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Wann und wie Sie im Vorstellungsgespräch nach Krankheiten fragen dürfen

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Von Günter Stein,

Bei Behinderungen ist eine Benachteiligung nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz verboten. Bei einer „bloßen Erkrankung“ aber nicht. Das heißt:

Prinzipiell dürfen Sie Bewerber deshalb ablehnen, weil diese an einer Krankheit leiden und Ihnen deshalb nicht geeignet erscheinen. Allerdings unterscheiden sich Krankheiten von Behinderungen mitunter nur durch die voraussichtliche Dauerhaftigkeit der Beeinträchtigung. Und diese Unterscheidung ist wichtig. Denn:

Als Arbeitgeber dürfen Sie Stellenbewerber bei der Einstellung nicht wegen einer Behinderung benachteiligen. Das heißt: Die Behinderung darf nicht das Motiv der Ablehnung des Bewerbers sein. Eine Behinderung ist dabei jede Einschränkung, die auf physische, geistige oder psychische Beeinträchtigung zurückzuführen ist und mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als 6 Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweicht.

Der Haken:

Fragen Sie im Bewerbungsgespräch gezielt nach bestimmten Krankheiten, kann ohne weiteres der Eindruck entstehen, Sie würden „durch die Blume“ nach einer bestehenden Behinderung fragen und Ihre Einstellungsentscheidung letztlich doch anhand dieses Diskriminierungsmerkmals treffen.

Um das Risiko einer AGG-Klage zu vermeiden, sollten Sie daher in Vorstellungsgesprächen und Personalfragebögen auf Fragen nach Krankheiten verzichten. Es sei denn, eine der folgenden Ausnahmen greift:

Denn in bestimmten Fällen sind Bewerber verpflichtet, krankheitsbedingte Umstände ungefragt offenzulegen, z. B. wenn

  • eine krankheitsbedingte Verhinderung an der Erbringung der Arbeitspflicht bereits zu Beginn des Arbeitsverhältnisses besteht (z. B. Alkoholabhängigkeit eines Kraftfahrers);
  • eine ansteckende Krankheit vorliegt, die der Durchführung des Arbeitsverhältnisses rechtlich oder tatsächlich entgegensteht (z. B. wegen Ansteckungsgefahr);
  • eine Erkrankung besteht, die offenkundig zur dauerhaft fehlenden Eignung für die Beschäftigung führt (z. B. Mehlstauballergie eines Bäckers).

Wenn Sie solche Gründe anführen, ist die Frage nach bestehenden Krankheiten (oder Allergien) erlaubt.

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