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Work-Life-Balance: So finden Sie das richtige Maß

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Arbeitsbelastung auf Work-Life-Balance abstimmen
Das Gleichgewicht bei der Work-Life-Balance finden

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Die Arbeitsbelastung in sozialen Einrichtungen wird immer größer. Wie Sie trotz des enormen Drucks dem gefürchteten Burn-out-Syndrom vorbeugen und eine gute Work-Life-Balance erhalten können zeigt Ihnen dieser Beitrag.

Renate S., Leiterin einer Kindertagesstätte, kennt das Wort Freizeit kaum noch. Morgens um 7:00 Uhr beginnt sie mit ihrer Arbeit. Und wenn am späten Nachmittag alle Kinder abgeholt sind, widmet sie sich den Verwaltungstätigkeiten. Ihre Freunde haben es lange schon aufgegeben, mit ihr noch ein Treffen zu vereinbaren. Und auch ihr Ehemann merkt immer wieder an, dass ihr Beruf wohl ihr Lebensinhalt sei.

Wenn Sie im Nonprofit-Sektor arbeiten, ist Ihnen das Phänomen bekannt: Der Beruf nimmt eine alles beherrschende Stellung in Ihrem Leben ein. Denn ein pünktlicher Feierabend lässt sich im Umgang mit Menschen kaum durchsetzen. Dabei aber kommen alle anderen Aktivitäten zwangsläufig zu kurz. Mit anderen Worten: Die Work-Life-Balance gerät aus dem Gleichgewicht.

Der Begriff Work-Life-Balance steht gewöhnlicherweise für ein ausgewogenes Verhältnis von Beruf und Privatleben. Doch ihn ausschließlich auf diese beiden Bereiche zu reduzieren ist nicht weit genug gefasst. Auch das körperliche und seelische Wohlbefinden gehören dazu. Im Prinzip können Sie sich eine ausgewogene Work-Life-Balance als ein gleichschenkliges Dreieck vorstellen (d. h. als ein Dreieck mit 3 gleich langen Seiten), an dessen Spitzen sich die 3 Bereiche Beruf, Kontakte und Wohlbefinden befinden. Je deutlicher eine Seite überbewertet ist, desto mehr verändert sich das Dreieck:

Berufstätigkeit: Der Beruf nimmt bei den meisten Menschen einen Großteil der Zeit ein. Wenn Sie Ihren Beruf gern ausüben, hat er auch eine höhere Wertigkeit für Sie in Ihrer Work-Life-Balance. Eine starke Überbewertung Ihres Berufs führt aber dazu, dass kaum noch Zeit für die anderen beiden Bereiche bleibt.

Persönliches Umfeld: Soziale Kontakte in der Familie sowie mit Freunden und Bekannten sind ebenso wichtig für eine ausgeglichene Work-Life-Balance. Durch Kontakte zu anderen Menschen erhalten Sie regelmäßig Rückmeldungen über Ihr Verhalten sowie Ihre Eigen- und Fremdwahrnehmung. Sie lernen sich dadurch nicht nur besser kennen, sondern gewinnen auch Selbstvertrauen. Schließlich wissen Sie, dass Sie in Krisensituationen nicht allein sind.

Wohlbefinden: Dieses bezieht sich sowohl auf den körperlichen als auch auf den seelischen Bereich. Denn was nutzt Ihnen ein Beruf, der Ihnen Spaß macht, wenn Sie ständig mit schwersten Rückenbeschwerden zu kämpfen haben? Umgekehrt füllt Sie eine Position als Leiter oder Leiterin einer sozialen Einrichtung dann nicht aus, wenn Sie in Ihrer Tätigkeit keinen wirklichen Sinn erkennen können.

Finden Sie das richtige Maß

Alle Bereiche tragen dazu bei, dass Ihre Work-Life-Balance ausgeglichen ist. Natürlich kann nicht jeder den gleichen Anteil Ihrer Zeit einnehmen. Es geht vielmehr darum, das richtige Maß zwischen allen 3 Bereichen zu finden. Und das können Sie nur, wenn Sie Ihr Leben einer Analyse unterziehen. Dabei sollten Sie genau erfassen, in welche Bereiche Sie mehr Zeit investieren wollen, um eine ausgewogene Work-Life-Balance zu erhalten. Gehen Sie dabei wie folgt vor:

Analysieren Sie Ihre verschiedenen Lebensbereiche

  1. Den größten Teil Ihrer Wachzeit werden Sie wahrscheinlich mit Ihrer Arbeit verbringen. Notieren Sie genau, wann Sie Ihre Arbeit begonnen und wann Sie sie beendet haben. Rechnen Sie auch die Pausen mit ein und die An- und Abfahrtszeiten zu und von Ihrer Arbeitsstelle.
  2. Notieren Sie dann, wann und wie viele Stunden Sie mit Ihrer Familie, dem Partner und den Freunden verbracht haben. Zählen Sie auch Zeiten dazu, in denen Sie sich telefonisch oder mittels anderer Kommunikationsmittel gemeldet haben. Sehr wahrscheinlich wird Ihnen das am Wochenende oder während Ihrer arbeitsfreien Zeit viel häufiger gelingen als während Ihrer Arbeitszeit. Auch Ihr Hobby gehört in diese Rubrik.
  3. Als Letztes tragen Sie ein, wie oft Sie Sport gemacht haben oder sich anders körperlich betätigt haben. Dazu können beispielsweise auch Spaziergänge mit dem Hund gehören. Um ein realistisches Bild zu erhalten, sollten Sie in diese Rubrik auch eintragen, wie oft Sie sich stattdessen vor den Fernseher gesetzt haben (die durchschnittliche Sehdauer lag 2007 für jeden Deutschen bei 208 Minuten pro Tag).

Nun haben Sie den aktuellen Zustand ermittelt. Sie können genau erkennen, welcher Bereich in Ihrem Leben zu kurz kommt. Setzen Sie genau dort an. Auch wenn Ihnen Ihre Arbeit wenig Zeit lässt: Beginnen Sie einfach, in dem Sie beispielsweise einem langjährigen Freund eine E-Mail schicken. Oder versenden Sie eine Karte mit einem kurzen Gruß. Oder verabreden Sie sich direkt nach der Arbeit, damit Sie auch einmal pünktlich gehen. Und machen Sie sich bewusst: Nur wenn Sie sorgsam mit sich umgehen, bleiben Sie auch noch viele Jahre leistungsfähig und beugen einer Burn-out-Erkrankung rechtzeitig vor.

Wie viel Zeit verbringen Sie mit welchen Tätigkeiten?

Gesamtsumme:Gesamtsumme:
Anzahl der Stunden pro Woche, die Sie mit Ihrer Arbeit verbringenAnzahl der Stunden pro Woche, die Sie mit Ihrer Familie verbringen
Anzahl der Stunden pro Woche, die Sie mit Freunden verbringen
Anzahl der Stunden pro Woche, die Sie Ihrem Hobby zur Verfügung stellen
Anzahl der Stunden pro Woche, in denen Sie Sport machen
Anzahl der Stunden pro Woche, die Sie Ihrer persönlichen Entwicklung widmen
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