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Verlangen Sie den Gelben Schein bei Krankschreibung doch einmal eher

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Arbeitsrecht Krankschreibung

Von Günter Stein,

Die Frage: Einer meiner Mitarbeiter ist leider häufiger krank. Mal ist es 1 Tag, mal sind es 2 Tage, jedenfalls sind es in der Regel Kurzerkrankungen. Deshalb bekomme ich einen Gelben Schein auch nie zu Gesicht.Wichtiger Hinweis:

Was kann ich tun?

Was Sie bei häufiger Kurzerkankung als Arbeitgeber machen können

Die Antwort: Die Lösung finden Sie in § 5 des Entgeltfortzahlungsgesetzes. Ein Arbeitnehmer ist verpflichtet, dem Arbeitgeber seine Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer unverzüglich mitzuteilen. Erst am 4. Tag muss er eine ärztliche Bescheinigung vorlegen. Im Gesetzeswortlaut heißt es nämlich, dass eine solche Bescheinigung dann vorzulegen ist, wenn die Arbeitsunfähigkeit länger als 3 Kalendertage dauert. Aber jetzt die gute Nachricht: Sie sind berechtigt, die Vorlage der ärztlichen Bescheinigung früher zu verlangen.

Anfordern der Krankschreibung bereits ab dem ersten Tag rechtens

Wichtiger Hinweis: Eine solche Verpflichtung ist häufig bereits in Tarifverträgen oder im Arbeitsvertrag festgelegt. Falls das nicht so ist, können Sie die ärztliche Bescheinigung nach dem Gesetz bereits am 1. Tag anfordern.

Tipp: Machen Sie von diesem Recht nur sparsam Gebrauch! Es ist selten, dass ein Arzt einen Arbeitnehmer nur für 1 Tag krankschreibt. Häufig werden dann gleich 2 bis 3 Tage oder noch länger daraus.

Wie Ihnen der Medizinische Dienst der Krankenkassen helfen kann

Weiterhin hilft Ihnen auch § 275 SGB V: der Medizinische Dienst der Krankenkassen. Die gesetzlichen Krankenkassen sind unter bestimmten Voraussetzungen verpflichtet, eine gutachterliche Stellungnahme des Medizinischen Dienstes einzuholen. Das ist dann der Fall, wenn Zweifel an einer Arbeitsunfähigkeit bestehen. Schon nach dem Gesetz ist dies anzunehmen, wenn der Arbeitnehmer auffällig häufig oder auffällig häufig nur für kurze Dauer arbeitsunfähig ist. Besonders kritisch wird es für den Arbeitnehmer, wenn diese Arbeitsunfähigkeit öfter auf einen Arbeitstag am Beginn oder Ende einer Woche fällt. Sie haben in diesen Fällen sogar einen Anspruch, eine Prüfung durch den medizinischen Dienst der Krankenkassen zu verlangen! Kommt dann dabei heraus, dass tatsächlich keine Arbeitsunfähigkeit vorliegt, mahnen Sie Ihren Arbeitnehmer vor Ausspruch einer Kündigung in aller Regel ab.

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