Gratis-Download

Erfahren Sie hier, wie Sie Mitarbeitergespräche als Führungsinstrument sinnvoll und effizient einsetzen und welche klaren Gesprächsstrukturen bei...

Jetzt downloaden

So gehen Sie bei Langschläfern rechtssicher vor

0 Beurteilungen
Arbeitsrecht Abmahnung und Mitarbeiterführung durc

Von Günter Stein,

Langschläfer werden Sie in fast allen Betrieben erleben. Aber: Unpünktliches Erscheinen am Arbeitsplatz stellt ein arbeitsvertragswidriges Verhalten Ihres Mitarbeiters dar. Reagieren Sie auf dieses Fehlverhalten nicht, ist der Betriebsfrieden über kurz oder lang gestört. Die Arbeit, die der Kollege „Langschläfer“ nicht erledigt, muss von den Arbeitskollegen übernommen werden. Damit wächst aber die Unzufriedenheit Ihrer Mitarbeiter, wenn ein Einzelner sein Schlafbedürfnis auf Kosten der anderen auslebt.Wichtig:

Der notorische Langschläfer

Hans H. kommt in den letzten Wochen regelmäßig 10 bis 15 Minuten zu spät. Obwohl offizieller Arbeitsbeginn um 8 Uhr ist, hält er sich nicht an diese Vorgabe.

Folge: Hier wird es Zeit zu reagieren. Machen Sie ihm in einem Personalgespräch klar, dass Sie dieses Verhalten nicht akzeptieren. Anschließend sollten Sie eine Ermahnung aussprechen. Bei der nächsten unentschuldigten Wiederholung ist die Abmahnung das richtige Mittel.

Was viele Langschläfer vergessen: Eine wiederholte Unpünktlichkeit am Arbeitsplatz ist eine erhebliche Verletzung der Arbeitspflicht, die nach vorheriger Abmahnung eine verhaltensbedingte Kündigung rechtfertigt (Bundesarbeitsgericht (BAG), Urteil vom 13.03.1987, Aktenzeichen: 7 AZR 601/85).

Gehen Sie in folgenden Schritten gegen solche hartnäckigen Langschläfer vor:

1. Schritt: Sichern Sie alle Beweise. Jeder einzelne Verspätungsfall muss genau mit Datum, Uhrzeit, Dauer der Verspätung sowie Aussagen etwaiger Zeugen belegt werden.

2. Schritt: Führen Sie ein Personalgespräch. Sprechen Sie den Mitarbeiter an, und klären Sie, warum er regelmäßig zu spät am Arbeitsplatz erscheint. Ihr Mitarbeiter soll Ihnen die Gründe der Verspätungen mitteilen. Machen Sie ihm klar, dass er seine arbeitsvertraglichen Pflichten verletzt oder gegen eine konkrete Arbeitsordnung, etwa um 8 Uhr ist Arbeitsbeginn, verstoßen hat.

3. Schritt: Beim nächsten verspäteten Erscheinen am Arbeitsplatz ist wieder sofort ein Personalgespräch zu führen. Machen Sie Ihrem Mitarbeiter unmissverständlich klar, dass er gegen den Arbeitsvertrag verstoßen hat und dass Sie nicht bereit sind, dieses Fehlverhalten zu tolerieren. Weisen Sie ihn beispielsweise auch darauf hin, dass er gegen Ihre Betriebsordnung verstoßen hat und dadurch bedingt die betrieblichen Abläufe gestört wurden.

Auch bei einer langjährigen Betriebszugehörigkeit kann dieses Fehlverhalten nicht hingenommen werden. Eine Ermahnung ist hier aus Gründen der Dokumentation das richtige Mittel.

4. Schritt: Kommt es wiederum zu gleich gelagerten Verstößen, ist es jetzt Zeit für eine Abmahnung. Auch eine langjährige, beanstandungsfreie Tätigkeit schützt Ihren Mitarbeiter jetzt nicht mehr.

Wichtig:

Es kommt auf den jeweiligen Einzelfall an. In hartnäckigen Fällen folgt nach wiederholter Abmahnung eine ordentliche verhaltensbedingte Kündigung. Hier kommt es auf die konkreten Umstände des Einzelfalls an, wobei im Rahmen der Interessenabwägung auch die Interessen Ihres Mitarbeiters besonders zu beachten sind. Die Kündigung darf auch hier immer nur Ihr allerletztes Mittel sein.

Erfolgreiche Mitarbeiterführung

Lernen Sie die wichtigsten Führungsgeheimnisse für erfolgreiche Vorgesetzte kennen und bekommen Sie zufriedene Mitarbeiter.

Datenschutz

Anzeige

Gratis Downloads
28 Beurteilungen
7 Beurteilungen
13 Beurteilungen
Produktempfehlungen

Umfassend über die neuesten Entwicklungen im Personalbereich informiert

Der persönliche 15-Minuten-Coach für erfolgreiche Führungskräfte, Chefs und Vorgesetzte.

Auf alle Personalfragen rechtssichere und sofort umsetzbare Antworten

Stark in der Region: Aktuelle Entwicklungen und Empfehlungen für Personalentscheider

Das praxisnahe und kompetente Nachschlagewerk für Ihren erfolgreichen Einsatz von Excel

Sichern Sie sich jetzt Ihr gutes Recht als Arbeitgeber