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Abruf-Arbeit: Regeln Sie Arbeitszeit und Bezahlung bedarfsgerecht

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Von Astrid Engel,

Sicher gibt es auch in Ihrem Unternehmen Arbeitsspitzen, zu denen Sie den Einsatz sämtlicher Mitarbeiter benötigen. Genauso wird es Phasen geben, in denen mancher Mitarbeiter nicht voll ausgelastet ist. In der Regel ist es deshalb zu teuer, so viel Personal einzustellen, dass auch Spitzenbelastungen problemlos abgearbeitet werden können.


Viele Unternehmen arbeiten deshalb mit Aushilfen. Wenn Ihre Unternehmen aber einer Branche mit zyklischem Arbeitsanfall angehört, bei der es regelmäßig Arbeitsspitzen gibt, ist eine fortwährende Einstellung und Entlassung aufwändig. Zumal, wenn die Mitarbeiter qualifizierte Tätigkeiten erledigen, in die sie eingearbeitet werden müssen.

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Eine andere Lösungsmöglichkeit ist Abruf-Arbeit (§ 12 TzBfG). Das bedeutet: Sie stellen einen Mitarbeiter mit einem bestimmten Stundenumfang als Teilzeitkraft ein. Bei Bedarf dürfen Sie jedoch zusätzliche Arbeitsstunden anordnen.

So flexibel sind Sie mit Abruf-Arbeit

Vorteil der Abruf-Arbeit:

  • Sie stellen den Mitarbeiter nur für eine geringe Stundenzahl ein – zahlen also auch ein verringertes festes Gehalt.
  • Wenn es in Ihrer GmbH viel zu tun gibt, erhöhen Sie vorübergehend die Stundenzahl des Mitarbeiters.
  • Sie haben bald dauerhaft einen erfahrenen Mitarbeiter, den Sie nicht jedes Mal neu einarbeiten müssen, wenn es wieder eine Arbeitsspitze gibt und Sie dringend zusätzliche Arbeitskräfte brauchen.


Beachten sie: Die Abruf-Arbeit darf allerdings nicht mehr als ¼ der Mindestarbeitszeit betragen. Das geht aus einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts hervor (BverfG, 23.11.2006, Az: 1 BvR 1909/06).
Beispiel: Sie brauchen bei Arbeitsspitzen oft zusätzliche Arbeitskräfte, die Sie schnell einsetzen können und die zuverlässig sind. Deshalb stellen Sie mehrere Mitarbeiter als Teilzeitkräfte mit 30 Stunden regulärer wöchentlicher Arbeitszeit ein. Sie vereinbaren mit ihnen Abruf-Arbeit. Bei Bedarf können Sie die Arbeitszeit vorübergehend auf bis zu 37,5 Stunden erhöhen.

So vereinbaren Sie Abruf-Arbeit vertraglich

Musterformulierung
1. Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit beträgt __(z. B. 30) Stunden.
2. Der Arbeitnehmer erklärt sich damit einverstanden und verpflichtet sich, auf Anforderung des Arbeitgebers länger als __ (z. B. 30) Stunden zu arbeiten, maximal jedoch __ (bis zu ¼ länger als die reguläre Arbeitszeit, z. B. 37,5) Stunden pro Woche. Die Arbeit wird jeweils eine Woche vorher eingeteilt.
Der Arbeitnehmer erhält bis einschließlich __ (z. B. 37,5) Stunden geleisteter Wochenarbeitszeit dieselbe Stundenvergütung wie für die Arbeitsstunden innerhalb der Regelarbeitszeit.

 

 

 

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