Gratis-Download

Erfahren Sie hier, wie Sie Mitarbeitergespräche als Führungsinstrument sinnvoll und effizient einsetzen und welche klaren Gesprächsstrukturen bei...

Jetzt downloaden

400-€-Job für Aushilfe: Lohngrenze sicher einhalten

0 Beurteilungen

Von Astrid Engel,

Wenn Sie geringfügig entlohnte Mitarbeiter beschäftigen, müssen Sie sicherstellen, dass der vereinbarte Monatslohn die Grenze von 400 € einhält und der Jahreslohn folglich 4.800 € nicht übersteigt. Anderenfalls laufen Sie Gefahr, dass Sie Sozialabgaben nachzahlen müssen. Beachten Sie dazu noch die folgenden Details:

Gilt auch für Ihre Aushilfe: Lohnvereinbarungen aus Tarifverträgen einhalten

Sind Sie tariflich gebunden, zahlen aber einen unter dem Tarif liegenden Lohn, wird das bei einer Betriebsprüfung des Sozialversicherungsträgers auffallen. Er kann dann für die Berechnung der Beiträge den Tariflohn ansetzen ("Phantomlohn"). Wird dadurch die 400-€-Grenze überschritten, handelt es sich nicht mehr um einen 400-€-Job. Es fallen die regulären Sozialabgaben an. Die müssen Sie als Arbeitgeber nachzahlen. Um das zu vermeiden, beachten Sie für Ihren Betrieb geltende Tarifverträge auch bei Aushilfen.

Sonderzahlungen und Gehaltsextras für Ihre Aushilfe: Lohnextras lieber gleich einrechnen

Einmalige Sonderzahlungen, etwa Weihnachtsgeld, werden zwar zur Berechnung der 4.800-€-Jahresgrenze nur dann herangezogen, wenn Sie sie tatsächlich leisten. Ihre Aushilfe hat aber einen Anspruch auf Sonderzahlungen, wenn Sie die auch anderen Mitarbeitern gewähren. Im Fall der Fälle müssten Sie Ihre Aushilfe also dazu bringen, freiwillig auf eine Sonderzahlung zu verzichten, damit sie eine 400-€-Kraft bleibt und Sie keine Sozialabgaben nachzahlen müssen. Einfacher ist es, Sonderzahlungen von Anfang an in den erlaubten Verdienst einzurechnen oder keinem Mitarbeiter zu gewähren. Motivieren können Sie Ihre Mitarbeiter ohnehin günstiger mit abgabenfreien Gehaltsextras (z.B. Sachbezüge im Wert bis 44 €/Monat). Solche Gehaltsextras werden bei Aushilfen nicht auf den erlaubten Verdienst von 400-€/Monat beziehungsweise 4.800 €/Jahr angerechnet.

Schwankender Verdienst der Aushilfe: Lohn darf über das Jahr gemittelt werden

Hat Ihre Aushilfe einen festen Verdienst von bis zu 400 € im Monat, darf sie in bis zu 2 Monaten pro Jahr auch mehr als 400 € verdienen, wenn unvorhergesehene Ereignisse dazu führen (z.B. Krankheitsvertretung für einen anderen Mitarbeiter, plötzlicher Großauftrag). Die Pauschalbeiträge ermitteln Sie in diesen Monaten dann vom höheren Verdienst.
Haben Sie mit Ihrer Aushilfe keinen festen Monatslohn vereinbart, sondern vergüten Sie die tatsächlich geleisteten Stunden Ihrer Aushilfe? Lohnzahlungen können saisonbedingt schwanken, so dass Sie in manchen Monaten mehr als 400 € und in anderen viel weniger zahlen. Das ist unproblematisch, solange der monatliche Durchschnittsverdienst in dem Jahr (inklusive eventueller Sonderzahlungen) die 400-€- Grenze nicht übersteigt.

Personal und Arbeitsrecht aktuell

Egal ob es um brandneue Urteile der Arbeitsgerichte geht, die für Sie als Arbeitgeber, als Führungskraft oder als Personalverantwortlicher von Bedeutung sind oder zum rechtssicheren Umgang mit Abmahnungen, Zeugnissen, Kündigungen. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Steigern Sie Ihre Erfolgsquote: Vergaberecht & Angebotsstrategien für Bieter

Die wichtigsten Gesetze für Ihre Personalpraxis

Umfassend über die neuesten Entwicklungen im Personalbereich informiert

Machen Sie Ihre Lohn- und Gehaltsabrechnung unangreifbar!

erkennen.vorbeugen.handeln: Gesunde Arbeit für zufriedene Mitarbeiter

Die neuesten Urteile der Arbeits-, Finanz- und Sozialgerichte