Gratis-Download

Erfahren Sie hier, wie Sie Mitarbeitergespräche als Führungsinstrument sinnvoll und effizient einsetzen und welche klaren Gesprächsstrukturen bei...

Jetzt downloaden

Einfach effektiver arbeiten – durch intrinsische Motivation

0 Beurteilungen
Intrinsisch: Selbstbestimmt und in sich selbst ruhend
© p!xel 66 - Fotolia.com

Erstellt:

Sind Sie eher intrinsisch oder extrinsisch motiviert? Dabei geht es um die grundsätzliche Frage, was uns motiviert: Was uns dazu bringt, uns in Bewegung zu setzen.

Bei der Frage nach dem richtigen, typgerechten Zeitmanagement spielt folgende Unterscheidung eine wichtige Rolle: Ob Sie eher intrinsisch oder eher extrinsisch motiviert sind. Dabei geht es um die grundsätzliche Frage, was uns motiviert: Was uns dazu bringt, uns in Bewegung zu setzen.

Die Einteilung in die Kategorien intrinsisch und extrinsisch der beiden Psychologen Edward L. Deci und Richard M. Ryan von der amerikanischen Universität Rochester sieht so aus:

Intrinsisch: Selbstbestimmt und in sich selbst ruhend

  • Intrinsisch motivierte Verhaltensweisen gelten als Prototyp selbstbestimmten Verhaltens. Das Handeln stimmt mit der eigenen Auffassung, eigenen Werten und Vorstellungen überein. Man ist bestrebt, eine Sache voll und ganz zu beherrschen.
  • Intrinsische Motivation beinhaltet Neugier, Spontanität, Exploration und Interesse an den unmittelbaren Gegebenheiten der Umwelt.
  • Intrinsisch motivierte Handlungen sind interessenbestimmt und benötigen keine externen Anstöße wie beispielsweise Versprechungen oder Drohungen. Interessant: Diese Motivation nimmt allerdings ab, wenn man Versuchspersonen extrinsische Belohnungen wie etwa Geld oder Auszeichnungen für eine ursprünglich intrinsische Aktivität anbietet.


Das heißt: Wenn Sie intrinsisch motiviert sind, hören Sie zuerst auf Ihre inneren Signale und wägen diese dann gegen die Wünsche, Anforderungen und Bedürfnisse anderer ab. Sie tun sich leicht damit, sich Ziele zu setzen und diese zu verfolgen. Sie haben klare Prioritäten und können ohne Zögern dort, wo es notwendig und sinnvoll ist, Nein sagen.

Extrinsisch: Von den Erwartungen anderer dirigiert

  • Extrinsisch motivierte Verhaltensweisen treten in der Regel nicht spontan auf. Sie werden vielmehr durch Aufforderungen in Gang gesetzt, deren Befolgung Anerkennung erwarten lässt, oder die auf andere Weise instrumentelle Funktion besitzen, wie Ranglisten oder Noten.
  • Handlungen, die durchgeführt werden, um positive Konsequenzen zu erreichen (oder negativen Konsequenzen zu entgehen), zielen auf Sicherheit und Anerkennung in unserer Gesellschaft.
  • Extrinsische Motivatoren, die in den Handlungsablauf einer eigentlich intrinsisch motivierten Tätigkeit eingeführt werden, unterminieren das Gefühl der Selbstbestimmung.

Das heißt: Wenn Sie extrinsisch motiviert sind, reagieren Sie eher auf das, was andere von Ihnen erwarten und wie Sie es Ihnen recht machen können – als auf das, was Ihnen Ihre innere Stimme sagt. Es fällt Ihnen schwer, Nein zu sagen und konsequent eigene Ziele zu verfolgen, sofern diese nicht von anderen unterstützt werden.

Wie wirkt sich Ihre Orientierung im Alltag aus?

Sie können wahrscheinlich beobachten, wie sich ein extrinsisch motivierter Mensch von den vielschichtigen Forderungen und Bedürfnissen seiner Umwelt regelrecht eingeschnürt fühlen kann und buchstäblich keine Zeit mehr für sich selbst hat: Seine eigene Freude und Entspannung, Gesundheit, Weiterentwicklung und generell Lebensqualität stehen immer an 2. Stelle.

Wenn Sie dagegen intrinsisch motiviert sind, wird es Ihnen leichter fallen, Grenzen zu ziehen und sich auf Ihre eigenen Bedürfnisse und Interessen zu konzentrieren – und vernünftig abzuwägen, welchen Bitten und Bedürfnissen von anderer Seite entsprochen werden sollte. Sie brauchen für Ihre Arbeit deutlich weniger Kraft, weil Sie sie motiviert angehen.

Wenn Sie etwas für sich selbst tun, sind Sie viel angenehmer für Ihre Mitmenschen

Paradox in diesem Zusammenhang ist: Je besser Sie Ihr eigenes Leben im Gleichgewicht haben und für sich selbst sorgen, umso mehr Kraft haben Sie, anderen zu helfen. Und umso angenehmer sind Sie als Zeitgenosse: gut gelaunt, in sich ruhend, zufrieden, gelassen, humorvoll, erfüllt.

Wenn Sie dagegen Ihre eigenen Bedürfnisse vernachlässigen und bis zum Umfallen arbeiten, Urlaub, Feierabend und Erholung zurückstellen, keine Zeit für Sport und gesunde Ernährung haben, keine Ruhe für Spaß und Ausgelassenheit haben, dann sind Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit ein übermüdeter, überarbeiteter, wenig entspannter Zeitgenosse, der für andere keine wirkliche Freude ist. Die Gefahr: Sie verschwenden Ihre Zeit für die falschen Dinge, begehen gehetzt und in Zeitnot unnötige Fehler, haben keine Energie für notwenige Innovationen und schaffen ein Reizklima, das einer guten Zusammenarbeit mit anderen abträglich ist.

Wenn Sie also feststellen, dass Sie ein bisschen zu viel extrinsische Motivation in Ihrem Leben haben, versuchen Sie doch einmal gezielt, auf mehr Selbstbestimmtheit umzustellen: Achten Sie bei Ihrer Zeiteinteilung darauf, sich selbst genügend Freiraum zu lassen. Hören Sie bei Ihrer Zielsetzung auf Ihre Bedürfnisse. Achten Sie bei Ihrer Aufgabenplanung auf Ihre eigenen, selbst gesetzten Prioritäten. Verbringen Sie Zeit mit Freunden und Ihrer Familie, um Ihre Batterien aufzuladen. Seien Sie neugierig. Seien Sie selbstbewusst!

Mehr Selbstbestimmung für Ihr Zeitmanagement: 3 simplify-Tipps

1. Setzen Sie eigene Prioritäten
Je voller unser Arbeitsalltag ist und je dichter Termin auf Termin folgt, umso mehr tendieren wir dazu, Aufgaben nach Dringlichkeit und nicht nach Wichtigkeit in Angriff zu nehmen. Damit geben wir allerdings Kontrolle ab, weil das Dringende fast immer fremdbestimmt ist: Ein anderer hat entschieden, dass er etwas von Ihnen braucht, und zwar am besten schon vorgestern. Bisweilen sind wir auch selbst schuld, wenn wir nämlich wichtige Aufgaben so lange aufschieben, bis sie dringlich geworden sind.

So oder so: Stress ensteht, wenn Sie Aufgaben nicht nach selbst gesetzten Prioritäten, sondern „gegen die Uhr“ erledigen müssen. Machen Sie sich diesen Zusammenhang klar, und wehren Sie sich gegen die Vereinnahmung des Dringlichen:

  • Planen Sie Ihre Aufgaben schriftlich – immer!
  • Planen Sie realistisch, um sich nicht selbst unter Druck zu setzen.
  • Machen Sie sich abends bewusst, was Sie alles erreicht haben. Denn gerade in Stressphasen haben wir oft den Eindruck, eigentlich „nichts“ geschafft zu haben.

2. Verfolgen Sie Ihre persönlichen Ziele
Voraussetzung für das Prioritätensetzen ist auch, dass Sie wissen, wohin Sie wollen, beruflich wie privat. Was sind Ihre persönlichen Ziele? Ziele helfen Ihnen dabei, Ihre Zeit und Energien zu fokussieren und die Kontrolle zu haben über das, was Ihren Tag füllt – also: selbstbestimmt zu leben.

Beim Zielesetzen geht es jedoch nicht nur um außergewöhnliche Vorhaben („Ich möchte mal 1 Jahr in Australien leben“) oder klassische Leistungsziele („In 1 Jahr möchte ich die Abteilung leiten“). Die Motivation und Energie, die Ihnen Ziele schenken, sollten Sie sich auch für scheinbar offensichtliche oder alltägliche Wünsche und Vorhaben zunutze machen.

Nehmen Sie beispielsweise das Ziel „Ich möchte meinen Arbeitsplatz sichern“: Sobald Sie dieses Vorhaben als persönliches Ziel formulieren und schriftlich festhalten, entfaltet es eine eigene Kraft: Sie wissen nun, wofür Sie lästige C-Aufgaben erledigen (nämlich nicht für den Chef, sondern für Ihr Ziel). Und warum Sie das neue Projekt gestartet haben. Und wofür Sie morgens aufstehen.

3. Sagen Sie selbstbewusst NEIN
Ein großer Energieräuber und Stressproduzent ist auch das vorschnelle Jasagen. Jede noch so präzise Planung wird dadurch hinfällig. Und: Selten fühlen wir uns so fremdbestimmt, wie wenn wir an einer Aufgabe sitzen müssen, die wir eigentlich hätten ablehnen wollen und können. Die mit keinem unserer Ziele übereinstimmt.

Falls Sie zu den Leuten gehören, die nicht Nein sagen können, sollten Sie sich hier eine Strategie zurechtlegen, um die Kontrolle über Ihre Zeit zurückzugewinnen. Die meisten ungewollten Zusagen rutschen Ihnen wahrscheinlich spontan heraus – sozusagen als Reflex auf den bittenden Blick Ihres Gegenübers. Solchen Reflexen mit kühlem Verstand zu widerstehen, ist gerade am Anfang nicht ganz einfach.

Am besten schützen Sie sich vor solchen Überrumpelungen, indem Sie es sich zur Regel machen, nie sofort, sondern erst nach einer Bedenkzeit zu antworten. Und diese Bedenkzeit sollten Sie sich möglichst nicht vor den Augen des anderen nehmen, sondern allein und in Ruhe. So können Sie beispielsweise antworten:

  • „Das kann ich im Moment nicht sagen, da muss ich erst meine Termine überprüfen. Rufen Sie mich doch in einer halben Stunde noch mal an; dann weiß ich mehr.“
  • „So kann ich das nicht entscheiden, dazu müsste ich die Unterlagen sehen. Schicken Sie mir die doch zu.“

Auch für die Fälle, in denen Sie höflich, aber bestimmt direkt absagen können, sollten Sie sich eine Formulierung zurechtlegen:

  • „Oh, tut mir leid, diese Woche sehe ich da gar keine Chance, ich stecke bis über beide Ohren in Arbeit.“
  • „Das klingt interessant – aber diese Woche/diesen Monat werde ich dafür leider keine Zeit haben.“
Erfolgreiche Mitarbeiterführung

Lernen Sie die wichtigsten Führungsgeheimnisse für erfolgreiche Vorgesetzte kennen und bekommen Sie zufriedene Mitarbeiter.

Datenschutz

Anzeige

Gratis Downloads
28 Beurteilungen
7 Beurteilungen
13 Beurteilungen
Produktempfehlungen

Umfassend über die neuesten Entwicklungen im Personalbereich informiert

Der persönliche 15-Minuten-Coach für erfolgreiche Führungskräfte, Chefs und Vorgesetzte.

Auf alle Personalfragen rechtssichere und sofort umsetzbare Antworten

Stark in der Region: Aktuelle Entwicklungen und Empfehlungen für Personalentscheider

Das praxisnahe und kompetente Nachschlagewerk für Ihren erfolgreichen Einsatz von Excel

Sichern Sie sich jetzt Ihr gutes Recht als Arbeitgeber