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3 Risiken: Schreiben Sie eine rechtssichere Bewerberabsage

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Von Astrid Engel,

Ein Schreiben mit rechtlichem Inhalt wie eine Bewerberabsage sollten Sie so höflich wie möglich, doch gleichzeitig so korrekt wie nötig formulieren. Ansonsten könnte es passieren, dass freundlich gemeinte Umschreibungen gegen Sie verwendet werden.

Ein Schreiben mit rechtlichem Inhalt wie eine Bewerberabsage sollten Sie so höflich wie möglich, doch gleichzeitig so korrekt wie nötig formulieren. Ansonsten könnte es passieren, dass freundlich gemeinte Umschreibungen gegen Sie verwendet werden.

Es ist zwar höflich und sinnvoll, eine Bewerberabsage näher zu begründen. Sie geben ihm oder ihr damit wertvolle Hinweise, welche Qualifikationen und Fertigkeiten gefragt sind.

Dennoch - halten Sie sich mit Begründungen möglichst zurück. Jemand, der Ihre Erklärungen gegen Sie verwendet, kann Ihnen viel Ärger bereiten. Hier sind einige Tipps für die rechtssichere Formulierung Ihrer Bewerberabsage:


1. Risiko: altersdiskriminierende Bewerberabsage

"Da uns sehr viele Schreiben von jungen Menschen erreicht haben, hatten wir bei der Auswahl die Qual der Wahl. Letztendlich haben wir diejenigen Damen und Herren zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen, die unserer Meinung nach die besten Voraussetzungen mitbringen.

Neben dem Gesamteindruck, den die Bewerbung bei uns gemacht hat, waren uns besonders gute Noten in den Fächern Deutsch und Mathematik wichtig. Leider sind dies nicht Ihre 'Paradefächer'."

Rechtssichere Variante: Sprechen Sie nicht von "jungen Menschen", sondern von Menschen. Ältere Personen könnten sich benachteiligt fühlen und gegen Sie klagen.


2. Risiko: geschlechtsdiskriminierende Bewerberabsage

"Letztendlich mussten wir uns auf einen Bewerber festlegen. Den Zuschlag hat ein Mitarbeiter erhalten, der in allen Punkten unserem Anforderungsprofil entsprach. Wir hoffen, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben."

Rechtssichere Variante: Sprechen Sie beide Geschlechter an, z. B.: "Letztendlich mussten wir uns auf einen Bewerber bzw. eine Bewerberin festlegen ..." Sie vermeiden so die Unterstellung, Sie hätten das männliche Geschlecht bewusst bevorzugt.

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3. Risiko: Bewerberabsage signalisiert regionale Bevorzugung

"Wir haben 36 Bewerbungen aus unserem Einzugsgebiet erhalten. Als Regionalbank bilden wir bevorzugt Menschen aus diesem Geschäftsgebiet aus. Sie wohnen außerhalb der Region. Deshalb bitten wir um Verständnis dafür, dass wir Ihre Bewerbung nicht berücksichtigen können."

Rechtssichere Variante: Eine regionale Bevorzugung könnte kritisch sein. Gehen Sie auf Nummer sicher und beschränken Sie sich auf fachliche Kriterien wie z. B. den Notendurchschnitt.


Fazit: Halten Sie sich an die Fakten, statt sich in Briefen mit rechtlichem Kontext um Kopf und Kragen zu reden. Lassen Sie Ihre Bewerberabsage ggf. von einem Rechtsexperten gegenlesen.

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