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Sucht am Arbeitsplatz – richtig mit Problem-Mitarbeitern umgehen

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Von Arno Schrader,

Die Frage: Wir haben mal wieder einen Problemfall. Wann können wir wegen einer Alkoholsucht kündigen?

Die Antwort: Das ist in aller Regel nicht ohne weiteres möglich. Es liegt bei einer Sucht ein nicht steuerbares Verhalten vor. Oder einfach ausgedrückt: Sie müssen eine personenbedingte Kündigung und keine verhaltensbedingte aussprechen.
Klar ist aber auch: Alkohol hat am Arbeitsplatz nichts zu suchen. Trotzdem passiert es immer wieder, dass Arbeitnehmer alkoholisiert zur Arbeit erscheinen.
Hier ein Beispielfall, der die Problematik praxisnah verdeutlicht: Ein alkoholabhängiger Arbeitnehmer und sein Arbeitgeber hatten eine Therapie vereinbart. Trotzdem wurde der Arbeitnehmer zweimal rückfällig. Deshalb kündigte der Arbeitgeber, woraufhin der Arbeitnehmer Kündigungsschutzklage erhob.

Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg zeigte in seinem Urteil die 3 Voraussetzungen auf, unter denen eine krankheitsbedingte Kündigung geprüft wird. Denn, wie gesagt, bei einer Alkoholsucht handelt es sich um eine Krankheit und nicht um ein falsches Verhalten des Arbeitnehmers. Es sagte, dass

  • eine negative Prognose hinsichtlich des Gesundheitszustandes vorliegen muss,
  • erhebliche Beeinträchtigungen der betrieblichen Interessen vorzuliegen haben und
  • die Interessenabwägung zu Lasten des Arbeitnehmers auszufallen hat.

Hier fehlte es an erheblichen Beeinträchtigungen der betrieblichen Interessen. Trotz der Alkoholabhängigkeit hatte der Arbeitnehmer nicht längere Zeit am Arbeitsplatz gefehlt. Deshalb war die Kündigung nicht rechtmäßig (Urteil vom 05.09.2012, Az.: 15 Sa 911/12).
Also: Die Trennung von einem solchen Problem-Mitarbeiter ist möglich, wenn auch nicht ganz einfach. Die Kündigung bedarf einer guten Vorbereitung. Und: Handelt es sich bei dem Alkoholkonsum nicht um eine Sucht, reichen in der Regel 2 Abmahnungen. Dann kann der Arbeitgeber kündigen.

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