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Mediation

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Das Prinzip der Mediation beruht darauf, dass die Beteiligten selbst eine Lösung finden, bei der keine Seite das Gesicht verliert und sich beide als Gewinner fühlen können.

Der Gang zum Arbeitsgericht ist für Unternehmen nicht nur zeitraubend, sondern vor allen Dingen teuer: So dauert heute ein Arbeitsgerichtsverfahren auf Grund der Überlastung unserer Gerichte in der 1. Instanz oft bereits 3 bis 4 Jahre. Über diesen Zeitraum verbringen verantwortliche Mitarbeiter der Personal- oder Rechtsabteilung nicht nur viel Zeit „bei Gericht“, sondern es entstehen dem Unternehmen darüber hinaus Kosten für Sachverständige und natürlich für den Prozess selbst. Eine schnelle, preisgünstige und auch nachhaltig wirkungsvolle Alternative ist die Mediation. Der Begriff, hergeleitet aus dem Lateinischen, steht für Vermittlung. Diese übernimmt ein neutraler Schiedsrichter, der aus dem eigenen Unternehmen stammen kann oder als externer Mediator verpflichtet wird. Mit etwas Glück und Geschick dauert ein solches Schlichtungsgespräch nur wenige Stunden.

Bei einer erfolgreichen Mediation gibt es keine Verlierer

Das Prinzip der Mediation beruht darauf, dass die Beteiligten selbst eine Lösung finden, bei der keine Seite das Gesicht verliert und sich beide als Gewinner fühlen können (Win-win-Situation). Der Mediator verfolgt keine eigenen Interessen und ist neutral. Er darf keine bestimmte Lösung vorschlagen. Auch die Geschäftsführung darf keine Vorgaben zur Mediation machen. Der Ausgang des Verfahrens ist von Anfang an offen.

Eine professionelle Mediation löst auch schwierige Konflikte

In einem Konflikt, bei dem sich die Positionen verhärtet und die Streithähne ineinander verbissen haben, besteht die Kunst des Mediators darin, den Zugang zu den Interessen zu finden, die hinter den Standpunkten verborgen liegen.

Beispiel: Ein Unternehmen bietet einer langjährigen Chefsekretärin an, in die Altersteilzeit zu wechseln. Die Abteilung soll mit einer anderen zusammengelegt und eine Sekretärinnenstelle eingespart werden. Die 59-jährige Mitarbeiterin befürchtet, dass sie mit unerwartet verminderten Bezügen und einer ebenfalls geringeren Rente auskommen muss. Die Position der Mitarbeiterin ist unverrückbar. Sie droht mit einer Klage am Arbeitsgericht. Auch die Position des Arbeitgebers steht fest: Eine Stelle soll gestrichen werden, um Kosten zu senken.

Mediation deckt die wahren Ängste auf

Der Mediator lud beide Parteien zum Gespräch am runden Tisch ein. Schnell traten die Interessen der Konfliktparteien zu Tage: Die Sekretärin fürchtete darum, die letzte Rate ihrer Eigentumswohnung nicht mehr abzahlen zu können, und vermisste eine Wertschätzung ihrer geleisteten Arbeit. Die Unternehmensführung versprach sich durch die Zusammenlegung der beiden Abteilungen neue Synergien für ein künftiges Geschäftsfeld. Nach nur 5 Stunden einigten sich beide Parteien auf ein Kompromiss-Paket: Die Sekretärin erhielt ein Altersteilzeitmodell, mit dem sie nach und nach ihre Arbeitszeit im Unternehmen reduzieren konnte, und willigte ein , als „Springerin“ im Unternehmen eingesetzt zu werden. So konnte sie ihr Gesicht wahren. Die Gehaltseinbußen waren niedriger als von ihr befürchtet. Die Unternehmensführung setzte die Zusammenlegung beider Abteilungen um und richtete diese durch eine interne Umstrukturierung noch deutlicher auf das künftige Geschäftsziel aus.

Mediation im Arbeitsrecht

Gerade bei arbeitsrechtlichen Konflikten wie Zielvereinbarungen, Mobbing oder Urlaubsplanungen, aber auch internen Querelen um ein geöffnetes Fenster oder das Gerangel um Kompetenzen eignet sich die Mediation. Bewährt hat sich die Methode allerdings auch bei Konflikten zwischen Betriebsrat und Unternehmensführung. Möchte beispielsweise ein Unternehmen großzügige Boni-Regelungen auf Grund schlechter Geschäftslage zurücknehmen und der Betriebsrat verteidigt die alten Besitzstände, so kann ein Mediator vermitteln und eine Lösung erarbeiten, die den Interessen aller Beteiligten gerecht wird.

Übersicht: Diese Kosten können Sie durch Mediation sparen

Direkte Kosten für Sozialpläne (5.000 - 10.000 g pro Mitarbeiter)

  • Ansprüche auf Nachteilsausgleich
  • Kosten für Betriebsberater
  • Kosten für Rechtsanwälte
  • Prozesskosten

Indirekte Kosten

  • Bindung von Arbeitszeit
  • Verminderte Arbeitsmotivation
  • Planungsunsicherheit
  • Verlust an Unternehmenskultur

Mediation ist bei arbeitsrechtlichen Streitigkeiten besonders geeignet. Daher ist es sinnvoll, Mediationen in Arbeitsverträgen zu verankern. So kann beispielsweise in einer Klausel festgehalten werden, dass der Weg in einem Streitfall zunächst zum runden Tisch und nicht in den Gerichtssaal führt. Legen Sie in der Klausel fest, welches Mediationsverfahren Sie anwenden wollen.

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