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Erfahren Sie hier, wie Sie Mitarbeitergespräche als Führungsinstrument sinnvoll und effizient einsetzen und welche klaren Gesprächsstrukturen bei...

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So steigern Sie Ihren Führungserfolg durch eine klare „Chefsprache“

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Chefsprache Mitarbeiterführung

Von Günter Stein,

Eine wirkungsvolle „Chefsprache“ zeichnet sich vor allem durch die Merkmale „kurz“, „klar“, „ruhig“, „fordernd“, „höflich“ und „erklärend“ aus. Denn nur eine knappe Sprache mit klaren Worten wirkt selbstbewusst, glaubwürdig und fest.Die Gründe:

„Chefsprache“ ist die Sprache derer, die „das Sagen haben“ und dafür sorgen, dass ihre Worte gehört werden. Dies ist jedoch nicht der Fall,

  • wenn Sie als Führungskraft weitschweifig reden („Herr Müller, wir haben im Führungsteam vereinbart, dass ab sofort die Kundenanfragen schriftlich erfasst werden sollen. Und da kam der Vorschlag vom Vertrieb, dass in allen Abteilungen, die mit Kunden zu tun haben, die neue Doku-Software eingesetzt wird. Das bedeutet für Sie natürlich Mehraufwand. Ich weiß ja, dass Sie ohnehin schon ...“),
  • mittels Andeutungen und versteckten Appellen agieren („Frau Wagner, das Protokoll müsste ich schon am 4. des Monats haben. Wäre gut, wenn es die Kollegen vorher schon mal auf ihre Punkte hin verifiziert haben“),
  • Bitten aussprechen, die bei Widerstand in Befehle umschlagen („Herr Jonas, wären Sie wohl so nett, die Zahlen fürs Controlling fertig zu machen?“ „Keine Zeit!“ „Bitte, die haben schon 2-mal nachgefragt.“ „Tut mir leid, heute geht es nicht mehr.“ „Ach kommen Sie! Was soll ich denen denn sagen?“ „Morgen, vielleicht.“ „Gut, wenn Sie es nicht anders wollen, dann ist das jetzt eine Dienstanweisung! Haben wir uns jetzt verstanden?!“),
  • Erklärungen von sich geben, die sich wie Rechtfertigungen anhören („Herr Markert, bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich dieses Projekt an Frau Gruber geben musste. Ich weiß, dass Sie es gerne übernommen hätten, aber Frau Gruber ...“).

Chefsprache: Keine Führungsrolle bei Unsicherheit

Das Problem: Diese Art, mit den Mitarbeitern zu reden, fordert Widerreden, Abwehr, Bockigkeiten und vorsätzliches Überhören von Anweisungen förmlich heraus. Instinktiv entscheiden die Empfänger solcher Botschaften: „Von dem lasse ich mir gar nichts sagen.“

Die Gründe:

Vorgesetzte, die weitschweifige oder gar rechtfertigende Erklärungen abgeben, wirken auf Mitarbeiter instinktiv unglaubwürdig und unsicher. Der Volksmund benennt das Phänomen mit Formulierungen wie: „Der redet sich raus“, „Der redet sich um Kopf und Kragen“ oder „Der versteckt sich hinter Geschwafel“.

Aus Andeutungen, versteckten Appellen und Bitten lesen Mitarbeiter hingegen Unsicherheit in der Führungsrolle heraus, denn offenkundig „traut sich der Chef nicht“, Forderungen zu stellen. Oder wie der Volksmund sagt: „Er redet um den heißen Brei herum.“

Effektive Chefsprache durch Prägnanz

Eine wirkungsvolle „Chefsprache“ zeichnet sich daher vor allem durch die Merkmale „kurz“, „klar“, „ruhig“, „fordernd“, „höflich“ und „erklärend“ aus. Denn nur eine knappe Sprache mit klaren Worten wirkt selbstbewusst, glaubwürdig und fest. Und nur so drückt sich positive Autorität aus. Oder wie der Volksmund sagt: „Ein Mann (natürlich auch: eine Frau), ein Wort.“

Übersicht: Beispielhafte Chefsprache

Anweisung „Frau Schnittker, machen Sie bitte den Bericht bis Montag fertig. Ich werde ihn mit ins Meeting nehmen.“
Delegation „Herr Tronde, ich habe jetzt meine Planung für den Messeauftritt gemacht. Ihnen möchte ich die Verantwortung für die Logistik übertragen. Das bedeutet für Sie (...).“
Verkündung einer unpopulären Entscheidung „Frau Strobel, es tut mir leid, Ihnen sagen zu müssen, dass Ihr Vertrag nicht verlängert werden kann. Für diese Entscheidung waren 2 Gründe ausschlaggebend: (...).“
Kritisches Feedback „Herr Lorenz, ich möchte Ihnen Feedback zu Ihrer Präsentation geben. Pluspunkte, das wissen Sie selbst, brachte die gute Darstellung von (…). Ich will Ihnen allerdings auch sagen, dass ich nicht zufrieden bin mit (...). In Zukunft erwarte ich von Ihnen (...).“

Tipp: Üben Sie immer wieder für sich, kurz, klar und höflich fordernd zu formulieren. Überlegen Sie sich dafür anhand konkreter Vorgänge in Ihrem Führungsbereich, wie Sie beispielsweise

  • bestimmte Mitarbeiter ermahnen, ihre Termine einzuhalten,
  • eine unerfüllbare Bitte abschlagen,
  • einen Mitarbeiter auffordern, eine ungeliebte Aufgabe zu übernehmen.

Fazit:

Verwenden Sie „Chefsprache“ dann, wenn Sie bewusst in Ihrer Funktion als Vorgesetzter wahrgenommen werden wollen, der „das Sagen“ hat. Tauschen Sie sich hingegen in einem unverbindlichen Gespräch mit Ihren Teammitgliedern aus, ist die „Chefsprache“ fehl am Platz; ebenso wenn Sie als Experte mit Ihren Mitarbeitern fachsimpeln, Ideen austauschen, über Problemen grübeln und an Lösungen tüfteln.

Übrigens:

Klare Ansagen, das zeigen verschiedene Studien, wirken auf Mitarbeiter motivierender als „unklare“. Denn wenn jemand nicht weiß, was zu tun ist, und welchen Beitrag sie oder er dazu leistet, schleicht sich Unsicherheit ein – und auch Unzufriedenheit. „Chefsprache“ ist also alles andere als negativ.

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