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Achtung Geheimcode! Was Sie zwischen den Zeilen lesen können

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Von Astrid Engel,

Geheimcodes sind offiziell nicht erlaubt, werden aber in der Praxis nach wie vor verwendet. Das Problem: Die einen sind fit in der so genannten Zeugnis-Geheimsprache, die anderen beherrschen sie nicht und verwenden unter Umständen aus Unwissenheit Formulierungen, die ein Personalprofi dann als verschlüsselte Negativbewertung deutet.

Geheimcodes sind offiziell nicht erlaubt, werden aber in der Praxis nach wie vor verwendet. Das Problem: Die einen sind fit in der so genannten Zeugnis-Geheimsprache, die anderen beherrschen sie nicht und verwenden unter Umständen aus Unwissenheit Formulierungen, die ein Personalprofi dann als verschlüsselte Negativbewertung deutet.
Unterscheiden Sie also, wenn Sie ein Zeugnis von einem Bewerber lesen, ob es von einer Personalabteilung formuliert wurde oder vom Inhaber oder Vorgesetzten eines kleineren Unternehmens. Im ersten Fall können Sie davon ausgehen, dass jede Formulierung so gemeint ist, wie sie dasteht. Im zweiten Fall ist anzunehmen, dass der Aussteller "geheime Zeugnisformulierungen" nicht unbedingt beherrscht und vielleicht unbeabsichtigt eine Formulierung gewählt hat, die bei Profis unter der Rubrik Geheimcode läuft.

8 besonders häufig verwendete Geheimcodes

Geheimcode Nr. 1: "Die Mitarbeiterin kam stets pünktlich zur Arbeit."

Das bedeutet: Wird diese als selbstverständlich vorausgesetzte Eigenschaft bei einem Mitarbeiter besonders hervorgehoben, können Sie davon ausgehen, dass dies ein Hinweis auf andere fehlende oder mangelhafte Eigenschaften, zumindest aber auf permanente Unpünktlichkeit ist.

Geheimcode Nr. 2: "Das Team kannte ihn als geselligen und fröhlichen Kollegen."

Das bedeutet:  Der Mitarbeiter neigte zu übermäßigem Alkoholkonsum.

Geheimcode Nr. 3: "Er bewies sehr viel Einfühlungsvermögen bei seinen Mitarbeitern."

Das bedeutet:  Er unterhielt unerwünschten und intensiven privaten Kontakt zu Mitarbeitern.

Geheimcode Nr. 4: "Sie setzte sich engagiert für die Arbeitnehmerinteressen ein."

Das bedeutet:  Sie war engagiertes Betriebsrats- und Gewerkschaftsmitglied.

Geheimcode Nr. 5: "Er machte viele Verbesserungsvorschläge."

Das bedeutet:  Wenn nicht konkret die positiven Auswirkungen der Vorschläge beschrieben werden, kann dies ein Hinweis darauf sein, dass der Mitarbeiter ein Besserwisser ist.

Geheimcode Nr. 6: "Sie war stets ehrlich ihren Kollegen gegenüber."

Das bedeutet:  Das kann ein Hinweis auf Diebstahl sein.

Geheimcode Nr. 7: "Er war ein anspruchsvoller und kritischer Mitarbeiter."

Das bedeutet:  Er war ein ewiger Nörgler.

Geheimcode Nr. 8: "Er legte stets Wert auf eine sehr harmonische Zusammenarbeit mit seinen Mitarbeitern."

Das bedeutet: Er zeigte eine ausgeprägte Führungsschwäche.

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Praxistipp:
Weil sich oft unabsichtlich Formulierungen in Zeugnisse einschleichen, die von potenziellen Arbeitgebern dann als Geheimcode gewertet werden, obwohl dies gar nicht im Sinne des Verfassers ist, können Sie Ihre Mitarbeiterzeugnisse mit folgendem Satz absichern. Stellen Sie ihn am besten vor die Schlussformulierung im Zeugnis:
"Dieses Zeugnis enthält keine verschlüsselten Formulierungen. Eine Interpretation im Sinne einer 'Zeugnissprache' würde die Aussage dieses Zeugnisses nicht im Sinne des Verfassers wiedergeben."

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