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Warum Soziale Netzwerke für die Ausbildung immer bedeutender werden

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Ausbildung Soziale Netzwerke

Von Günter Stein,

Das Internet hat die Welt verändert. Für das interaktive Internet, das so genannte Web 2.0, gilt dies erst recht. Betroffen sind auch betriebliche Prozesse, insbesondere in den Bereichen Personal und Marketing. Das wirkt sich natürlich auch auf das Personalmarketing aus – und in besonderem Maße auf das Ausbildungsmarketing.

Der Wind hat sich mittlerweile komplett gedreht. Immer weniger Bewerber bemühen sich um einen Ausbildungsplatz. Die Gesamtzahl der Schulabgänger nimmt drastisch ab, und gute Schüler mit Hochschulreife streben häufig (und vermehrt) ein Studium an. Da der Bewerbermarkt deutlich kleiner wird, bemühen sich auch die Hochschulen intensiver um Abiturienten und Absolventen mit Fachhochschulreife. Der Anteil der Schulabgänger, die eine Studienberechtigung haben, dürfte in den Jahren 2011 bis 2020 recht konstant bei 33% bis 37% liegen.

Zahl der potenziellen Auszubildenden sinkt immer weiter

Auch die Gesamtzahl der Schulabgänger ist zuverlässig prognostizierbar. Auf der Basis von Zahlen des Statistischen Bundesamtes, der Kultusministerkonferenz und des Bundesinstituts für Berufsbildung lässt sich zwischen 2005 und 2020 eine deutliche Abwärtsbewegung erkennen.

  Schulabgänger 2005 Schulabgänger 2020 +/- Mit Hochschulreife 2005 Mit Hochschulreife 2020 +/-
Alte Bundesländer 731.621 633.287 -13,4% 554.729 420.729 -24,2
„Neue“ Ländern inkl. Berlin 207.658 122.208 -41,1% 148.707 80.328 -46,0
Bundesweit 939.279 755.495 -19,6% 703.436 501.057 -28,8%

Quellen: Statistisches Bundesamtes, Kultusministerkonferenz, Bundesinstitut für Berufsbildung

Die Tabelle zeigt:

  1. Die Anzahl potenzieller Bewerber nimmt zwischen 2005 und 2020 deutlich ab.
  2. In den „neuen“ Bundesländern fällt der Rückgang besonders gravierend aus.
  3. Der Rückgang an Schulabgängern mit Hochschulreife ist überdurchschnittlich stark.

Es lohnt sich allerdings, noch etwas genauer hinzuschauen. Denn: Während sich der Bewerberrückgang in den neuen Ländern vor allem in den letzten Jahren vollzogen hat, geht es in den alten Bundesländern jetzt erst richtig los.

Weniger Schulabgänger führen zu einem Fachkräftemangel

Zwei weitere Schlüsse können aus den Zahlen gezogen werden:

  1. Der Ausbildungsmarkt im Osten ist in den letzten Jahren bewerberseitig eingebrochen. Die Anzahl der Schulabgänger hat sich halbiert. In den nächsten Jahren kommt es kaum zu einer Erholung, so dass es schwierig bleibt, Ausbildungsplätze adäquat zu besetzen.
  2. Der Ausbildungsmarkt im Westen zeigt im Moment eine uneinheitliche Entwicklung. In einigen Branchen und Regionen ist ein Azubi-Mangel bereits deutlich zu spüren, in anderen nicht. Ab dem Jahr 2013 werden die Bewerberzahlen insgesamt kontinuierlich und deutlich zurückgehen.

Die Folge dieser Entwicklung ist ein Fachkräftemangel, der sich bereits heute zeigt und sich in den kommenden Jahren deutlich ausweiten wird. Diesem Fachkräftemangel kann vor allem die Qualifikation von bislang ungelernten Kräften entgegengesetzt werden. Unternehmen, die auf Aus- und Weiterbildung setzen und die zudem in der Lage sind, als attraktiver Arbeitgeber ihre Fachkräfte zu halten, werden die Folgen am wenigsten spüren. Ganz sicher kommt daher der Gewinnung von Auszubildenden eine Schlüsselfunktion zu. Für Sie als Ausbildungsverantwortlichen bedeutet dies eine große Verantwortung, die weit über Ihr ureigenstes Fachgebiet hinausgeht. Sie werden sich an Ihrer Aufgabe, für qualifizierten, betrieblichen Nachwuchs zu sorgen, in Zukunft stärker denn je messen lassen müssen. Dabei stehen Sie im Wettbewerb mit anderen Ausbildungsunternehmen, die ebenfalls versuchen, mit Maßnahmen des Ausbildungsmarketings zu punkten und die besten Schüler in ihr Haus zu locken. Die Qualität des Ausbildungsmarketings wird darüber entschieden, welche Unternehmen das Rennen machen und welche auf der Strecke bleiben.

Ausbildungsmarketing 1.0 oder Ausbildungsmarketing 2.0?

Den meisten Ausbildungsbetrieben ist mittlerweile klar: Einfach auf Bewerbungen zu warten, kann keine Lösung sein. Mit Stellenanzeigen und Aushängen allein ist es auch nicht getan. Es ist viel mehr erforderlich, einen aktiven Schritt auf die Schüler zuzugehen. Auch wenn es noch immer ungewohnt klingt: Bewerben Sie sich als Ausbildungsbetrieb bei Ihren potenziellen Bewerbern.

Ausbildungsmarketing 1.0: Folgende klassische Maßnahmen haben sich dabei bewährt:

  • Engagement auf Ausbildungsmessen
  • Veranstaltung eines Tags der offenen Tür
  • Aktive Pressearbeit, mit der Sie Ihre Ausbildungserfolge kommunizieren
  • Unternehmenspräsentationen in der Schule und auf Elternabenden

Eine Auswertung des Bundesinstituts für Berufsbildung hat gezeigt: Wer solche Maßnahmen ergreift, hat deutlich bessere Chancen, alle Ausbildungsplätze zu besetzen als ein Unternehmen, das kein aktives Ausbildungsmarketing betreibt.


Ausbildungsmarketing 2.0: Ein aktiver Schritt in Richtung der potenziellen Bewerber kann aber auch ganz anders aussehen: beispielsweise mit einer (ersten) Begegnung im Internet. Die Interaktivität des Web 2.0 bietet hier zahlreiche Möglichkeiten, die Sie zusätzlich nutzen sollten. Schließlich sollte man Azubis vor allem dort finden, wo sie sich aufhalten. Und das ist nun mal das Web 2.0.

Nach Angaben der JIM-Studie 2009 nutzen 90% der Jugendlichen das Internet täglich bzw. mehrmals pro Woche. Im Jahr 2008 waren es noch 84%, im Jahr zuvor 77%. Dies zeigt die ungebrochen rasante Entwicklung. Schwerpunkte sind dabei Kommunikation (Chats, Blogs, Communities) und Suchmaschinen. Das Web 2.0 übt gerade auf junge Menschen eine große Faszination aus: SchülerVZ, Facebook & Co sind in der Folge boomende Web 2.0-Unternehmen geworden. Erfolgreiche Ausbildungsunternehmen mischen sich genau hier ein und setzen auch auf Ausbildungsmarketing 2.0.

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