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So coachen Sie einen Mitarbeiter, der mit einer persönlichen Schwäche kämpft

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Von Günter Stein,

Der Mitarbeiter, der seine eigentlich möglichen Leistungen durch persönliche Schwächen selbst torpediert, braucht ...

 

  • ... von Ihnen die klare Botschaft, dass es so nicht mehr weitergehen darf. Der Mitarbeiter muss einsehen, dass Sie im Interesse des Unternehmens Leistungsmängel nicht dulden.
  • ... von Ihnen Unterstützung, Förderung, Anregung und bei Bedarf auch heilsamen Druck. Der Mitarbeiter darf sich darauf verlassen, dass Sie nicht gegen, sondern mit ihm am Problem arbeiten.
  • ... aus sich selbst heraus die Disziplin, sein Verhalten zu ändern, bequeme Gewohnheiten aufzugeben, auf Ausreden zu verzichten, neues Verhalten zu trainieren. Der Mitarbeiter muss akzeptieren, dass von ihm Selbstüberwindung gefordert ist.
  • ... je nach der Art der persönlichen Schwäche konkrete Hinweise zur Veränderung, begleitendes Coaching, Schulung, Anleitung von Erfahrenen etc.

Bei einem Mitarbeiter mit Leistungsmängeln wegen persönlicher Schwächen können Sie hierbei wie folgt vorgehen:

Schritt 1: Klares Feedback und Änderungsforderung

Freundlich, aber auch sehr bestimmt sagen Sie dem Mitarbeiter, was nicht in Ordnung ist und was Sie von ihm an Verbesserung erwarten.

Schritt 2: Aufforderung zur Mitarbeit

Fordern Sie den Mitarbeiter auf, sich nun selbst zu überlegen, was ihm helfen würde, die Schwäche zu überwinden. Geben Sie dafür ein paar Tage Bedenkzeit. Verlangen Sie, dass der Mitarbeiter zum nächsten Termin mit konkreten Vorschlägen kommt.
Der Mitarbeiter sollte Ihre Entschlossenheit spüren, die persönliche Schwäche nicht mehr weiter zu tolerieren. Er erkennt, dass es sein Auftrag ist, sein Problem in den Griff zu bekommen. Wahrscheinlich wird er sich bei Kollegen Rat holen oder auch beklagen. Das kann nur gut sein! Er wird dann hören, dass diese es genauso sehen wie Sie.

Schritt 3: Gemeinsamer Weg durch Coaching

Beim nächsten Gespräch soll der Mitarbeiter Ihnen sagen, was ihm helfen könnte. Auch Sie haben sich für ihn Gedanken gemacht. Beraten Sie gemeinsam einen Weg, die Schwäche zu beseitigen oder zu mildern.

Beispiele:

  • Die detailverliebte Programmiererin bekommt ein individuelles Training von einem Zeitmanager. Dieser sitzt 2-mal einen ganzen Tag mit am Rechner. Er unterweist sie in einem Verfahren zum „Takten“ der eigenen Zeit. Zwischen den beiden Coaching-Terminen trainiert sie sich selbst.
  • Dem chaotischen Verkäufer wird ein Teamkollege zur Seite gestellt. Unter dessen „Aufsicht“ (nicht Mitarbeit!) wird im ersten Schritt der Arbeitsplatz aufgeräumt. Danach bringt der Kollege ihm die konsequente Arbeit nach System bei. Dieser Kollege bleibt so lange sein Coach, bis er Unterlagen und Termine beherrscht.
  • Die „zu nette“ und damit zu ausführliche Beraterin wird einige Male von ihrer Chefin unter einem Vorwand für die Kunden bei Besuchen begleitet. Die Chefin mischt sich nicht in die Beratung ein. Im Anschluss findet eine „Bordsteinkonferenz“ statt. Die Chefin gibt gezieltes Feedback, wo die Beratung zu ausführlich war, an welchen Stellen hätte gestrafft werden können und wie man bei gesprächigen Kunden taktvoll aus der „Plauderfalle“ herauskommt.
  • Mit der konfliktscheuen Controllerin macht der Chef Rollenspiele. Er kennt die „hartleibigen“ Kollegen und ihre Ausreden, warum sie es leider nicht schaffen, die Zahlen rechtzeitig zu liefern. Zunächst spielt der Chef selbst die Controllerin. Sie soll die Kollegen spielen, um aus deren Sicht zu erleben, was überzeugend wirkt und was nicht. Danach übt sie mit ihm, wie sie sich durch feste Sprache und selbstbewusstes Auftreten Respekt verschaffen kann, ohne dabei in Streit zu geraten.

Schritt 4: Motivation durch positives Verstärken

Erwarten Sie keine Wunder! Rechnen Sie lieber in erster Zeit mit Rückschlägen. Niemand kann ein über Jahre oder Jahrzehnte aufgebautes Fehlverhalten mal eben auf Grund von besserer Einsicht und „ein wenig“ Training vollständig umstellen. Ihr Mitarbeiter wird das Neue mühsam verinnerlichen und immer wieder neu den „inneren Schweinehund“ überwinden. Machen Sie Mut! Geben Sie positives Feedback, wenn Sie das Bemühen sehen, auch dann, wenn es noch nicht gelingt. Loben Sie, was schon besser ist als vorher.

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