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Was Sie bei der Beschäftigung von Schülern beachten müssen

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Von Günter Stein,

Schüler sind vielseitig in Betrieben einsetzbar und eignen sich vor allem zur Überbrückung von Arbeitsengpässen. Allerdings gibt es einige rechtliche Besonderheiten, die zu beachten sind.

Schüler sind vielseitig in Betrieben einsetzbar und eignen sich vor allem zur Überbrückung von Arbeitsengpässen.

Allerdings gibt es einige rechtliche Besonderheiten, die zu beachten sind. So bestimmt das Jugendarbeitsschutzgesetz ausdrücklich, dass ein Jugendlicher, der in das Berufsleben eintritt, nur beschäftigt werden darf, wenn:

  • er innerhalb der letzten 14 Monate von einem Arzt untersucht worden ist (Erstuntersuchung) und
  • dem Arbeitgeber eine von diesem Arzt ausgestellte Bescheinigung vorliegt.

Beschäftigung von Kindern

Ein Kind ist nach § 2 JArbSchG, wer noch nicht 15 Jahre alt ist. Jugendlicher im Sinne dieses Gesetzes ist, wer 15, aber noch nicht 18 Jahre alt ist.

Kinderarbeit ist verboten! Deshalb ist eine Beschäftigung von Kindern unter 15 Jahren grundsätzlich nicht zulässig.

Tipp:

Damit Sie keine Probleme bei der Beschäftigung von Kindern bekommen: Lassen Sie sich Unterlagen vorlegen, aus denen sich eindeutig das Alter des Kindes ergibt (z.B. einen Personal- oder Kinderausweis). Noch besser ist es, sich eine Einverständniserklärung der Eltern geben zu lassen, in der auch das Alter des Kindes angegeben ist.

Ausnahmen von Verbot der Kinderarbeit sind unter bestimmten Voraussetzungen nur bei Kindern über 13 Jahren möglich, wenn sie mit Einwilligung des Erziehungsberechtigten beschäftigt werden.

Beschäftigung von Jugendlichen

Jugendliche, die der Vollzeitschulpflicht unterliegen, gelten im Sinne des Gesetzes noch als Kinder. Deshalb gilt für sie auch das Beschäftigungsverbot für Kinder. Ausnahme: Während der Schulferien ist das Verbot nicht anzuwenden.

Dies bedeutet: Sie dürfen vollzeitschulpflichtige Jugendliche nur in der Ferienzeit beschäftigen. Das gilt aber auch nur für 4 Wochen im Kalenderjahr.

Jugendliche dürfen darüber hinaus nicht mehr als 8 Stunden täglich und nicht mehr als 40 Stunden wöchentlich beschäftigt werden.

Im Übrigen dürfen Jugendliche nur an 5 Tagen in der Woche beschäftigt sein. Eine Beschäftigung an Wochenenden ist nicht möglich. Hiervon gibt es in zahlreichen Bereichen Ausnahmen. So dürfen Jugendliche an Wochenende beispielsweise in Bäckereien und Konditoreien, im Frisörhandwerk, in der Landwirtschaft und Tierhaltung, sowie im Familienhaushalt beschäftigt werden. Mindestens 2 Samstage sollen beschäftigungsfrei bleiben.

Beiträge und Meldungen

Schüler werden im allgemeinen nur geringfügig beschäftigt sein (als Mini-Jobber oder kurzzeitig). Sie als Arbeitgeber müssen hier die üblichen Pauschalbeiträge zur Kranken- und Rentenversicherung zahlen. Auch sind Sie zur Erstattung von Meldungen verpflichtet.

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