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Selbstmotivation: Optimale Leistung im Zustand des Flow

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Konzentriertes Arbeiten im Flow
© nyul - Fotolia.com

Erstellt:

Der amerikanische Motivationsforscher Mihaly Csikszentmihalyi hat Menschen beobachtet, die herausragende Leistungen scheinbar mühelos erbringen. Erfahren Sie hier, was es mit diesem Zustand des „Flow“ auf sich hat ...

Flow: Eins sein mit dem, was wir gerade tun

Der amerikanische Motivationsforscher Mihaly Csikszentmihalyi, ehemals Direktor am Life Research Center Claremont Graduate University in Kalifornien, hat Menschen beobachtet, die in ihrer Freizeit Schach spielen, klettern oder Extremsport betreiben und dabei herausragende Leistungen scheinbar mühelos erbringen.

Eine Erklärung dafür fand er in dem Zustand des Fließens, der von ihm „Flow“ genannt wurde. Es ist die Erfahrung, dass wir ganz eins mit dem sind, was wir gerade tun: Wir vergessen Raum und Zeit und sind vollständig absorbiert von der Tätigkeit, die uns gerade beschäftigt.

Diesen Flow beobachtete Csikszentmihalyi auch im Arbeitsleben. Immer dann, wenn Anforderungen auf der einen Seite und Fähigkeiten – beziehungsweise Interessen – auf der anderen Seite in einer Balance sind, dann sind wir im Flow. Die Arbeit geht uns leicht von der Hand. Wir haben Spaß und bringen gute Ergebnisse. Flow, der fließende Zustand des Leicht-von-der-Hand-Gehens, entsteht nur,

  • wenn uns Aufgaben herausfordern, aber nicht überfordern,
  • wenn die Tätigkeit unser Interesse weckt und nicht langweilt.

 

 

Auf die optimale Balance kommt es an

Sind die Anforderungen zu hoch oder ist die Tätigkeit zu langweilig, entsteht kein Flow. So wirkt Unterforderung zunächst beunruhigend. Unterschreitet die abgefragte Leistung zu sehr die eigenen Fähigkeiten, entsteht sogar Stress. Dasselbe passiert bei Überforderung: Liegt die abgefragte Leistung weit über dem eigenen Können, ruft das ebenfalls Stress hervor.

Optimale Leistung erbringen wir nur, wenn Können und Herausforderung in optimaler Balance sind. Wäre es nicht wunderbar, alle könnten in diesem Flow-Zustand arbeiten, die Arbeit mit Leichtigkeit und trotzdem gut erledigen und dabei auch noch Spaß haben?

Kennen Sie den Flow? Haben Sie schon einmal den Flow-Zustand erlebt? Nein? Dann beobachten Sie sich in den nächsten Wochen einmal genau und notieren Sie Situationen, in denen die Zeit wie im Flug verging – das kann bei der Arbeit, aber auch bei Ihrem Hobby oder bei Aktivitäten mit der Familie sein. Mit der Zeit werden Sie erkennen, was genau Sie brauchen, um in Ihren Fluss zu kommen.

Warum Motivation wichtig ist

Wenn Sie Ihre eigene Motivation steigern, können Sie Ihre Leistung erhöhen und Sie sind gleichzeitig zufriedener mit Ihrem Job.

Dasselbe geschieht, wenn Sie für Mitarbeiter verantwortlich sind. Wenn es Ihnen gelingt, richtig zu motivieren, werden Ihre Mitarbeiter zur Höchstform auflaufen und sich die Ergebnisse der gesamten Gruppe entscheidend verbessern.

Davon profitieren dann auch Sie als Führungskraft. Sie erreichen so Ihre eigenen Ziele, Ihr Team glänzt mit herausragenden Ergebnissen, die auf Sie zurückstrahlen, und Sie schaffen ein angenehmes Teamklima.

Unternehmen brauchen motivierte Mitarbeiter

Motivierte Mitarbeiter machen den Grad des Erfolgs von Unternehmen aus: Überall dort, wo Menschen noch nicht optimal motiviert sind, schlummert bisher ungenutztes Potenzial. Dies gilt es, durch effiziente Motivationsförderung zu nutzen.

Nur wer selbst motiviert ist, kann andere motivieren. Deshalb gilt: Ganz gleich, ob Sie schon Mitarbeiter führen oder eine Führungsposition anstreben: Wollen Sie andere zu mehr Leistung bewegen, müssen Sie sich zuerst selbst bewegen. Machen Sie sich die 3 wesentlichen Merkmale der Motivation bewusst – für sich selbst und für Ihr Unternehmen:

1. Motivierte Menschen sind neugierig und wollen Neues lernen.

Wer motiviert ist, ist bereit, sich neues Wissen anzueignen. Denn motivierte Menschen wissen, dass es gut und für sie selbst bereichernd ist, sich in einer Welt des Wandels weiterzubilden und Veränderungen aktiv mitzugestalten.

2. Motivierte Menschen nutzen ihr Wissen und ihr Know-how effizient.

Wer motiviert ist, bringt sein Wissen und Know-how zielgerichtet und auf das Ergebnis konzentriert ein. Motivierte Menschen identifizieren sich mit den Zielen und Visionen des Unternehmens und handeln loyal. Sie bringen sich und ihre Fähigkeiten gerne zum Wohl des Unternehmens und des Teams ein.

3. Motivierte Menschen teilen ihr Wissen mit anderen.

Wissensmanagement lässt sich organisieren, gelebt wird es aber durch Menschen, die über ihre eigenen Wissensgebiete hinaus denken und ihre Erkenntnisse mit anderen teilen. Die typischen Querdenker sind nicht nur Ideengeber, sondern auch Anreger und Vorbild.

Eine hohe Motivation steigert den Unternehmenserfolg

Das so genannte Human-Kapital stellt vor allem in den Industrieländern die wesentliche Ressource dar. Dort, wo Unternehmen Wettbewerbsvorsprünge vor allem durch effiziente Dienstleistung, Wissensmanagement sowie Innovation und Forschung erzielen, stellen Menschen den größten Wert dar.

Qualifizierte Mitarbeiter, die motiviert sind und ihre Fähigkeiten auch komplett abrufen, sind ein großer Schatz für jedes Unternehmen. Das lässt sich an konkreten Zahlen ablesen: Unternehmen mit einem hohen Grad an Motivation haben

  • 49 % weniger Arbeitsunfälle,
  • ein um 60 % geringeres Fehleraufkommen bzw. weniger Qualitätsmängel,
  • 37 % weniger Fehltage und
  • 49 % weniger Fluktuation.

Und auf der Wachstumsseite sorgt ein hoher Grad an Motivation unter den Beschäftigten für

  • 12 % höhere Kundenzufriedenheit,
  • 18 % höhere Produktivität und
  • 16 % höhere Profitabilität. (Quelle: Gallup Engagement Index 2009)

Kein Unternehmen kann es sich leisten, das Potenzial Motivation ungenutzt zu lassen.

Hätten Sie’s gewusst: Motivations-Potenziale, die nicht ausgeschöpft werden, führen in der deutschen Wirtschaft zu erheblichen Verlusten. Auf 100 Mrd. € pro Jahr summieren sich laut einer Umfrage der Unternehmensberatung Gallup die volkswirtschaftlichen Kosten durch Mitarbeiter, die nicht mehr motiviert sind.

Woran erkennt man unmotivierte Mitarbeiter?

  • Die Fehlquote bei Mitarbeitern, die bereits innerlich gekündigt haben, ist mehr als doppelt so hoch wie bei engagierten Mitarbeitern (8 Tage statt 4 Tage).
  • Kunden beschweren sich häufiger über unmotivierte Mitarbeiter.
  • Wenig motivierte Mitarbeiter bringen zu wenig eigene Ideen ein.

Dem Unternehmen fehlen gute Vorschläge zur Verbesserung von Abläufen und der Generierung von Neugeschäften. Der Münchener Motivationsforscher Prof. Dr. Dieter Frey geht davon aus, dass Menschen an ihren Arbeitsplätzen mindestens 10 bis 20 Verbesserungsideen im Kopf haben. Aber die wenigsten sprechen sie aus, oder bringen sie zu Papier. Der Grund: Sie werden nicht gefragt.

Sind Sie Führungskraft in Ihrem Unternehmen, dann gehen Sie auf Ihre Mitarbeiter zu: Machen Sie ihnen klar, dass ihre Ideen wertvoll sind. Fordern Sie sie in regelmäßigen Abständen auf, Verbesserungsvorschläge zu machen. Und fassen Sie als Mitarbeiter Mut: Sprechen Sie gute Ideen aus.

Selbst-Test: Sind Sie motiviert?

Jeder Mitarbeiter, der in einem Job startet, ist motiviert. Von verschiedenen Faktoren hängt es ab, ob sich das ändert, oder nicht. Wie sieht es aktuell bei Ihnen aus? Schätzen Sie sich selbst als motiviert ein oder hat Ihre Motivation nachgelassen? Machen Sie sich ein Bild mit dem folgenden Test. Welche Aussagen treffen auf Sie zu?

  1. Ich gehe gern zur Arbeit.
  2. Häufig erlebe ich, dass die Arbeit wie im Flug vergeht.
  3. Mein Vorgesetzter eröffnet mir Perspektiven.
  4. Ich habe in meinem Aufgabenfeld interessante Aufgaben, die ich als Herausforderung empfinde.
  5. Ich erreiche meine Ziele.
  6. Ich habe genügend Ressourcen zur Erledigung meiner Aufgaben.
  7. Ich bekomme regelmäßiges Feedback von meinem Vorgesetzten.
  8. Ich habe einen Entwicklungsplan mit meinem Vorgesetzten vereinbart.

Auswertung: Haben Sie mehr als die Hälfte der Aussagen (5) bejaht, dann sind Sie motiviert. Schauen Sie sich die Punkte an, denen Sie nicht zustimmen konnten, und fragen Sie sich: „Was kann ich selbst tun, um diese Situation zu verbessern?“ Notieren Sie sich die Punkte für Ihr nächstes Gespräch mit Ihrem Chef.

Haben Sie weniger als 5 Aussagen zugestimmt, sollten Sie aktiv werden. Bitten Sie Ihren Chef um ein Gespräch und gehen Sie die fehlenden Motivationsbausteine konkret an. Bitten Sie ihn beispielsweise um einen Entwicklungsplan, neue Aufgaben oder häufigeres Feedback.

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