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Dauerhafte Motivation können Sie als Führungskraft bei Mitarbeitern nur erreichen, wenn Sie auf jede Mitarbeiterpersönlichkeit individuell eingehen....

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Wie Sie Ihre Mitarbeiter mit steuerfreien Extras im Jahr 2017 motivieren

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Motivation
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Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Wahrscheinlich kommt die eine oder andere Gehaltsverhandlung auf Sie zu. In höheren Gehaltsklassen wird eine Gehaltserhöhung zu einem Gutteil von der Steuer aufgefressen. Die folgenden steuerfreien Extras sind für manche Mitarbeiter deshalb unter dem Strich oft lukrativer und motivierender als eine Gehaltserhöhung.

Übersicht: Steuerfreie Extras 2017

 

  • Auslagenersatz

 

Erstatten Sie einem Mitarbeiter Auslagen, z. B. für beruflich veranlasste Telefonkosten, muss der Mitarbeiter diesen Auslagenersatz als Arbeitslohn versteuern, wenn Sie ihn in pauschaler Form zahlen.


Ausnahme: Zahlen Sie diese pauschalen Erstattungen, z. B. für Telefonkosten, regelmäßig, können Sie 20 % des monatlichen Rechnungsbetrags, höchstens jedoch 20 € im Monat steuerfrei erstatten.

Allerdings: Der Mitarbeiter muss seine erstattungsfähigen Kosten über einen repräsentativen Zeitraum von 3 Monaten nachweisen.


Wenn Ihr Mitarbeiter seinen Dienstwagen in einer vom Unternehmen angemieteten und bezahlten Garage unterstellt, handelt es sich hier ebenfalls um steuerfreien Auslagenersatz.

 

  • Bahncard

 

Eine Bahncard ist dann als steuerfreie Zuwendung möglich, wenn der Mitarbeiter sie vorwiegend dienstlich nutzt. Die Einsparungen für dienstliche Fahrten müssen höher als der Preis der Bahncard sein. Ist diese Voraussetzung erfüllt, kann der Mitarbeiter die Bahncard steuerfrei für so viele private Fahrten nutzen, wie er möchte.

 

  • Belegschaftsrabatte

 

Mitarbeiter dürfen Waren oder Dienstleistungen, die zur Liefer- und Leistungspalette ihres Arbeitgebers gehören, lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei beziehen.

Allerdings darf der Rabatt, den sie insgesamt erhalten, den Betrag von 1.080 € pro Jahr nicht übersteigen. Der Warenpreis wird mit 96 % des üblichen Verbraucherpreises angesetzt.

Beachten Sie: Arbeitnehmer können den jährlichen Freibetrag für jedes ihrer Arbeitsverhältnisse beanspruchen.

Das bedeutet: Bei einem Stellenwechsel innerhalb eines Jahres können sie den Freibetrag gleich 2-mal nutzen. Auch wenn der Arbeitnehmer gleichzeitig in mehreren Arbeitsverhältnissen steht, vervielfältigt sich sein Freibetrag.

 

  • Beratungs- und Betreuungsleistungen

 

Beratungsleistungen, die ein Mitarbeiter aus dienstlichen Gründen in Anspruch nimmt und die Sie als Arbeitgeber zahlen, sind steuerfrei.

Beispiel: Der Mitarbeiter ist dienstlich für einen längeren Zeitraum abwesend und lässt sich von einem Dienstleister beraten, wie er die Betreuung für pflegebedürftige Angehörige oder Kinder organisieren kann.

Die kurzfristige Betreuung der Kinder (bis 14 Jahre) und pflegebedürftiger Angehöriger, die aus beruflichen Gründen notwendig ist, kann der Arbeitgeber bis zu einem Höchstbetrag von 600 € pro Jahr steuerfrei bezahlen.

 

  • Bonusmeilen

 

Bis zu einem Freibetrag von 1.080 € pro Jahr dürfen Sie Ihren Mitarbeitern die Bonusmeilen von Flügen und Zugfahrten zur privaten Nutzung überlassen.

 

  • Darlehen

 

Gewähren Sie Ihren Mitarbeitern einen zinslosen oder zinsgünstigen Kredit, gehört der Zinsvorteil als Sachbezug zum steuer- und sozialversicherungspflichtigen Arbeitslohn. Bis zu einer monatlichen 44-€-Grenze ist der Zinsvorteil für den Mitarbeiter steuerbefreit.

 

  • Direktversicherung

 

Einzahlungen pro Jahr von bis zu 4 % der Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung sind steuer- und sozialversicherungsfrei.

 

  • Erholungsbeihilfen

 

Für Erholungsbeihilfen, die Sie dem Mitarbeiter zahlen, können Sie die Lohnsteuer pauschal mit 25 % übernehmen. Maximale pauschalisierbare Beihilfe: für Mitarbeiter 156 €, für Ehegatten 104 €, je Kind 52 €.

 

  • Fahrten zur Arbeitsstätte

 

Wenn Sie Mitarbeitern die Fahrtkosten für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte erstatten, dürfen Sie den Steuervorteil, der dem Mitarbeiter erwächst, als Arbeitgeber pauschal mit 15 % versteuern. Die Pauschalversteuerung ist jedoch auf den Betrag begrenzt, den der Arbeitnehmer als Werbungskosten für seine Pendelfahrten zur Arbeit geltend machen könnte (0,30 € pro Entfernungskilometer).

Tipp: Die pauschale Besteuerung des Fahrtkostenzuschusses ist außerdem zulässig, wenn der Mitarbeiter einen Firmenwagen auch zur privaten Nutzung hat und er den geldwerten Vorteil für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte versteuert.

 

  • Fehlgeldentschädigungen

 

Ersetzen Sie als Arbeitgeber im Kassen- oder Zähldienst Fehlbeträge, ist der gesamte Betrag lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei. Bei Pauschalentschädigungen gilt ein Freibetrag von 16 €.

 

  • Fort- bzw. Weiterbildung

 

Wenn Sie die Kosten für berufliche Fort- oder Weiterbildungsmaßnahmen übernehmen, stellt dies für Ihre Mitarbeiter keinen steuerpflichtigen Arbeitslohn dar.

Voraussetzung: Das betriebliche Interesse des Arbeitgebers an der Fortbildung überwiegt.

 

  • Gesundheitsförderung

 

Pro Mitarbeiter dürfen Sie im Jahr einen Freibetrag von 500 € steuer- und sozialabgabenfrei für Gesundheitsförderungsmaßnahmen ausgeben. Begünstigt sind unter anderem Maßnahmen zur Stressbewältigung und zur Vorbeugung gegen Belastungen des Bewegungsapparats.


Achtung: Den Besuch eines Fitnessstudios dürfen Sie im Rahmen des Freibetrags nur dann steuerfrei finanzieren, wenn dessen Angebote von einer Krankenkasse als förderungswürdig eingestuft sind.

 

  • Job-Ticket

 

Bekommt der Mitarbeiter von Ihnen kostenlos oder verbilligt Fahrkarten für den Verkehrsverbund, ist diese Zuwendung bis zur monatlichen Sachbezugsfreigrenze von 44 € steuerfrei, selbst wenn der Mitarbeiter das Ticket nur privat verwendet.

 

  • Kinderbetreuung

 

Lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei sind Arbeitgeberleistungen zur Unterbringung und Betreuung von nicht schulpflichtigen Kindern des Mitarbeiters in betrieblichen und außerbetrieblichen Kindergärten. Begünstigt ist auch die Betreuung des Kindes in Schulkindergärten, Kindertagesstätten, Kinderkrippen, bei Tagesmüttern, Wochenmüttern oder Ganztagspflegestellen.

 

  • Mitarbeiterbeteiligung

 

Die Abgabe von Firmenbeteiligungen an Mitarbeiter ist bei jährlichen Kursvorteilen von bis zu 360 € steuer- und sozialversicherungsfrei. Voraussetzung: Der Vorteil steht allen Mitarbeitern offen, die mindestens ein Jahr im Unternehmen beschäftigt sind.

 

  • Outplacement-Beratung

 

Zahlen Sie Mitarbeitern eine Beratung zur beruflichen Neuorientierung, ist diese Leistung in der Regel Teil der Abfindungsvereinbarung und wird zum ermäßigten Steuertarif im Rahmen von Abfindungen versteuert.


Tipp: Besteht an der Outplacement-Beratung ein überwiegend eigenbetriebliches Interesse, kann diese Leistung sogar komplett steuerfrei sein.

 

  • Pauschalsteuer auf Sachzuwendungen

 

Bekommt ein Mitarbeiter von Ihnen eine Sachzuwendung, können Sie als Arbeitgeber für diese Zuwendung eine Pauschalsteuer von 30 % abführen. Damit schenken Sie dem Mitarbeiter die Steuer sozusagen mit.


Achtung: Die Pauschalversteuerung gilt nur für Sachzuwendungen. Sie darf nicht in Geld ausbezahlt werden und muss zusätzlich zum geschuldeten Arbeitslohn erbracht werden.

 

  • Privatnutzung von betrieblichen Telekommunikationseinrichtungen

 

Die Privatnutzung von z. B. Laptops, Smartphones oder Tablets ist für Mitarbeiter steuerfrei. Dies gilt selbst dann, wenn der Mitarbeiter die Geräte zu Hause nutzt. Auch die Verbindungsentgelte, wie z. B. die Grundgebühr sowie Zubehör und Software des Arbeitgebers, müssen nicht versteuert werden.


Die Steuerfreiheit gilt unabhängig davon, in welchem Maße die Geräte privat genutzt werden.

 

  • Sehhilfen

 

Brillen oder Kontaktlinsen, die für die Arbeit benötigt werden, dürfen Sie steuerfrei erstatten, wenn der Betrag angemessen ist.

 

  • Vermögenswirksame Leistungen

 

Mitarbeiter haben einen Anspruch auf diese staatliche Zulage für Bausparverträge und Anlagen zum Wohnungsbau, wenn ihr zu versteuerndes Einkommen 17.900 € bei Alleinstehenden bzw. 35.800 € bei Zusammenveranlagung nicht überschreitet und sie vermögenswirksame Leistungen für wohnwirtschaftliche Zwecke ansparen.

 

  • Warengutscheine

 

Warengutscheine sind Sachbezüge. Übersteigen diese den Wert von 44 € nicht, sind sie steuerfrei. Liegt der Wert darüber, wird der dem Mitarbeiter entstehende Vorteil mit dem üblichen Verkaufspreis (Bruttowert) abzüglich eines pauschalen Preisnachlasses von 4 % angesetzt und versteuert.

 

  • Umzug

 

Umzugskostenvergütungen vonseiten des Arbeitgebers sind lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei, wenn der Umzug beruflich veranlasst ist.


Tipp: Für sonstige Umzugsauslagen kann statt der tatsächlichen Kosten ein Pauschbetrag angesetzt werden. Für Verheiratete beträgt er aktuell 1.460 €, für Ledige 730 €.

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