich einen Nutzen sieht – Anerkennung oder auch etwa versprochene Unterstützung durch einen weiteren Mitarbeiter –, wird er sein Wissen bereitwillig teilen.

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