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10 Tipps wie Sie Mitarbeiter kritisieren - nachvollziehbar und wertschätzend

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Von Astrid Engel,

Sie müssen einen Mitarbeiter auf einen Fehler oder ein unerwünschtes Verhalten hinweisen. Doch wie kritisieren Sie so, dass dem Mitarbeiter wirklich klar wird, worauf es Ihnen ankommt, und Sie ihn gleichzeitig nicht verletzen, verärgern oder gar demotivieren?

 

Hier sind 10 Regeln wie Sie erfolgreich kritisieren:


1. Sammeln Sie Fakten.

Kritisieren Sie einen Mitarbeiter nicht aus dem Bauch heraus, sondern anhand objektiver Tatsachen. Eine gründliche Vorbereitung bewahrt Sie davor, ungerecht oder vorschnell zu kritisieren.


2. Kritisieren Sie zeitnah.

Damit der auslösende Vorfall noch frisch im Gedächtnis ist, sollten nicht mehr als ein paar Arbeitstage bis zu Ihrem Gespräch vergehen. Überschlafen Sie den Vorfall aber eine Nacht, damit Ihr eventueller Ärger abflaut und Sie im Gespräch nicht zu emotional reagieren.


3. Kündigen Sie dem Mitarbeiter das Kritikgespräch an.

Beispiel: "Ich möchte mit Ihnen über den Vorfall von gestern sprechen. Haben Sie heute Nachmittag eine Viertelstunde Zeit?" Dann hat auch er Zeit, sich auf das Thema vorzubereiten, und fühlt sich nicht überrumpelt.


4. Sagen Sie gleich, was Sache ist, und verzichten Sie auf einleitenden Smalltalk:

"Herr Meier, ich möchte heute mit Ihnen sprechen, weil mir in letzter Zeit mehrmals aufgefallen ist, dass ..." Nennen Sie alles beim Namen: den Anlass, die Tage, die Uhrzeit, das Thema, den Fehler, die Häufigkeit, die Verzögerungen ... Was immer passiert ist - schildern Sie es so detailliert wie möglich.


5. Limitieren Sie das Gespräch auf fünf bis zehn Minuten.

Wenn Sie Ihre Botschaft sachlich und unmissverständlich auf den Punkt bringen, dauert das eine Minute. Dann kann der Mitarbeiter Stellung nehmen, und anschließend besprechen Sie gemeinsam eine Lösung. Haben Sie keine Scheu, das Gespräch so kurz zu halten - Ihr Mitarbeiter wird es Ihnen danken.

6. Bieten Sie dem Mitarbeiter die Chance zur Stellungnahme.

Nach dem Kritisieren sagen Sie z. B.: "Gibt es einen Grund dafür, dass Sie schon dreimal die Material-Bestellung vergessen haben? Vielleicht gibt es eine Ursache, die wir gemeinsam aus dem Weg schaffen können?"


7. Formulieren Sie klar Ihre Erwartung.

Was muss sich im Verhalten des Mitarbeiters ändern, damit das Material in Zukunft zeitnah bestellt wird? Zum Beispiel: "Wir haben also vereinbart, dass die Bestellung jeden Montag bis 11:00 Uhr beim Lieferanten vorliegen müssen. Bitte informieren Sie mich sofort, wenn es erneut Missverständnisse oder Unstimmigkeiten mit dem Lieferanten gibt."


8. Kommen Sie dann zum Lösungsansatz.

Fragen Sie den Mitarbeiter, wie er sich in Zukunft eine zufrieden stellende Lösung vorstellt und bringen Sie - wenn nötig - Ihre eigenen Vorschläge mit ein.


9. Beenden Sie jedes Kritikgespräch ...

... mit einer klaren Zielvereinbarung und halten Sie diese in einer kurzen schriftlichen Notiz fest.


10. Gehen Sie verbindlich auseinander.

Welches Gefühl das Gespräch bei dem Mitarbeiter hinterlässt, kommt sehr auf Ihre Verabschiedung an. Ob Sie den Mitarbeiter mit einem Händedruck und einem aufmunternden "Das kriegen wir schon hin, ich bin ganz sicher" verabschieden oder ob Sie ihm ankündigen, dass Sie ihn beim nächsten Mal abmahnen müssen.

Im ersten Fall wird Ihr Mitarbeiter erkennen, dass Sie grundsätzlich an eine schnelle Lösung des Problems glauben. Im zweiten Fall versteht der Mitarbeiter: Dieses Gespräch war der Auftakt zu einer Handlungskette mit ernsthaften Folgen.

 

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