Gratis-Download

Erfahren Sie hier, wie Sie Mitarbeitergespräche als Führungsinstrument sinnvoll und effizient einsetzen und welche klaren Gesprächsstrukturen bei...

Jetzt downloaden

So gibt es keine Probleme mit dem schriftlichen Ausbildungsnachweis

0 Beurteilungen
Ausbildung Ausbildungsnachweis

Von Günter Stein,

Der schriftliche Ausbildungsnachweis gibt immer wieder Anlass zu Streitigkeiten zwischen Ausbilder und Auszubildendem. Existiert eigentlich eine Pflicht, den Nachweis zu führen? Wie weit geht Ihre Kontrollpflicht? Und was kann passieren, wenn eine der beiden Parteien ihren Aufgaben nicht nachkommt? Hier finden Sie Antworten.

Was früher das „Berichtsheft“ war, heißt heute „schriftlicher Ausbildungsnachweis“. Mit der Begriffsänderung zur Reform des Berufsbildungsgesetzes in 2005 wollte man zum Ausdruck bringen, dass das Berichtsheft heute auch elektronisch, also am PC, geführt werden kann (vgl. Kasten unten).

Die Pflichten Ihres Auszubildenden bezüglich des Ausbildungsnachweises

Eine Pflicht des Auszubildenden, den schriftlichen Ausbildungsnachweis zu führen, geht aus dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) nur indirekt hervor. So heißt es in § 5 Abs. 2 Nr. 7, dass der Azubi den Ausbildungsnachweis dann zu führen hat, wenn die Ausbildungsordnung dies vorsieht. Sie können davon ausgehen, dass die Pflicht zum Führen eines Ausbildungsnachweises in der Regel besteht. Wenn Sie sicher gehen wollen, dann werfen Sie einen Blick in die Ausbildungsordnung des entsprechenden Ausbildungsberufs.

Tipp: Selbst wenn die Ausbildungsordnung keinen Ausbildungsnachweis vorsieht, können Sie als Ausbildender vom Azubi das Führen eines solchen Nachweises verlangen. Sie müssen es aber nicht.

Azubi muss Ausbildungsnachweis führen, ...Azubi muss keinen Nachweis führen ...
... wenn die Ausbildungsordnung das vorsieht.... wenn das weder in der Ausbildungsordnung noch von Ihnen verlangt wird.
... oder wenn Sie es als Ausbildender von ihm verlangen.

Fest steht: Sieht die Ausbildungsordnung einen Ausbildungsnachweis vor oder Sie als Ausbildungsbetrieb bestehen darauf, dann wird der Nachweis zum festen Bestandteil des Ausbildungsverhältnisses. Damit sind dann nicht nur für den Azubi, sondern auch für Sie Pflichten verbunden (s. unter Punkt II).

Ohne Ausbildungsnachweis keine Prüfung

Es kommt immer wieder vor, dass Auszubildende ihrer Pflicht zur Führung eines Ausbildungsnachweises nicht in ausreichendem Maße nachkommen. Das kann für die Azubis fatale Folgen haben. Denn das BBiG ist bei den Zulassungsbedingungen zur Abschlussprüfung eindeutig:

  1. Eintrag der Ausbildung in das Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse
  2. Teilnahme an der Zwischenprüfung (falls vorgesehen)
  3. Zurücklegung der Ausbildungszeit und
  4. Führung des Ausbildungsnachweises

Viel zu häufig werden Auszubildende von Ihrer Vorlagepflicht des Ausbildungsnachweises zur Anmeldung bei der Abschlussprüfung überrascht. Die Konsequenz: In wenigen Wochen oder sogar Tagen werden jahrelange Versäumnisse nachgeholt. Dabei ist es weniger ein Problem, dass sie diesen Kraftakt nicht bewerkstelligen könnten. In der Regel klappt das nämlich irgendwie. Vielmehr sind damit zwei gravierende Nachteile verbunden, die sich auf die Ausbildungs- und Prüfungsleistungen auswirken:

Warum der Ausbildungsnachweis nicht in letzter Sekunde geschrieben werden sollte

Nachteil 1: In der entscheidenden Phase der Prüfungsvorbereitung muss der Azubi Zeit und Energie dafür verwenden, seinen Ausbildungsnachweis nachträglich zu erstellen. Damit kann er sich nicht mehr optimal auf die Prüfung vorbereiten. Das kostet ihn möglicherweise wichtige Punkte beim Prüfungsergebnis.

Nachteil 2: Während der Ausbildungszeit haben der Azubi – und Sie! – die Chance ungenutzt gelassen, das Erreichen seiner Etappenziele zu überprüfen. Der Ausbildungsnachweis ist nämlich ein hervorragendes Instrument, um festzustellen, ob alle Inhalte tatsächlich vermittelt, verstanden und in Fähigkeiten umgesetzt wurden.

Lassen Sie es nicht so weit kommen. Letztlich ist der Aufwand, den Ausbildungsnachweis zu führen, nicht sonderlich groß, wenn dies regelmäßig getan wird. In der Regel reichen die letzten 5-10 Minuten eines Ausbildungstages oder die letzten 30 Minuten innerhalb einer Woche.

Erfolgreiche Mitarbeiterführung

Lernen Sie die wichtigsten Führungsgeheimnisse für erfolgreiche Vorgesetzte kennen und bekommen Sie zufriedene Mitarbeiter.

Datenschutz

Anzeige

Gratis Downloads
28 Beurteilungen
7 Beurteilungen
13 Beurteilungen
Produktempfehlungen

Umfassend über die neuesten Entwicklungen im Personalbereich informiert

Der persönliche 15-Minuten-Coach für erfolgreiche Führungskräfte, Chefs und Vorgesetzte.

Auf alle Personalfragen rechtssichere und sofort umsetzbare Antworten

Stark in der Region: Aktuelle Entwicklungen und Empfehlungen für Personalentscheider

Das praxisnahe und kompetente Nachschlagewerk für Ihren erfolgreichen Einsatz von Excel

Sichern Sie sich jetzt Ihr gutes Recht als Arbeitgeber