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Demotivation erkennen und aktiv gegensteuern: So geht's

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Demotivation kommt oft schleichend
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Demotivation kommt oft schleichend. Je früher Sie Symptome bei sich oder – wenn Sie in einer Führungsposition sind – bei Ihren Mitarbeitern entdecken, und gegensteuern, desto besser. Tipps erhalten Sie hier.

Demotivation kommt oft schleichend. Je früher Sie Symptome bei sich oder – wenn Sie in einer Führungsposition sind – bei Ihren Mitarbeitern entdecken, und gegensteuern, desto besser. Im Idealfall lassen Sie es gar nicht erst so weit kommen, sondern erhalten den Zustand des Motiviertseins.

Warum treten Menschen auf die Leistungsbremse?

Menschen sind in der Regel von sich aus motiviert und wollen Leistung bringen. Sie arbeiten nicht nur, weil sie so das Geld verdienen, das sie zum Leben brauchen, sondern weil es ihnen Spaß macht und ihr Leben mit Sinn und Struktur erfüllt. Den Beweis dazu liefert der Gallup Engagement Index. Das Forscher-Team stellt in jedem Jahr die Frage: „Angenommen, Sie würden so viel Geld erben, dass Sie nicht mehr zu arbeiten bräuchten, würden Sie Ihrer Arbeit weiterhin oder nicht mehr nachgehen?“ Diese Frage beantworten 70 % mit „weiterhin arbeiten“.

Vielleicht haben Sie sich selbst auch schon dabei beobachtet, wie Sie phasenweise mit angezogener Handbremse im Job unterwegs waren? Was war der Grund?

Häufig liegt’s am Chef

Sehr häufig liegt es am Verhalten des direkten Vorgesetzten, wenn Menschen unmotiviert bei der Arbeit sind und ihre Leistung zurückschrauben. Unmotivierten Mitarbeitern fehlen in ihrem Arbeitsalltag eigentlich ganz simple Dinge:

  • Wertschätzung,
  • individuelle Förderung und
  • Feedback für ihre Leistung.

Woran liegt es, dass Chefs hier so versagen? Wie geht es Ihnen selbst mit Ihrem Vorgesetzten? Und wie oft loben Sie Ihre Mitarbeiter?

Zum Chef wird man nicht ausgebildet. Führungskräfte kommen in diese Position in der Regel aufgrund ihrer Fachkompetenz und benötigen nun auch Fähigkeiten, die unter dem Oberbegriff „Soft Skills“ – so genannten weichen Fähigkeiten – zusammengefasst werden.

Viele Führungskräfte haben jedoch nie gelernt, wie sie diese einfachen Dinge im Alltag umsetzen können. Dazu gehören Fähigkeiten wie:

  • zu kommunizieren,
  • zu loben,
  • Konflikte zu lösen,
  • Ziele verständlich zu machen,
  • für ein angenehmes Betriebsklimazu sorgen und
  • Mitarbeiter ihren Fähigkeiten entsprechend zu entwickeln.

Dabei ist es eigentlich gar nicht so schwer, motivierend zu wirken. Fragt man motivierte Mitarbeiter, was sie am meisten motiviert, rücken 3 Punkte ins Licht:

  1. Vorgesetzte, die oft loben und Anerkennung für gute Leistung zeigen,
  2. Vorgesetzte, die an der Meinung ihrer Mitarbeiter interessiert sind,
  3. Vorgesetzte, die sich für den Mitarbeiter als Menschen interessieren.

Aber es gibt noch einen 4. Punkt: Eine Arbeit, die passt. Das heißt: Menschen sind auch dann motiviert, wenn sie gebraucht und gefordert werden, sie sich wohlfühlen und gute Leistungen erbringen.

Denken Sie an Ihren persönlichen Flow. Den können Sie nur erleben, wenn Sie am richtigen Platz arbeiten. Geschieht dies nicht, führt dieses Missverhältnis zwischen den eigenen Fähigkeiten und den gebotenen Herausforderungen zur Demotivation.

6 Motivationsfehler, die Sie vermeiden sollten

Wie entstehen Motivationstiefs? Oft sind es nur scheinbare Kleinigkeiten im Führungsverhalten, die die Mitarbeiter als demotivierend erleben. Es kann ein achtlos gesprochener Satz des Vorgesetzten sein oder eine unterlassene Handlung im Trubel des Tagesgeschäfts. Meiden Sie daher folgende Motivationsfehler:

1. Unklare Kommunikation demotiviert

Oftmals ist Desinformation der Grund für Demotivation und schließlich die innere Kündigung. Vorgesetzte sprechen Veränderungen nicht offen an oder bedenken nicht die Auswirkungen auf ihre Mitarbeiter. Informieren Sie daher Ihre Mitarbeiter offen und umfassend über Veränderungen und deren Auswirkungen.

2. Missachtete Veränderungswünsche demotivieren

Wenn Mitarbeiter das Gefühl haben, ihre Wünsche nach Veränderung und Entwicklung fallen bei ihrem Vorgesetzten nicht auf fruchtbaren Boden, trauen Sie sich nicht über Wünsche und auch enttäuschte Erwartungen zu sprechen. Dem beugen Sie vor, indem Sie ein positives Klima für Veränderungen schaffen, in dem Mitarbeiter sich trauen, Wünsche zu äußern.

3. Ungelöste Teamkonflikte demotivieren

Ungelöste Teamkonflikte demotivieren das gesamte Team. Viele Führungskräfte ignorieren Störer im Team zu lange und verzichten aus Angst vor Motivationsverlust bei einem Einzelnen auf Kritik. Gleichzeitig merken sie nicht, dass sie mit dem Gewährenlassen eines Störers oder Drückebergers alle anderen Teammitglieder frustrieren. Nehmen Sie also Beschwerden über das Teamklima grundsätzlich ernst. Und lösen Sie Konflikte frühzeitig, anstatt sie herunterzuspielen.

4. Enttäuschte Erwartungen demotivieren

Wenn berechtigte Erwartungen nicht erfüllt werden und die Entscheidung hierüber nicht transparent gemacht wird, wirkt dies demotivierend – auch auf das ganze Team.

5. Illoyales Verhalten demotiviert

Vielen Führungskräften ist nicht bewusst, dass sie ihre eigene Autorität bei den Mitarbeitern untergraben, wenn sie sich vor ihnen über mangelnde Unterstützung der eigenen Vorgesetzten beklagen. Die Folge: Frust bei den Mitarbeitern.

6. Mitarbeiter im Stich lassen demotiviert

Fehlende Unterstützung demotiviert. Wenn der eigene Vorgesetzte einen ins kalte Wasser springen lässt und dann nicht wieder hinaus hilft, fühlen sich Mitarbeiter zu Recht im Stich gelassen.

Vielen Führungskräften ist nicht bewusst, wie sensibel einzelne Mitarbeiter darauf reagieren, wenn sie oder ihre Arbeitsergebnisse von Dritten kritisiert werden. Wenn der eigene Vorgesetzte sich nicht schützend vor sie stellt, verlieren sie das Vertrauen und haben keine Lust mehr, sich für seine Ziele einzusetzen.

Ganz besonders demotivierend ist es, wenn ein Mitarbeiter erlebt, ganz allein für ein Teamergebnis einstehen zu müssen, das nicht gut bei den Entscheidern ankommt.

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