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8 Sachgründe für die Befristung eines Arbeitsverhältnisses – Teil 2

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Von Astrid Engel,

 

Die Befristung eines Arbeitsverhältnisses bringt Ihnen als Arbeitgeber erhebliche Vorteile. Schließlich können Sie auf diese Weise Personalengpässe ausgleichen ohne sich langfristig an einen Mitarbeiter zu binden. Allerdings erlaubt der Gesetzgeber die Befristung eines Arbeitsverhältnisses im Regelfall nur, wenn ein schlüssiger sachlicher Grund vorliegt. In dieser Serie stellen wir Ihnen die 8 wichtigsten Sachgründe vor, die im Teilzeit- und Befristungsgesetz (§ 14 Abs. 1 TzBfG) festgelegt bzw. von der Rechtsprechung entschieden worden sind.

Wann die Befristung eines Arbeitsverhältnisses zulässig ist

 

Grund 4: Eigenart der Arbeitsleistung

Die Befristung eines Arbeitsverhältnisses aufgrund der Eigenart einer Arbeitsleistung (§ 14 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 TzBfG) kommt nur in wenigen Branchen zum Tragen. So ist zum Beispiel die befristete Einstellung von programmgestaltenden Mitarbeitern in Rundfunkanstalten, von Schauspielern, Solosängern, Tänzern und Kapellmeistern sachlich begründet.

Grund 5: Erprobung eines Mitarbeiters

Die Befristung eines Arbeitsverhältnisses ist auch zulässig, wenn Sie sich erst einmal ein Bild von der Eignung eines neuen Mitarbeiters machen wollen (§ 14 Abs. 1 Satz 2 Nr. 5 TzBfG). Vorteil zur normalen Probezeit: Bei einer Befristung müssen Sie nicht kündigen, sondern können das Arbeitsverhältnis einfach auslaufen lassen, wenn Sie mit Ihrem Arbeitnehmer nicht zufrieden sind. Die Befristung eines Arbeitsverhältnisses darf aber maximal 6 Monate betragen.

 

 

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Grund 6: Gründe, die in der Person Ihres Mitarbeiters liegen

Die Befristung eines Arbeitsverhältnisses kann auch in der Person Ihres Mitarbeiters begründet sein (§ 14 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 TzBfG). So ist eine Befristung auf eigenen Wunsch Ihres Mitarbeiters zulässig.
Beispiel: Ein Mitarbeiter möchte die Zeit bis zum feststehenden Beginn einer anderen Beschäftigung, bis zur Aufnahme eines Studiums oder bis zum Antritt des Wehr- oder Zivildienstes überbrücken. Lassen Sie sich von Ihrem Mitarbeiter vor Vertragsabschluss eine schriftliche Begründung für seinen Befristungswunsch geben. Denn im Streitfall müssen Sie als Arbeitgeber beweisen, dass die Initiative zur Befristung auch wirklich von Ihrem Mitarbeiter ausging und Sie selbst keinerlei Druck ausgeübt haben (BAG, 4.6.2003, Az: 7 AZR 406/02).

Musterformulierung

Hiermit bestätige ich, ____________ (Name des Mitarbeiters), dass die Befristung des Arbeitsverhältnisses mit der ______________ GmbH auf meinen Wunsch erfolgt, weil ich zum __.__.____ ein Studium aufnehmen werde.

Grund 7: Gerichtlicher Vergleich

Sachlich gerechtfertigt ist die Befristung eines Arbeitsverhältnisses auch, wenn sie auf einem gerichtlichen Vergleich beruht (§ 14 Abs. 1 Satz 2 Nr. 8 TzBfG).

Beispiel:
Sie streiten mit einem Mitarbeiter vor Gericht über die Frage, ob das mit ihm abgeschlossene Arbeitsverhältnis befristet oder unbefristet ist. In einem Vergleich wird festgehalten, dass das Arbeitsverhältnis nur befristet ist, beispielsweise bis zum Jahresende.
Fortsetzung: Das Erreichen einer Altersgrenze rechtfertigt die Befristung eines Arbeitsverhältnisses  ebenfalls. Genaueres erfahren Sie im Teil 3 dieser Serie.

 

 

 

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